Am Sonntag, den 14. April 2019, von 11 Uhr bis 15 Uhr, findet der Theaterworkshop »Schau! Spiel!« mit Karoline Reinke, Schauspielerin des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, statt.
Karoline Reinke, die seit der Spielzeit 2016.2017 festes Ensemblemitglied ist, gibt eine praktische Einführung in das Thema Schauspiel. So wird in einfachen Übungen erprobt, wie Körper und Stimme auf der Bühne eingesetzt werden können und wie Figuren und Situationen entstehen.
In der Workshop-Reihe werden praktische Einblicke in die Arbeit der Schauspielerinnen und Schauspieler des Ensembles ermöglicht. Die Schauspielerinnen und Schauspieler, die sonst auf der Bühne so weit entfernt erscheinen, kommen dabei ganz nah und verraten in der praktischen Arbeit ein paar ihrer Tricks und Kniffe. In diesem vierstündigen Workshop haben alle Interessierten die Chance sich auf den Brettern, die die Welt bedeuten, auszuprobieren. Der Spaß am Improvisieren, die eigene Fantasie und die gemeinsame Kreativität in der Gruppe stehen im Vordergrund.

Ein Workshop für alle ab 16 Jahren. Die Anmeldung erfolgt durch den Erwerb der Eintrittskarten.
Programm:
Luigi Gatti Trio für Klarinette, Viola und Violoncello
Alfred Uhl Kleines Konzert für Viola, Klarinette und Klavier
Robert Kahn Serenade f-Moll op. 73 für Viola, Violoncello und Klavier
Johannes Brahms Trio a-Moll op. 114 für Klarinette, Violoncello und Klavier

Am Sonntag, den 14. April 2019, um 11 Uhr findet das 5. Kammerkonzert mit Werken von  Johannes Brahms, Luigi Gatti, Alfred Uhl, Robert Kahn im Foyer des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden statt.

Vier Trios, in denen die unterschiedlichen Klangfacetten von Holzblas-, Streich- und Tasteninstrument zum Schimmern gebracht werden: In den Trios des Italieners Luigi Gatti, der als Hofkapellmeister in Salzburg mit der Familie Mozart bekannt war, sowie des zeitgenössischen Komponisten Alfred Uhl musizieren Klarinette, Viola und Klavier. Dann tauscht die Viola den Platz mit dem Cello für Trios von Robert Kahn und des von ihm verehrten Johannes Brahms.

Klarinette Tomas Eckardt
Viola Irene Baiter
Violoncello Ruodi Li
Klavier Julia Palmova
Programm:
Claude Debussy »Prélude à l’après-midi d’un faune«
Richard Strauss Konzert für Oboe und Orchester
Ralph Vaughan Williams Fantasia on a Theme by Thomas Tallis
Maurice Ravel »Daphnis et Chloé« Suite Nr. 2

Am Mittwoch, den 10. März 2019, um 20 Uhr, findet das 7. Sinfoniekonzert »WIR 7« mit dem Hessischen Staatsorchester Wiesbaden unter der Musikalischen Leitung von Gastdirigentin Sian Edwards mit Philippe Tondre an der Oboe im Kurhaus statt.

Der mythische Faun treibt Flöte spielend seine lüsternen Späße – und regte Claude Debussy zu einem seiner schönsten impressionistischen Stücke für Orchester an, dem »Prélude à l’après-midi d’un faune«. Vom »Prélude« zieht sich ein roter Faden durch das teils französisch, teils von Holzblasinstrumenten geprägte Konzertprogramm. Ebenfalls in die Welt der Nymphen und Hirten führt uns Maurice Ravel mit »Daphnis et Chloé«. Von Ravels Schüler Ralph Vaughan Williams steht die sphärische Bearbeitung eines musikalischen Renaissance-Themas auf dem Programm. Ein Holzblasinstrument ist der Solist in Richard Strauss’ Konzert für Oboe und Orchester. Philippe Tondre, der seit März 2019 Erster Oboist im Chamber Orchestra of Europe ist, übernimmt den Solo-Part. Zuvor spielte er als Solo-Oboist im SWR Symphonieorchester und im Gewandhausorchester.
Sian Edwards, ehemalige Musikdirektorin der English National Opera, hat mit den bedeutendsten Orchestern gearbeitet und ist Head of Conducting am Royal College of Music. Die Engländerin leitet erstmals das Hessische Staatsorchester Wiesbaden.

