Sehr geehrte Damen und Herren, verehrte Konzertbesucher, werte Freundinnen und Freunde des Hessischen Staatsorchesters, liebe Wiesbadener,
ich begrüße Sie herzlich zur Konzertsaison 2017.2018 des Hessischen Staatsorchesters Wiesbaden und freue mich, Ihnen das Programm für meine erste Spielzeit als Generalmusikdirektor präsentieren zu dürfen.

Gemeinsam mit meinem Team habe ich ein Konzertprogramm für Sie zusammengestellt, das Sie erfreuen soll und gleichzeitig den außergewöhnlichen Eigenschaften des Hessischen Staatsorchesters gerecht wird. Ein Programm, das die Freude widerspiegelt, mit der sich unser Orchester Werken verschiedenster Stilrichtungen und Epochen nähert und ein neues Repertoire erarbeitet.

Sie werden Musik hören, die teilweise längere Zeit nicht mehr in Wiesbaden zu hören war – in Kombination mit Kompositionen, die erstmals im Konzertprogramm des Hessischen Staatsorchesters erscheinen. Sie werden junge Solistinnen und Solisten erleben, die am Anfang einer großartigen Karriere stehen. Ebenso freuen wir uns aber auch, gemeinsam mit etablierten Kolleginnen und Kollegen und musikalischen Freundinnen und Freunden auf der Bühne stehen zu dürfen. Sie werden kammermusikalisch besetzte Stücke ebenso hören wie Richard Strauss’ monumentale »Alpensinfonie«. Mit Bernhard Forck wird ein international renommierter Vertreter der historischen Aufführungspraxis mit einem eigenen Barockkonzert zu Gast sein, mit Oksana Lyniv eine der spannendsten jungen Dirigentinnen unserer Zeit. Ganz besonders freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit dem Chor der Stadt Wiesbaden und dem Chor des Hessischen Staatstheaters. In einem gemeinsamen chorsinfonischen Konzert werden wir neben Olivier Messiaens »Trois petites liturgies de la présence divine« auch Mozarts einzigartiges Requiem zur Aufführung bringen.

Wir präsentieren Ihnen ein Programm, das Musik aus vergangenen Epochen und aus unserer Gegenwart zu thematischen und klanglichen Positionen bündelt. Unsere Kombinationen sind eine Einladung an Ihre Neugierde und wollen zum Dialog anregen. Dieser beginnt bei uns in den Einführungsveranstaltungen mit Konzertdramaturgin Katja Leclerc, die nicht nur Hintergründe zu den einzelnen Werken liefern, sondern auch Künstler vorstellen sollen. Mich werden Sie dort vor jedem meiner Konzerte im Gespräch sehen. Erstmals wird es in dieser Spielzeit in der neuen Reihe »Nachlese« auch nach den Sinfoniekonzerten die Möglichkeit zum Austausch geben.

Aus nächster Nähe erleben Sie einzelne Musikerinnen und Musiker des Staatsorchesters in den Kammerkonzerten. Die großartige Konzertreihe der Kammermusikvereinigung des Hessischen Staatsorchesters wird auch in der Spielzeit 2017.2018 fortgesetzt.

Das Hessische Staatsorchester ist ein exzellentes Orchester. Doch was es wirklich außergewöhnlich macht: Es hat nicht einfach nur das richtige Ethos. Es ist ein interessiertes Orchester mit dem Herzen am richtigen Fleck. Es begeistert durch beseeltes Spiel, das nicht nur Sie als unser geschätztes Publikum beglückt, sondern ebenso uns alle. Das ist es, was Musik so besonders macht: das kollektive Erleben von etwas Einzigartigem.
Deswegen haben wir die Konzertsaison 2017.2018 mit dem großen Wort WIR überschrieben.
Denn WIR, die Musikerinnen und Musiker des Staatsorchesters und ich, sind IHR Orchester. Das Orchester der Stadt Wiesbaden und des Landes Hessen.

Das ist Freude, Ehre und Verpflichtung gleichermaßen. Und es erfüllt uns mit großem Stolz.

Ein großes Dankeschön allen Freunden und Unterstützern des Staatsorchesters: der Stadt Wiesbaden und dem Land Hessen, dem Förderverein des Hessischen Staatsorchesters, ohne den dieses Programm so nicht umsetzbar wäre, und nicht zuletzt Ihnen, dem geschätzten und gewogenen Konzertpublikum.

Wir freuen uns auf diese erste gemeinsame Spielzeit, in der wir jedes einzelne Konzert, jeden einzelnen Aufführungsabend zu etwas Besonderem machen wollen. Ich wünsche Ihnen und uns allen eine schöne, spannende und beglückende Spielzeit 2017.2018 und gerade in diesen weltpolitisch turbulenten Zeiten allzeit offene Ohren und ein weites Herz für die Schönheit der Musik.

Herzlichst,

Patrick Lange
Generalmusikdirektor

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