Rent
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Musical von Jonathan Larson
Buch Musik und Liedtexte von Jonathan Larson
Deutsch von Wolfgang Ardenberg
Wiederaufnahme am 06. September. 2008
Donnerstag, den 05.03.2009, 19.30 Uhr
Kleines Haus
Aufführungsdauer: 3 Stunden. Eine Pause.
_pricegroup C: 6,80-23,20 Euro
Musikalische Leitung
Frank Bangert/Joachim Braun
Regie/Choreografie
Bühne
Kostüme
Dramaturgie
 
Franziska Spring
Mit:
Roger Davis
Daniel Kegler
Marc Cohen
Rainer Maaß
Tom Collins
Norman Hofmann
Angel Dumott Schunard
Manuel Dengler
Benjamin Coffin
Christopher Niederelz
Mimi Marquez
Ann-Christin Fray
Joanne Jefferson
Felicitas Geipel
Maureen Johnson
Alexandra Fukazawa
Mr. Jefferson / Gordon / Kellner
Benjamin Muth
Paul / Mr. Grey / Mann
Aljoscha Zöller
Mann mit Autoputzer / Solist
Manuel Dengler
Verkäufer
Benjamin Muth
Schläger
Benjamin Muth
Streetdancer / Todesengel
Matthias Weißschuh
Pastor
Thomas Lascheit
Obdachlose
Ensemble des Jugendclubs
Polizisten
Madeleine Weise, Matthias Weißschuh, Jacqueline Reinhold
Mrs. Cohen
Kathrin Pattensen
Alexi Darling
Cindy Walther
Rogers Mutter / Frau in Decken / Händlerin
Christina Blum
Mimis Mutter
Sophia Schwarzkopf
Solistin / Mädchen / Mrs. Jefferson
Cindy Walther
Backroundgirls
Jacqueline Reinhold, Marie Ribaric, Ann-Christin Fray, Madeleine Weise, Sophia Schwarzkopf, Cindy Walther
Händler, Passanten, Kunden, Junkies, Gäste
Ensemble
,No day but today’

Dieses Lebensmotto, jeden Tag zu leben, als wäre es der letzte, vereint die Helden der Rockoper ‚Rent’.

Ein Haufen so genannter Bohemiens, die im New Yorker Künstlerviertel East Village in den pulsierenden 90er Jahren ihren Idealen nachjagen. Ein Musical übers Träumen, aber auch übers Scheitern.
Das Stück beginnt an einem Heiligabend und begleitet seine illustren Figuren über ein Jahr, zeigt ihre Bemühungen um Liebe, ihre trotzigen, von Optimismus geprägten Kämpfe gegen ihre widrigen Lebensumstände wie Trennung, Krankheit und Verlust.

Das Musical ‚Rent’, mittlerweile eines der erfolgreichsten Musicals aller Zeiten, hatte 1996 Premiere. Es wurde von der Kritik als revolutionärer neuer Impuls für das amerikanische Musiktheater gefeiert und als ,Hair’ der 90er Jahre umjubelt. Als Portrait einer ‚Lost Generation’ wurde das Werk mit dem renommierten Pulitzer Preis als bestes Drama und mit zahlreichen Tony Awards, unter anderem als bestes Musical, ausgezeichnet. Durch seine beklemmende Authentizität und seine grandiose Musik wurde es bald zum Kultstück. Larsons Partitur formt aus Elementen des Hardrock, Pop, Soul, Gospel und Salsa mitreißende Ensemblenummern und berührende oder leidenschaftliche Balladen. Der Song ‚Seasons of Love’ wurde nicht zuletzt auch durch Stevie Wonders Interpretation zum Showstopper.

Das jugend-club-theater, das in der Spielzeit 07/08 sein zwanzigjähriges Bestehen feierte, konnte sich die Rechte für dieses mitreißende Musical als erste Stadttheaterproduktion sichern.