Vor allen Sinfoniekonzerten findet eine Stunde vor Beginn eine Konzerteinführung im Friedrich-von-Thiersch-Saal statt.

Dirigentin Sian Edwards
Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

Karten erhältlich unter:  Telefon 0611.132 325 | E-Mail: vorverkauf@staatstheater-wiesbaden.de | www.staatstheater-wiesbaden.de
Im Rahmen der heutigen Pressekonferenz stellten Intendant Uwe Eric Laufenberg und Geschäftsführender Direktor Bernd Fülle zusammen mit ihrem Team das Programm der Spielzeit 2019.2020 des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden vor.

In der Spielzeit 2019.2020 erwarten das Publikum in der Opernspartesieben Neuinszenierungen und neun Wiederaufnahmen. Auch in dieser Spielzeit werden Werke von Wagner, Strauss und Verdi im Mittelpunkt stehen. Die szenische Aufführung der »Matthäus-Passion« und das Erfolgsstück »Anna Nicole«, eine zeitgenössische Oper von Mark-Anthony Turnage, sind besondere Highlights. Auch in den acht Sinfoniekonzerten des Hessischen Staatsorchesters Wiesbaden sind große Dirigentenpersönlichkeiten und herausragende Solisten vertreten. Weiteres Highlight ist der Kompositionswettbewerb für zeitgenössische Musik anlässlich des Jugendstiljahrs in Wiesbaden in Kooperation mit der Stadt Wiesbaden, dessen Preisträgerkompositionen in verschiedenen Sinfoniekonzerten zu hören sein werden. Das Schauspiel bietet zwei Uraufführungen, eine Deutschsprachige Erstaufführung, weitere sieben Premieren und zwölf Wiederaufnahmen. Die Stücke erzählen vom Dreißigjährigen Krieg, dem vorrevolutionären Russland und führen in die Krisengebiete der Jetztzeit, wobei diese Gebiete im Nahen Osten, mitten in Wiesbaden oder in der eigenen Familie liegen können. Das Hessische Staatsballett zeigt fünf Premieren. Neben dem beliebten Handlungsballett kreiert Ballettdirektor und Chefchoreograf Tim Plegge mit »Rotzfrech« erneut ein Stück für junges Publikum. Ergänzt wird das Programm mit wichtigen Projekten aus der aktuellen Tanzszene. Das Junge Staatstheater bietet in allen Sparten zahlreiche Premieren und Wiederaufnahmen sowie ein erweitertes Programm der Theaterpädagogik für Kinder, Jugendliche und Familien an. Das Programm der Wartburg erhält ein jüngeres Profil und soll eine Spielstätte für Junge und Junggebliebene werden. Neue Theaterformen werden dort ausprobiert, digitale und analoge Welten sollen verschiedene Kunstformen bereichern. Als Pendant zum Jungen Staatsmusical startet der Theaterclub, beide werden dort fest im Spielplan verankert, mit der Deutschsprachigen Erstaufführung des ausgezeichneten Jugendromans »Der Joker« von Markus Zusla. Dirk Schirdewahn, neuer Koordinator der Wartburg, erarbeitet eine eigene Fassung mit Jugendlichen.

Dieses Jahr feiert das Hessische Staatstheater Wiesbaden sein 125. Jubiläum, das am 16. Oktober 2019, um 19.30 Uhr in einer Festvorstellung gefeiert wird. Tickets sind an der Theaterkasse, telefonisch oder online ab dem 15. Mai 2019 erhältlich.

