Die Zauberflöte
Oper von Wolfgang Amadeus Mozart
Libretto von Emanuel Schikaneder
Großes Haus
Aufführungsdauer 3 Stunden 15 Minuten. Eine Pause
Tamino findet sich in einer märchenhaften Welt wieder. Er soll Pamina, die Tochter der sternenflammenden Königin, aus der Gewalt eines Bösewichts befreien. Der Vogelfänger Papageno steht ihm zur Seite. Als sie in das Reich des vermeintlichen Tyrannen Sarastro eindringen und Pamina unversehrt vorfinden, erkennt Tamino, dass ihm die Königin nicht die Wahrheit gesagt hat. Sarastro ist kein Unmensch, sondern steht einer Priesterschaft vor, die sich für Vernunft, Natur und Weisheit einsetzt.
Mozarts Zauberflöte ist sinnbildhaft-poetisches Welttheater aus dem Geist der Aufklärung. Taminos beschwerliche Reise ist als Erziehungsweg gestaltet, er findet aus kindlicher Unwissenheit heraus in die Reife des Erwachsenen-Alters und lernt die Liebe kennen.
‚Eiszeit in der Märchenwelt... aparte Zauberflöte am Staatstheater Wiesbaden’ (Wiesbadener Tagblatt)
Auch musikalisch ist die Wiesbadener, von Wolfgang Ott geleitete ‚Zauberflöte’ auf der sicheren Seite: Fulminant wie bei Händel klingen die Chöre; auch optisch prachtvoll herausgeputzt sind die ‚drei Damen’, die vom Mainzer Domkapellmeister Mathias Breitschaft einstudierten Domsingknaben (‚Drei Knaben’) leisten Beachtliches. Erfreulich auch die angenehm homogene Solistengruppe: Annette Luig ist eine ‚klassische’, herzallerliebste Pamina mit wunderschön wallendem blondem Haar und schönem Sopran; Thomas de Vries ist als Papageno der glaubhafte, witzige Inbegriff des lebensfrohen Naturburschen. Guido Jentjens, ein überaus imposanter ‚Eisheiliger’, singt den Sarastro mit profundem, volltönigem Bass; und Cornelia Götz, furiose, blutrot gewandete Königin der Nacht, ihre Höllenarie dynamisch sehr zurückgenommen, aber bravourös und mit präzisen Intervallen.
Wiesbadener Tagblatt
Verdienter Publikumsliebling war der Wiesbadener Neuzugang Thomas de Vries als pubertär-trotziger Papageno, dem Thora Einarsdottir als Papagena eine ebenbürtige Partnerin war.
Frankfurter Rundschau
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