6. Sinfoniekonzert
Mi, 17.04.2024 im Kurhaus 19:30
18:45 Einführung im Friedrich-von-Thiersch-Saal

»Wie kann Musik von Abschied sprechen?« Dieser Frage stellte sich der Darmstädter Komponist Alois Bröder in seinem Werk »Adagio«, das er als sein persönlichstes Werk bezeichnet. Der Titel stellt das Werk bereits in die Tradition der Adagios von Bruckner und Mahler. Im 6. Sinfoniekonzert führt das Hessische Staatstheater Wiesbaden Bröders Werk auf, gerahmt von Dmitri Schostakowitschs »Suite für Varieté-Orchester« - bekannt durch den in zahlreichen Filmen wie etwa »Eyes Wide Shut« zitierten Walzer - und einen Klassiker des Konzertrepertoires: Modest Mussorgskis "Bilder einer Ausstellung« in der farbenreichnen Orchestrierung von Maurice Ravel.

Der tschechische Dirigent Jiří Rožeň hat sich in kurzer Zeit den Ruf eines führenden Dirigenten auf dem Gebiet der zeitgenössischen Oper erarbeitet. Sein hochsensibles Dirigat begeistert international. Der ursprünglich angekündigte Dirigent Michael Güttler musste aufgrund einer kurzfristigen Erkrankung seine Mitwirkung am 6. Sinfoniekonzert absagen. Für ihn übernimmt Jiří Rožeň, der damit beim Hessischen Staatsorchester debütiert.

Das Konzert wird aufgezeichnet und zeitversetzt im Radioprogramm des hr2 gesendet.

Nur noch zwei Mal! » SZENENWECHSEL«
Am 13.4.2024 zu Arthur Schnitzlers »Komödie der Worte« und am 2.6.2024 zur Romanadaption von Michel Houellebecqs »Vernichten«

Die Reihe SZENENWECHSEL (eine Kooperation der Theatergemeinde Wiesbaden e.V. mit der Katholischen Erwachsenenbildung Wiesbaden und der Akademie Rabanus Maurus Frankfurt) bietet seit Jahren intensive Einführungen zu ausgewählten Inszenierungen des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden. Im ausführlichen Dialog mit den Teilnehmenden erörtern die jeweiligen Stückdramaturg:innen und der Theologe Dr. Stefan Scholz Hintergründiges, Vordergründiges und Bemerkenswertes zu den Inszenierungen. Ausgehend von Fragen zu Weltanschauung, Religion, Ethik, Philosophie, Zeit- und Ideengeschichte, Politik etc. reflektieren und überprüfen wir gemeinsam die Inszenierungen und Stoffe auf aktuelle und zeitlose Diskurse.

Die Veranstaltung ist sowohl eine ideale Vorbereitung als auch Nachbesprechung für den Theaterbesuch und in jedem Fall ein bereichernder Austausch.

»Komödie der Worte«
Stunde des Erkennens – Das Bacchusfest – Große Szene
Von Arthur Schnitzler
Samstag, 13.4., 18 Uhr
Mit Anika Bárdos und Dr. Stefan Scholz

»Vernichten«
Nach dem Roman von Michel Houellebecq
In einer Bühnenfassung von Sophia Aurich
Sonntag, 2. Juni, 18 Uhr
Mit Marie Johannsen und Dr. Stefan Scholz

Theaterkasse: Telefon 0611.132 325 | E-Mail: vorverkauf@staatstheater-wiesbaden.de | www.staatstheater-wiesbaden.de Abo-Büro: Telefon: 0611.132 340 | Gruppenbüro: Telefon 0611.132 300 | gruppenticket@staatstheater-wiesbaden.de
Pressekartenwünsche bitte an n.tharau@staatstheater-wiesbaden.de