»Auch bei der kommenden Spielzeit werden Theaterfreunde wieder vollumfänglich auf ihre Kosten kommen. Das Team rund um Intendant Uwe Eric Laufenberg wird wie in den vergangenen Jahren eine bunte Mischung an Kunst und Emotion auf die Bühne zaubern. Klassisch, modern, provokant, berührend und stets mitreißend, verspricht die kommende Spielzeit anspruchsvolle Darbietungen und ein anregendes Programm«, führt Kulturdezernent Axel Imholz aus.

Das Programm der Spielzeit 2019.2020 wird durch die Nassauische Sparkasse unterstützt.

Oper
Zur Saisoneröffnung 2019.2020 steht ein beliebtes Meisterwerk auf dem Programm: George Bizets »Carmen« wird von Uwe Eric Laufenberg und unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange neu erarbeitet. Lena Belkina übernimmt die Titelpartie, Sébastien Guèze singt Don José. »Gräfin Mariza« gehört zu den größten Bühnenerfolgen von Emmerich Kálmán und kommt in der Neuinszenierung von Thomas Enzinger und unter der Musikalischen Leitung von Christoph Stiller auf die Wiesbadener Bühne. Die Titelpartie singt Sabina Cvilak alternierend mit Betsy Horne. »Der Rosenkavalier« von Richard Strauss ist in der Inszenierung von Nicolas Brieger und unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange zu sehen. Nicola Beller Carbone singt alternierend mit Johanni van Oostrum die Feldmarschallin, Karl Heinz Lehner übernimmt die Partie des Baron Ochs auf Lerchenau, Aleksandra Olzcyk ist Sophie. Johann Sebastian Bachs »Matthäus-Passion« ist szenisch in der Neuinszenierung von Johanna Wehner und unter der Musikalischen Leitung des Barock-Spezialisten Konrad Junghänel zu erleben. Julian Habermann ist der Evangelist, Konstantin Kimmel singt Jesus. Das zeitgenössische Musiktheater ist vertreten durch »Anna Nicole« von Mark-Anthony Turnage, in der Inszenierung von Bernd Mottl und unter der Musikalischen Leitung von Albert Horne, ergründet das Leben des Sexsymbols und Partyluders Anna Nicole Smith. Betsy Horne übernimmt die Titelpartie. In Giuseppe Verdis »Il Trovatore«, eine Neuinszenirung von Philipp M. Krenn und unter der Musikalischen Leitung von Alexander Joel, singt Vesselina Kasarova ihr Rollendebüt als Azucena. Aluda Todua ist Graf von Luna, Cristiana Oliveira ist Leonora, Aldo di Toro ist Manrico. Mit Richard Wagners Meisterwerk »Tristan und Isolde«, in der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg und unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange, werden der Wagner-Schwerpunkt fortgesetzt und die Internationalen Maifestspiele 2020 eröffnet. Lance Ryan singt Tristan, Catherine Foster übernimmt die Partie der Isolde, René Pape ist König Marke. In zwei weiteren Maivorstellungen singt Andreas Schager den Tristan.
Die Opernsparte des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden bereichert den Spielplan außerdem mit einer Reihe eigener Wiederaufnahmen in zum Teil neuen Besetzungen.

Konzert | Hessisches Staatsorchester Wiesbaden
Am Pult des Hessischen Staatsorchesters Wiesbaden steht in fünf Sinfoniekonzerten und dem Neujahrskonzert GMD Patrick Lange, der auch für das Konzertprogramm verantwortlich zeichnet. Auch in der Spielzeit 2019.2020 sind die acht Sinfoniekonzerte unter dem Titel »WIR« angekündigt. Er steht für die Verbundenheit des Orchesters mit dem Wiesbadener Publikum und für die Gemeinschaft beim Musizieren. Neu initiiert wird ein Kompositionswettbewerb, der sich in der Spielzeit 2019.2020 auf »Jugendstil in Wiesbaden« beziehen soll. Die drei prämierten Uraufführungen des Kompositionswettbewerbs werden in unterschiedlichen Sinfoniekonzerten zu hören sein.