Iris Limbarth, die das jugend-club-theater seit 2000 leitet, hat sich mittlerweile einen Namen als Musicalregisseurin gemacht und inszeniert unter anderem an den Theatern Bielefeld, Nordhausen, Wilhelmshaven und Memmingen.
Damit es nicht zu rührselig wird, hat Autor Jonathan Larson sein Musical, das Motive der Pucci-Oper ‚La Bohème’ aufgreift, zu einer schrägen Rockoper verarbeitet. Hinsichtlich deren gesanglicher Umsetzung sind es eindeutig die weiblichen Mitglieder des Jugendclubs, die zur Live-Musik der Band unter Leitung von Frank Bangert Glanzleistungen liefern: Allen voran Charlotte Thompson, die nicht nur die Entwicklung Mimis von der verführerischen Raubkatze zum verzweifelt liebenden Mädchen überzeugend darstellt. Felicitas Geipel und Wasilena Georgieva liefern sich ein gesanglich beeindruckendes Kräftemessen als lesbisches Pärchen, das um die Kontrollposition in der Beziehung ringt. Doch auch Björn Sauer ist stimmlich weit vorn, er verkörpert treffsicher den Philosophen Tom Collins, der die Drag Queen Angel liebt. Das ist nicht schwer nachzuvollziehen, denn Tim Speckhardt beweist in dieser Rolle nicht nur Mut zu hohen Absätzen, Perücke und Minirock, sondern spielt derart bezaubernd, dass er einer der heimlichen Stars der Inszenierung ist. Viel Applaus und Standing Ovations für die junge Darstellerriege und das altbewährte Produktionsteam.

Wiesbadener Kurier, 01.09.2007


Sie machen ihre Sache gut, die zwischen 15 und 28 Jahre alten Darsteller des jugend-club-theaters, (...). Die mitreißendsten Stimmen, denen es in einigen Momenten sehr gut gelingt, der Angst der East-Village-Bohemiens vor einem Tod durch Krankheit und einem Leben ohne Liebe Ausdruck zu verleihen (...). Bei den Hauptdarstellern kann vor allem Charlotte Thompson als Mimi Marquez, eine drogensüchtige Tänzerin, die sich in den HIV-infizierten Rocksänger Roger Davis (Daniel Kegler) verliebt, mit ihrem feinsinnigen Gesang überzeugen. (...) Dem mit dem Pulitzer Preis ausgezeichneten Musical (...) dankte das Premierenpublikum mit Standing Ovations.

Frankfurter Rundschau, 03.09.2007


Eigentlich müssten die Gäste anderer Theater Schlange stehen, um in Wiesbaden zu lernen, wie man es richtig anpackt mit einem Jugendclub. Derlei Angebote gibt es viele, das am Wiesbadener Staatstheater ist besonders erfolgreich: Die Aufführungen erreichen eine hohe professionelle Qualität, laufen als vollwertige Eigenproduktion im Spielplan und begeistern auch ein Publikum, in dem nicht nur die Freunde und Verwandten sitzen. Vor zwanzig Jahren wurde der Wiesbadener Jugendclub gegründet. Sein Beitrag zum Jubiläumsjahr ist das Musical ‚Rent’ in einer Inszenierung, die alle Tugenden dieses Projektes in sich vereinigt. Jonathan Larsons moderne Version des ‚La Bohème’-Stoffes, angesiedelt in einem von Drogen und Aids beherrschten Künstlermilieu im New York der neunziger Jahre, wird frisch und temporeich auf die Bühne gebracht. So sieht das Publikum, das jede Nummer bejubelt, über zweidreiviertel Stunden einen attraktiven Bilderbogen (...) und vor allem eine Fülle starker Darsteller, die selbst kleinere Rollen noch verblüffend ausgestalten. Rainer Maaß als Jungfilmemacher Mark Cohen führt lässig durchs Programm, Daniel Kegler spielt den melancholischen Rockmusiker Roger, Björn Sauer den Philosophen Collins, Tim Speckhardt wird in der Travestie-Rolle der Drag Queen Angel Liebling auch des gesetzteren Publikums sein, Christopher Niederelz gibt genüsslich den Fiesling, der sich im Sinne der lebensfrohen Botschaft zum Guten bekehren lässt. Einen Funken der Begeisterung, die diesen Abend auf der Bühne trägt, wünscht man mancher Profi-Produktion.

Darmstädter Echo, 1.9.2007


Das 30-köpfige Ensemble mit einigen neuen Gesichtern ist enorm spielfreudig, hochmotiviert und stimmlich hervorragend aufgestellt. Eine Glanzleistung liefert die Band um Frank Bangert: Ihr Rock vibriert, ihr Pop fetzt, ihr Soul glüht. Für das 20-jährige Jubiläum ist dieses ‚Rent’ eine insgesamt würdige Produktion.

Main-Echo, 1./2.09.2007


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