Wiederaufnahme »Der zerbrochne Krug«

In Uwe Eric Laufenbergs Inszenierung des »Zerbrochnen Krugs« von Heinrich von Kleist gibt es etwas zu erleben, was Seltenheitswert besitzt: Das Publikum wird Zeuge eines sozusagen »reinen« Theaterabends. Der Text wird ungekürzt gespielt, es kommen keine Fremdtexte zum Einsatz, nicht einmal Video oder Musik. Einfach Kleist pur. Bei der Kritik löste das nach der Premiere mal erfreutes, mal befremdetes Staunen aus: »Die Kraft der Kleist-Sprache« wirke hier »enorm«, schrieb etwa die Frankfurter Rundschau, »nichts erscheint überflüssig«. Von der »ersten bis zur letzten Minute« sei es »ein Vergnügen, den brillant dahingleitenden Blankversen Kleists zu lauschen«, bemerkte die Frankfurter Allgemeine. Und die Offenbach Post meinte, dass es vielleicht »öde wäre, wenn das Theater ausschließlich Dinge von dieser Art hervorbringen würde«, um letztlich doch einzuräumen: »Ein Theaterabend, der viel für sich hat.«

Für drei Vorstellungen kehrt »Der zerbrochne Krug« – sicherlich eine der eindrücklichsten Schauspielarbeiten Laufenbergs aus seiner Wiesbadener Zeit – noch einmal auf die Bühne des Kleinen Hauses zurück. Michael Birnbaum wird wieder den nie um eine Ausrede verlegenen Dorfrichter Adam geben, Lena Hilsdorf die Eve, und Uwe Kraus wird als Gerichtsrat Walter erneut Licht ins heillos verfahrene Gerichtsverfahren zu bringen versuchen. Das Ganze ist aber nicht zuletzt, wie der »Wiesbadener Kurier« herausstellte, eine »herausragende Ensembleleistung«. Ob man Kleist jemals wieder so hundertprozentig auf der Bühne sehen wird?

Inszenierung Uwe Eric Laufenberg, Bühne, Kostüme Rolf Glittenberg
Mit Michael Birnbaum; Uwe Kraus, Paul Simon, Lena Hilsdorf, Lukas Schrenk, Benjamin Krämer-Jenster, Evelyn M. Faber, Mira Benser, Sophie Pompe, Elke Opitz, Andreas Jolk, Wolfgang Behrens

Veranstaltung »Latte« wird vom 12. März auf den 25. April 2024 verschoben

Die für den 12. März 2024 angekündigte Foyer-Veranstaltung »LATTE« muss auf den 25. April 2024 verschoben werden. Da sich die ursprünglich vorgesehene Besetzung mit Hans-Joachim Heist und Uwe Eric Laufenberg aus bekannten Gründen zerschlagen hat, wurde die Verschiebung notwendig, um der Dramaturgen-Legende Hermann Beil (über Jahrzehnte hinweg engster Mitarbeiter von Claus Peymann und seit vielen Jahren zudem erfolgreich als Regisseur und Rezitator tätig) die Teilnahme zu ermöglichen.

Einem vielfach an uns herangetragenen Wunsch entsprechend, wird auch der Untertitel des Abends geändert. Statt bisher »Korrespondenz mit einem Redakteur« lautet er nun »Zur Vernunft der reinen (Theater-)Kritik«. Ansonsten bleibt es bei der inhaltlichen Ausrichtung, wie sie aktuell auf der Website des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden zu lesen ist: »Kritik ist ein wesentlicher Bestandteil des künstlerischen Diskurses. Die Zeiten freilich, in denen der öffentlich inthronisierte Großkritiker gewissermaßen das letztinstanzliche ästhetische Urteil sprach, sind vorbei. Kritik selbst ist kritikwürdig, was sie nicht entwertet, sondern nobilitiert. An diesem Abend wird aus Kritiken gelesen – und es wird darauf geantwortet.« Oder in nuce: Kritik versteht sich als Mess-Latte, aber wer kritisiert die Kritik?

Dass es dabei auch um ehemalige Intendanten gehen wird, steht weiterhin außer Zweifel. Nicht zuletzt aber wird die Veranstaltung eine Antwort auf die Frage liefern, ob die Pressefreiheit dem auf sie befürchteten Angriff standhalten wird – oder eben nicht.