Die Konzertprogramme beleuchten in besonderen Kombinationen zentrale Werke des Konzertrepertoires neu. Für den Saisonauftakt stehen unter der Leitung von GMD Patrick Lange Schuberts »Unvollendete« und Bruckners Sinfonie Nr. 7 E-Dur auf dem Programm. Im 2. Sinfoniekonzert ist die südkoreanische Dirigentin Shiyeon Sung zu erleben, u. a. mit Schostakowitschs »Leningrader Sinfonie« Nr. 7 C-Dur. Wieder steht ein Musiker des Hessischen Staatsorchesters als Solist auf dem Podium: Trompeter Tobias Vorreiter spielt mit Pianist Leonhard Dering im 3. Sinfoniekonzert Konzerte von André Jolivet und Dimitri Schostakowitsch. Kontrabassist Ödön Rácz (Wiener Philharmoniker) ist der Solist in Serge Koussevitskys Konzert für Kontrabass und Orchester im 4. Sinfoniekonzert. Im 5. Sinfoniekonzert wird die Reihe mit Barock-Konzerten weitergeführt: Chouchane Siranossian spielt und leitet von der Violine aus. Im 6. Sinfoniekonzert interpretiert am Pult Jörg Widmann seine eigenen Kompositionen, darunter das 2018 uraufgeführte 2. Violinkonzert mit Carolin Widmann, neben Werken von Mendelssohn Bartholdy. Für das jährliche Chorkonzert mit dem Hessischen Staatsorchester Wiesbaden kommen der Chor der Stadt Wiesbaden (Einstudierung: Christoph Stiller) und der Chor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden (Einstudierung: Albert Horne) zusammen. Das Programm kombiniert anlässlich des Beethoven-Jubiläums 2020 Arnold Schönbergs »Ein Überlebender aus Warschau« (Sprecher: Uwe Kraus) und Beethovens 9. Sinfonie. Im Abschlusskonzert der Saison erklingt als Hauptwerk Mahlers Sinfonie Nr. 6 a-Moll. Außerdem findet die Vergabe des Publikumspreises und Verleihung des Kompositionspreises der Stadt Wiesbaden für zeitgenössische Musik statt.
Neu im Jungen Konzert ist die Lounge-Reihe Club classique in der Wartburg, hinzu kommen das »Beethoven Pastoral Project« mit GMD Patrick Lange im Großen Haus sowie das Jugend-Konzert »Ton in Ton« mit der Künstlerin Elisa Kuzio, das Musik und Malerei in Dialog bringt. Die Kammermusikvereinigung des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden wird wieder eine Reihe an Kammerkonzerten und Kammerkonzerte für Kinder anbieten.

Schauspiel
Das Schauspiel bringt 2019.2020 zur Saisoneröffnung im Großen Haus mit »Tyll« einen Roman einer des derzeit wichtigsten deutschen Schriftstellers Daniel Kehlmann auf die Bühne. Kehlmann versetzt den Gaukler und Narren Till Eulenspiegel ahistorisch in den Dreißigjährigen Krieg, der kaum je so plastisch und lebenssatt geschildert worden sein dürfte. Tilo Nest, durch seine Kultinszenierung von »Shockheaded Peter« in Wiesbaden noch in bester Erinnerung, wird die Regie übernehmen. Als klassisches Gegenstück zu »Tyll« wird Altmeister Nicolas Brieger im Kleinen Haus Schillers »Wallenstein« inszenieren, ein ebenfalls im Dreißigjährigen Krieg angesiedeltes Stück, das den unaufhaltsamen Untergang eines Mächtigen zeigt.
Des Weiteren kann sich die Schauspielsparte mit zwei Uraufführungen und einer deutschsprachigen Erstaufführung schmücken. Untergehende Macht wird auch in dem noch zu schreibenden Drama um eine von kommunalpolitischen Skandalen erschütterte Stadt eine Rolle spielen, das Clemens Bechtel inszenieren wird und den Arbeitstitel »Casino Wiesbaden« trägt. Als besonderer Coup darf gelten, dass es dem Hessischen Staatstheater nach »The Hard Problem« erneut gelungen ist, eine Erstaufführung des bedeutenden englischen Dramatikers Sir Tom Stoppard nach Wiesbaden zu holen: »Aufbruch« (Regie: Henriette Hörnigk), ein brillantes und geistreiches Konversationsstück über die Vorgeschichte der russischen Revolution, bildet dabei den Auftakt zu Stoppards Trilogie »Die Küste Utopias«, die in den kommenden Spielzeiten vervollständigt wird. In der Wartburg wird die junge Regisseurin Marie Schwesinger zudem ihre Fassung des Romans »Das Feld« von Bestseller-Autor Robert Seethaler zur Uraufführung bringen. Mit »Vögel« von Wajdi Mouawad, seit seinem Welterfolg »Verbrennungen« einer der meistgespielten Theaterautoren, wird ein weiteres zeitgenössisches Stück vorgestellt, welches brüchige Identitäten vor dem Hintergrund des Nahost-Konflikts behandelt (Regie: Daniel Kunze).
Komödiantische Akzente werden Intendant Uwe Eric Laufenberg mit Kleists »Zerbrochenem Krug«, das deutsche Lustspiel schlechthin, Susanne Lietzow mit dem schwarzhumorigen Weihnachtsstück »Schöne Bescherungen« von Alan Ayckbourn und Sebastian Sommer mit Friedrich Dürrenmatts politischer Farce »Romulus der Große« setzen. Und Regie-Shootingstar Evgeny Titov wird nach seinem vielbeachteten »Eingebildeten Kranken« ein zweites Mal in Wiesbaden arbeiten und Maxim Gorkis pessimistisches Familiendrama »Wassa Schelesnowa« in der selten gespielten Erstfassung inszenieren.

Hessisches Staatsballett
Die Spielzeit des Hessischen Staatsballetts beginnt mit einer Neufassung des Ballettklassikers »Der Nussknacker« mit Musik von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky, gespielt vom Hessischen Staatsorchester Wiesbaden. Ballettdirektor Tim Plegge verbindet hier sowohl die märchenhaften Elemente als auch die skurrilen, dunklen Facetten der Vorlage zu einer ganz eigenen, überraschenden Fassung. Igor Strawinskys »Le sacre du printemps« ging 1913 als Skandalstück in die Tanzgeschichte ein. In dem gleichnamigen Doppelabend der Spielzeit 2019.2020 stellt sich zunächst  Choreograf Edward Clug stellt die Frage, was das Frühlingsopfer heute bedeuten kann. Für den zweiten Teil des Doppelabends wird Bryan Arias eine Choreografie eigens für das Hessische Staatsballett kreieren, das sowohl die Vorlage als auch die Rezeptionshaltungen des frühen 20. Jahrhunderts in Betracht zieht. »Roots«, der zweiteilige Ballettabend im Kleinen Haus, stellt eine neue Generation von Tanzschaffenden in den Fokus. Für das Hessische Staatsballett legen Eyal Dadon und Martin Harriague gänzlich neue Arbeiten vor, die die Frage stellen, welchen Platz Tradition heute auf der Bühne einnehmen kann. Tim Plegge wird sich zum Ende der Spielzeit unter dem Titel »Rotzfrech«, ein Ballett für Kinder ab 6 Jahren, mit Mut beschäftigen.
 
Das Programm wird auch in dieser Spielzeit mit außergewöhnlichen Gastspielen ergänzt, die unter dem Label »Das Hessische Staatsballett lädt ein« präsentiert werden.
Die Tanzplattform Rhein-Main, die Kooperation des Hessischen Staatsballetts mit dem Mousonturm Frankfurt, bringt spannende Formate in die Region. Mit ihren Aktivitäten stärkt sie die Tanzszene der Region nachhaltig, vernetzt Akteure und Institutionen regional und überregional und möchte damit Menschen im Rhein-Main-Gebiet für den Tanz begeistern. Ein Programmhöhepunkt ist das Tanzfestival Rhein-Main, das vom 31. Oktober bis 17. November 2018 seine vierte Ausgabe in Wiesbaden, Darmstadt, Frankfurt und erstmals auch in Offenbach erleben wird.