Bereits erworbene Karten behalten ihre Gültigkeit, können aber auch umgebucht oder erstattet werden.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: https://www.staatstheater-wiesbaden.de/programm/spielplan/2024-03/latte/10297/
Theaterkasse: Telefon 0611.132 325 | E-Mail: vorverkauf@staatstheater-wiesbaden.de | www.staatstheater-wiesbaden.de Abo-Büro: Telefon: 0611.132 340 | abonnement@staatstheater-wiesbaden.de Gruppenbüro: Telefon 0611.132 300 | gruppenticket@staatstheater-wiesbaden.de

Pressekartenwünsche bis zum 23. April 2024 bitte an n.tharau@staatstheater-wiesbaden.de

Der Extrachor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden unter der Leitung von Chordirektor Albert Horne sucht für die Opernproduktionen der Spielzeit 2024/2025 noch spielfreudige, motivierte und engagierte Sänger (Tenor und Bass).

Das Vorsingen findet im März 2024 im Hessischen Staatstheater Wiesbaden statt. Interessierte Sänger richten ihre Bewerbung bitte unter Angabe des Stimmfachs und der musikalischen Vorbildung bis zum 29. Februar 2024 an die Inspizientin des Extrachors, Frau Ulrike Dautzenberg, unter ulrike.dautzenberg@web.de.

Schultheatertage 2024 finden vom 11. März bis 15. März statt

»Licht aus, Spot an« und Bühne frei für die Schultheatertage 2024, die in diesem Jahr vom 11. März bis 15. März 2024 stattfinden. Am Montag, den 11. März 2024, um 12 Uhr werden sie im Kleinen Haus des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden feierlich eröffnet.

In Zusammenarbeit mit der Theaterpädagogik des Hessischen Staatstheaters veranstaltet das Kulturamt ein mehrtägiges Theaterfestival, auf dem Theatergruppen aus Wiesbaden und Umgebug neben Theaterklassikern auch eigene Inszenierungen auf den Bühnen des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden präsentieren. Die Schultheatertage erfreuen sich auch dieses Jahr über eine bunte Vielzahl an Anmeldungen und ungebrochenem Zuspruch auch über die Stadtgrenzen hinaus.

Der Schlussakt der Schultheatertage findet am Freitag, den 15. März 2024, um 19 Uhr im Studio des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden statt, wo auch der Festivalfilm gezeigt wird. Um Anmeldung unter: theaterpaedagogik@staatstheater-wiesbaden.de wird gebeten.

Gruppenbuchungen über das Gruppenbüro unter: E-Mail:gruppenticket@staatstheater-wiesbaden.de | Telefon 0611 132 300

Karten erhältlich unter: Telefon 0611.132 325 | E-Mail: vorverkauf@staatstheater-wiesbaden.de | www.staatstheater-wiesbaden.de

Wiesbaden. Leo McFall wird ab der Spielzeit 2024/25 zeitgleich mit dem Beginn der Doppelintendanz von Dorothea Hartmann und Beate Heine neuer Generalmusikdirektor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden. Der britische Dirigent ist derzeit Principal Conductor des Thessaloniki State Symphony Orchestra und Chefdirigent des Symphonieorchesters Vorarlberg.

»Voodoo Waltz« Am Donnerstag, 25.1.2024 um 19.30 Uhr im Großen Haus.

Von der Droge Leben und der Elegie der Epilepsie

Einmaliges Gastspiel des Schauspielhauses Bochum mit einem überragenden Ramon John vom Hessischen Staatsballett am 25. Januar im Großen Haus

»Eine ebenso furiose wie wilde Mixtur aus Tanz und Schauspiel ist „Voodoo Waltz“. Viel Applaus bei der Premiere im Schauspielhaus Bochum am Samstag.« Tom Thelen, Ruhr Nachrichten

Dass die choreografischen Überflieger Imre und Marne van Opstal und der Tänzer Ramon John eine starke Allianz im zeitgenössischen Spitzentanz sind, zeigte nicht zuletzt die Erfolgskreation »Iʼm afraid to forget your smile« des Hessischen Staatsballetts in der vergangenen Spielzeit.

Mit einem internationalen Cast von Tänzer:innen – darunter Ramon John – und drei Schauspieler:innen des Bochumer Ensembles bringt das Geschwisterpaar van Opstal das literarische Werk »Voodoo Waltz for Epileptics / Hypergraphic Pilgrimage in 36 Hours« von Janja Rakuš nun einmalig auf die Bühne des Großen Hauses im Hessischen Staatstheater Wiesbaden.