JUST
Alle Sparten des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden präsentieren neue Produktionen für Kinder, Jugendliche und Familien: »Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute« (11+), eine Parabel, für die Jens Raschke u.a. den Deutschen Kindertheaterpreis erhalten hat.  Die ebenfalls preisgekrönte Autorin Katrin Lange entdeckt für die Uraufführung »Ich, Midas!« Oder: Wie werde ich klug?« (8+) den antiken Stoff für Kinder neu. »Konrad oder das Kind aus der Konservenbüchse« (6+) von Christine Nöstlinger erzählt die Geschichte von einem Jungen, der vom Musterknaben zum unartigen »Rotzbengel« umerzogen wird. »Die kleine Raupe« (3+) erzählt von deren Leben voller Überraschungen, Gefahren und Freuden, entwickelt von Luisa Schumacher. Nach der Novelle von Heinrich Kleist ist »Michael Kohlhaas – White Boxx Vol. 2« (15+) zu erleben. Die diesjährige Weihnachtsproduktion ist »Nils Holgersson« (6+), in einer Adaption von Mareike Zimmermann. Das Junge Staatsmusical startet mit dem Klassiker »Fame – Das Musical« (12+) in die neue Spielzeit. In Anlehnung an den Kultfilm  bringt Iris Limbarth »Blues Brothers – Im Auftrag des Herrn!« (12+) in einer eigenen Fassung auf die Bühne. Das Liedermärchen »Das verschwundene Lied« (5+) mit klassischen Liedern und Arien und eine Vielzahl unterschiedlicher Konzertformate für Kinder ab 0 Jahren ergänzen das Programm. Das Team der Theaterpädagogik hat außerdem ein erweitertes Programm mit Workshops, Clubangeboten für alle Altersstufen, den Formaten »Yourspace« und »Theaterscouts«, Ferienakademien und Führungen zusammengestellt. Vom 23. bis 27. März 2020 öffnet sich wieder der Vorhang für die Schultheatertage 2020.

Internationale Maifestspiele 2020
Mit einem Opernmeisterwerk von Richard Wagner eröffnen die Internationalen Maifestspiele 2020. Unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange und in der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg ist »Tristan und Isolde« zu erleben. Außerdem sind »Der fliegende Holländer« und »Der Rosenkavalier« unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange sowie »Elektra« mit Marius Stieghorst am Pult zu erleben. Die Publikumslieblinge »Carmen« und »Tosca« werden in Star-Besetzung dargeboten. Zu den Gastsolisten gehören u.a. Anja Harteros als Tosca und Marschallin, Daniela Fally als Sophie, Andreas Schager mit einem Debüt als Cavaradossi und als Tristan, René Pape im Wechsel mit Tobias Kahrer als König Marke, Catherine Foster als Isolde und Elektra, Egils Siliņš als Orest, Michael Volle als Holländer, Timo Riihonen als Daland, Lena Belkina als Carmen und Brandon Jovanovich als Don José. Das musikalische Spektrum bei den Konzerten reicht von Swing bis Barock: Mezzosopranistin Magdalena Kožená kommt mit Songs von Cole Porter nach Wiesbaden, begleitet von den Melody Makers. Das Ensemble Mattiacis und die Sopranistin Dorothee Mields präsentieren einen Barockabend.
Das Gesamtprogramm der Internationalen Maifestspiele mit Ballett-, Schauspiel-, Konzert-, Kinder- und Sonderprogramm wird im Frühjahr 2020 bekanntgegeben.

Tickets
Tickets für die Spielzeit 2019.2020 sind ab Dienstag, den 9. April 2019, um 10 Uhr an der Theaterkasse, telefonisch unter 0611.132 325 oder online unter www.staatstheater-wiesbaden.de erhältlich.
Der Vorverkauf für einige Veranstaltungen der Internationalen Maifestspiele 2020 beginnt ebenfalls am 9. April 2020, um 10 Uhr. Karten für alle Vorstellungen sind ab Frühjahr 2020 erhältlich.




Wiederaufnahme am 9. April 2019

Ab Dienstag, den 9. April 2018, um 19.30 Uhr, ist »Die Möwe«, ein Schauspiel von Anton Tschechow, wieder im Kleinen Haus des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden zu sehen. In Ingo Kerkhofs Inszenierung, deren »Aufrichtigkeit« und »Leichtfüßigkeit« von der Presse vielfach gewürdigt wurde, sind erneut Sólveig Arnarsdóttir, Kruna Savić und Paul Simon in den Hauptrollen zu sehen, Hanno Friedrich übernimmt neu die Rolle des Trigorin.

Mit »Die Möwe« schuf Anton Tschechow eine bizarre Tragödie und traurige Komödie zugleich – ein realistisches Stück, das sich stets zwischen Schwere und Leichtigkeit, Liebe und Leiden, Freude und Melancholie sowie Glückseligkeit und Schwermut bewegt.

Auf poetische, tragische und humorvolle Art und Weise zeigt Tschechow Menschen und ihre Sehnsüchte: Schriftsteller und Schauspieler, die neben der Liebe nach dem Sinn des Lebens und der Kunst suchen.


Regie Ingo Kerkhof Bühne Anne Neuser Kostüme Sonja Albartus Video Gérard Naziri Dramaturgie Katharina Gerschler

Irina Nikolajewna Arkadina, Schauspielerin Sólveig Arnarsdóttir Konstantin Gawrilowitsch Treplew, ihr Sohn  Paul Simon Pjotr Nikolajewitsch Sorin, ihr Bruder  Benjamin Krämer-Jenster  Nina Michailowna Saretschnaja, Tochter eines reichen Gutsbesitzers Kruna Savić  Ilja Afanasjewitsch Schamrajew, Gutsverwalter bei Sorin Atef Vogel Polina Andrejewna, seine Frau Sybille Weiser Mascha, seine Tochter Christina Tzatzaraki Boris Alexejewitsch Trigorin, Schriftsteller Hanno Friedrich Jewgenij Sergejewitsch Dorn, Arzt Michael Birnbaum Semjon Semjonowitsch Medwedenko, Lehrer Matze Vogel

Pressefotos stehen hier zum Download bereit:
http://www.staatstheater-wiesbaden.de/service/presse/pressefotos/produktionen/a-e/die-moewe/
Osterzeit ist Geschenkezeit: Das Hessische Staatstheater Wiesbaden bietet den Besucherinnen und Besuchern zu Ostern zwei Angebote:

»Theater-Ostereier«
Die Theater-Ostereier, die von Freitag, den 12. April 2019 bis Ostermontag, den 22. April 2019 für 18 Euro an der Theaterkasse im Großen Haus erworben werden können, enthalten zwei Tickets einer höheren Preisgruppe für eine Veranstaltung bis zum Ende der Spielzeit am Hessischen Staatstheater Wiesbaden. Eine limitierte Auflage der Theater-Ostereier ist vorab am Theaterstand auf dem Wiesbadener Ostermarkt am Samstag, den 6. April 2019 erhältlich. Für welche Vorstellung die Tickets gelten, bleibt eine Überraschung. Der Umtausch ist ausgeschlossen. Das Angebot gilt, solange der
Vorrat reicht.

»2 zu 1«-Aktion & High Tea im Café Blum
Zu jeder Opernkarte, die für die Ostervorstellungen am 20. bis 22. April 2019 im Großen Haus erworben wird, gibt es eine weitere Eintrittskarte gratis dazu.
Der Opernabend kann mit einem kulinarischen Angebot des Café Blum abgerundet werden.
Im Aktionszeitraum kann täglich ab 14 Uhr im Café Blum (Wilhelmstraße 60, 65183 Wiesbaden) »High Tea« zelebriert werden: Für 16,50 Euro pro Person wird eine Etagère mit Gebäck, Törtchen, Gurkensandwiches, Lachssandwiches, Pralinen sowie Tee oder Kaffee nach Wunsch gereicht.