In dem schwindelerregenden Werk entwirft die slowenische Autorin, poetisch und brutal, eine zerrissene Welt inmitten des Amsterdamer Rotlichtviertels, bestehend aus Algorithmen, kollektiver Einsamkeit und unerfüllten Sehnsüchten. Es treffen sich hier, fast schicksalhaft, die ehemalige Anwältin Ivana und die Sexarbeiter:innen Orfan und Kinga sowie der Schützling Wilhelm.

Imre und Marne van Opstal nutzen die Kraft der Sprache und Opulenz der Bilder, um den Widersprüchen und heimlichen Sehnsüchten der Figuren auf den Grund zu gehen. Die bizarre Welt, in die das Ensemble eintaucht, scheint wie geschaffen für ihre vielschichtigen, surrealistischen und kraftvollen Choreografien. Es erwartet das Publikum ein Rausch der Berührung und Bewegung, ohne dabei den Verstand und Humor zu verlieren.

Bei der Premiere am vergangenen Samstag am Schauspielhaus Bochum weiß neben der phänomenalen darstellerischen Leistung des niederländischen Starschauspielers Pierre Bokma vor allem Ramon John Publikum und Kritik zu begeistern:

»Ramon John, vom Hessischen Staatsballett geborgter Tänzer, knapp bekleidet, wirkt mit seinen langen Gliedmaßen und den recht breiten knöchernen Schultern wie ein Avatar. Ein Geist, der sich später am Boden faltet, biegt und reckt, wie er es schon in „I’m afraid to forget your smile“ der Opstals in Wiesbaden-Darmstadt vollführte, das 2023 für den FAUST nominiert wurde. Er demoliert das Ebenmaß, als suche er etwas Wahrhaftigeres, Gutes, als grabe er.« Melanie Suchy, Die Deutsche Bühne

Für das einmalige Gastspiel im Großen Haus des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden an diesem Donnerstag, 25. Januar gibt es noch Tickets.

INHALTSHINWEIS

Wir empfehlen den Vorstellungsbesuch ab einem Alter von 16 Jahren, da es in der Inszenierung Szenen mit expliziter Sprache bezogen auf sexuelle Handlungen gibt.


Regie & Choreografie Imre und Marne van Opstal

Mit Chloé Albaret, Pierre Bokma, William Cooper, Francesc Nello Deakin, Boston Gallacher, Stacyian Jackson, Ramon John, Emilie Leriche, Meng-ke Wu

Weitere Informationen erhalten Sie unter: https://www.staatstheater-wiesbaden.de/programm/spielplan/2024-01/voodoo-waltz/10185/

Theaterkasse: Telefon 0611.132 325 | E-Mail: vorverkauf@staatstheater-wiesbaden.de | www.staatstheater-wiesbaden.de Abo-Büro: Telefon: 0611.132 340 | abonnement@staatstheater-wiesbaden.de Gruppenbüro: Telefon 0611.132 300 | gruppenticket@staatstheater-wiesbaden.de

Pressekartenwünsche bis zum 24. Januar 2024 bitte an presse@staatstheater-wiesbaden.de

10.01.2024

Widerspruch

Entgegnung zur PM von Kulturstaatssekretärin Ayse Asar und Kulturdezernent Dr. Hendrik Schmehl vom 9. Januar 2024

Man kann es leider nur als komplettes politisches Versagen ansehen, wenn die Staatssekretärin Asar und der Kulturdezernent Schmehl statt mit den betroffenen Leitungsmitgliedern und Künstler:innen des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, die sich in ihrer Not an sie gewandt haben, zu reden und sich die Situation im Theater wirklich vor Augen zu führen, eine öffentliche Erklärung abgeben, die in keiner Weise den Tatsachen entspricht.

Es wird behauptet: »Weder für eine temporäre Schließung des Hauses noch für die bereits vorgenommenen Absagen einzelner Proben und Aufführungen gibt es irgendeinen Grund.« Das ist falsch. Die Geschäftsleitung des Hessischen Staatstheaters stellt weder Künstlerverträge aus noch besetzt sie für den Spielbetrieb notwendige Stellen. Dazu fordert das Ministerium, völlig grundlos Produktionen zu streichen. So wird die szenisch fertig probierte und sehr gut verkaufte Wiederaufnahme »Otello« völlig unnötig gestrichen und wird vorerst ausfallen. Der finanzielle, künstlerische und menschliche Schaden ist beträchtlich. Dies wird vom Ministerium nicht nur billigend hingenommen, sondern geradezu herbeigeführt. Damit schafft das Ministerium auch die künstlerische Freiheit endgültig ab und greift in Kompetenzen ein, die der Politik nicht zustehen.

Das ist ein markanter Rechtsbruch in unserer freiheitlichen Demokratie.

Dass das Staatstheater Wiesbaden zurzeit vollständig handlungsunfähig ist, ist offenbar und von den Trägern willkürlich herbeigeführt, vor allem, indem die seit mehreren Monaten durch Krankheit vakante Position des Geschäftsführenden Direktors nicht besetzt wird, was aber in dem Statement der Träger geleugnet wird. Stattdessen greift eine auf zwei Personen verteilte, dysfunktionale Vertretungsregelung, die in einen völligen Stillstand geführt hat.

Der Schaden, der dem Theater zugefügt wird, entsteht nicht durch die künstlerische Leitung, die den Spielbetrieb bisher mit größtem Engagement unter den widrigsten Bedingungen aufrechterhalten hat, sondern durch die Führung des HMWK, die den Spielplan, wie es die Pressemitteilung durchaus auch erkennen lässt, sinnlos zerstören will. In einem so noch nicht dagewesenen Ausmaß sollen Produktionen gestrichen werden, die bereits im Verkauf sind und für die mit allen Künstler:innen verbindliche Absprachen getroffen wurden. Es wird so nicht ein Euro gespart, sondern im Gegenteil, schon gezahlte Eintrittsgelder müssen zurückgezahlt werden, Publikum wird völlig unnötig verärgert, Abonnements werden zerstört, Gruppenreiseveranstalter, die wichtige Vertragspartner des Hauses sind, werden verprellt, Künstler völlig unverantwortlich im Nichts hängen gelassen. In einem Theater, das Kosten produziert, aber nicht spielen darf, werden Steuergelder sinnlos vernichtet.

Ayse Asar und Dr. Hendrik Schmehl fordern ein, »sich an Recht und Gesetz zu halten« und treten es gleichzeitig mit Füßen.

Auch die Behauptung, der Rechtsträger oder die Geschäftsleitung könnte »nötigenfalls ohne Zustimmung des Intendanten handeln«, ist falsch und rechtswidrig. Dienstanweisungen, die den künstlerischen Betrieb betreffen, müssen zwingend von beiden Teilen der Bühnenleitung gezeichnet sein, also auch vom Intendanten. Darüber hinaus hat die künstlerische Leitung den Trägern vielfach stichhaltig dargelegt, dass die Streichung dieser Produktionen nicht geeignet ist, Geld einzusparen. Auf diese Argumentation haben die Träger jedoch wiederholt nicht reagiert.

An der völlig sinnfreien, unrechtmäßigen Dienstanweisung eines sich im Krankheitsstand befindlichen Geschäftsführers festhalten zu wollen, ist somit komplett absurd. Das Ministerium und der Hauptpersonalrat haben den Spielbetrieb nun komplett lahmgelegt und dieses alleine zu verantworten. Dass »alle anderen Proben jedoch stattfinden (können), da sie nicht von der Anweisung betroffen sind, auch Verträge zu den nicht gestrichenen Produktionen selbstverständlich geschlossen werden (können)«, entspricht nicht der Realität. Es werden auch für viele weitere Proben und Aufführungen keine Verträge ausgestellt. Dafür gibt es eine erhebliche Anzahl an Zeugen, der Dirigent Michael Güttler hat sich dahingehend auch schon öffentlich geäußert.

»Für den Schaden, der durch ihr Verhalten dem Theater entsteht – sowohl im Ansehen als auch finanziell« – sind die Träger aus Land und Stadt, vor allem das HMWK, durch ihre Handlungsweise, die am zerstörerischen Kurs des Geschäftsführenden Direktors festhält, voll und alleinig verantwortlich.