»Alcina« | von Georg Friedrich Händel | Karsamstag, 20. April, 19.30 Uhr
»Tannhäuser« | von Richard Wagner | Ostersonntag, 21. April, 17.00 Uhr
»Die Meistersinger von Nürnberg« | von Richard Wagner | Ostermontag, 22. April, 17.00 Uhr
Am Montag, den 8. April 2019, um 19.30 Uhr lädt die Schauspielsparte gemeinsam mit der Gesellschaft der Freunde des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden e. V. zum Schauspielforum des Schauspiels »Der Club« ins Theaterfoyer ein.

Im Gespräch geben die beiden Hauptdarsteller Linus Schütz und Lina Habicht, Dramaturgin  Laura Weber sowie der Zuschauergast Dr. Roger Becker (Vorsitzender der Landsmannschaft Hercynia) Einblicke in die Produktion. Die Moderation übernimmt Helmut Nehrbaß.
Am Samstag, den 6. April 2019, um 15 Uhr und am Sonntag, den 7. April 2019, um 11 Uhr ist das Kammerkonzert für Kinder »Ein Kuchen für Elise« für Kinder ab fünf Jahren im Foyer des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden zu erleben.
Ein bisschen frech, manchmal sehr streng, aber vor allem »très charmante« kann Elise sein, wenn sie erzählt, wie ihr Freund Beethoven das berühmte Klavierstück für sie komponierte. Ein Boot und ein Kuchen waren irgendwie auch daran beteiligt.
Schauspielerin Chris Pichler erzählt die Geschichte gemeinsam mit Flötist Thomas Richter und Erika le Roux am Klavier.

Schauspielerin Chris Pichler
Flöte Thomas Richter
Klavier Erika le Roux
Am Sonntag, den 7. April 2019, um 16 Uhr findet das Schauspiel »Die Hauptsache«, eine Komödie von Nikolai Evreinov, im Kleinen Haus des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden statt. Das Theaterprojekt des Deutschen Gehörlosentheaters München ermöglicht  eine besondere Begegnung zwischen hörenden und gehörlosen Menschen. 

In »Die Hauptsache« stehen gehörlose und hörende Schauspielerinnen und Schauspieler gemeinsam auf der Bühne, um in ihrer jeweiligen Sprache die eigenen kulturellen Besonderheiten, aber auch Missverständnisse untereinander zu verhandeln.
Im zunehmenden Verlauf des Abends tritt die sprachliche Kommunikation zwischen den Figuren in den Hintergrund.
Programm:
Joaquin Turina Serenata op. 87
Sergei Aslamazyan Paganini-Variationen für Streichquartett
Anton Webern Langsamer Satz für Streichquartett
Ernst-Thilo Kalke Medley aus »Porgy and Bess«
Nikolai Kapustin Streichquartett Nr. 1 op. 88
Chiel Meijering (*1954) »Caixa de dolços«

Am Sonntag, den 24. März 2019, um 11 Uhr findet das 5. Kammerkonzert »Candybox« im Foyer des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden statt.

Beschwingtes aus Spanien, Variationen und Medleys für die Besetzung eines Streichquartetts: Ein gewisser Groove liegt sowohl Joaquin Turinas Serenata wie auch Nikolai Kapustins Streichquartett Nr. 1 zugrunde. Das gesetztere Thema Paganinis nimmt in Sergei Aslamazyans Variationen Fahrt auf, ein Medley aus Gershwins »Porgy and Bess« atmet den Soul, und der zeitgenössische Komponist Chiel Meijering öffnet seine musikalische Candybox »Caixa de dolços«.

Violine Igor Mishurisman, Anton Tykhyy
Viola Anastasiya Mishurisman
Violoncello Emanuela Simeonova

Sonntag, 24. März 2019
11 Uhr
Foyer Großes Haus
Eintritt 12 Euro