Das Theatertreffen der Spielclubs und Bürger:innenensembles im Rhein-Main-Gebiet
Nach der ersten Ausgabe des LOCAL PLAYERS Festivals 2019, damals ausgerichtet vom Staatstheater Darmstadt, findet in diesem Jahr das Theatertreffen der Bürger:innenensembles, Theaterwerkstätten und -clubs der Stadt- und Staatstheater am Hessischen Staatstheater Wiesbaden in der Wartburg statt.
Vom 03.06. bis 05.06.2022 präsentieren Spieler:innen, Tänzer:innen und Performer:innen ihre Art, Theater zu machen in Aufführungen und Werkschauen. Darüber hinaus wird es ein Rahmenangebot mit Workshops, Gesprächsformaten und weiteren Möglichkeiten zum Austausch geben.

Folgende Theater nehmen dieses Jahr mit ihren nicht professionellen Ensembles am LOCAL PLAYERS Festival teil: Staatstheater Darmstadt, Hessisches Staatsballett, Staatstheater Mainz, Stadttheater Rüsselsheim und das Hessisches Staatstheater Wiesbaden.

Das Festivalprogramm wird mit einer feierlichen Eröffnung am Freitag, den 03.06.2022 um 16.00 Uhr beginnen.
Danach folgen eine Werkschau des »Theaterclub 16+« des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden und die Präsentation des diesjährigen Tanzklubs des Hessischen Staatsballetts.
Am Samstag, den 04.06.2022 werden neben Gesprächs- und Austauschformaten auch Präsentationen des Spielclubs Mainz und des Jungen Ensembles Rüsselsheim zu sehen sein. Den Tag wird die Performance des Bürger:innen-Ensemble des Staatstheaters Darmstadt beenden.
Am Sonntag, den 05.06.2022 folgen noch die Präsentation des »Mitmachen-Mittwoch« des Staatstheaters Mainz und eine Vorstellung der Theaterwerkstatt des Staatstheaters Darmstadt, bevor das Festival mit einem gemeinsamen Abschluss im Festivalzentrum abgerundet wird.

Das Festival ist eine geschlossene Veranstaltung. Pressevertreter:innen sind dennoch bei allen Veranstaltungen, insbesondere der Eröffnung, herzlich willkommen und gerne gesehen. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an presse@staatstheater-wiesbaden.de.

Das detaillierte Programm in zeitlicher Abfolge:

Freitag, 03.06.
16.00 Uhr Offizielle Eröffnung des LOCAL PLAYERS Festivals 2022
17.30 Uhr Werkschau des Theaterclub 16+ - Hessisches Staatstheater Wiesbaden
Der Theaterclub 16+ erforscht die unterschiedlichen Aggregatszustände unseres Körpers und vor allem unseres Gefühlslebens. Was ist es, das uns nicht kalt lässt, das uns berührt?
19.00 Uhr Werkschau des Tanzklubs - Hessisches Staatsballett– »Gewächse«
Etwas wächst zusammen. Etwas verwächst sich. Gewächse sind Entstehungen, Wucherungen, wilde Bewegungen.
20.00 Uhr Abschluss im Festivalzentrum


Samstag, 04.06.
13.30 Uhr Werkschau des Jugendclubs - Staatstheater Mainz - »In meinem Kopf ist immer irgendwie ok so«
Sechs Wochen Sommerferien stehen vor der Tür – endlich Freiheit!? Gemeinsam mit den Spieler:innen des Jugendclub springen wir mitten hinein in die Zeit voller Hoffnungen, Aufbruchsstimmung und Tatendrang.
15.00 Uhr Ausschnitte des Jungen Ensembles - Theater Rüsselsheim - »Eine kleine Zukunftsmusik«
Im Projekt »Zukunftsmusik«, das im Februar in Rüsselsheim Premiere hatte, haben wir mit Lust am Scheitern erprobt, wie wir gerne hätten, dass Zukunft klingt.
16.30 Uhr LOCAL SPEAKERS – 45 Minuten Gesprächsformat

17:30 Uhr Werkschau des Bürger:innen-Ensembles - Staatstheater Darmstadt - »Ich hab mich für dich nackt gemacht«
Ich fühle. Du fühlst. Sie, er, mensch fühlt. Sie fühlen. Wir alle fühlen füreinander und ohneeinander. Zuweilen auch miteinander.
18.30 Uhr Abschluss im Festivalzentrum

Sonntag, 05.06.
15.00 Uhr Werkschau des Mitmachen-Mittwoch - Staatstheater Mainz - »Best of – bis dahin«
Jeder Mittwoch ist anders: Impro, Shakespeare, Clown oder Tanz, alles kann passieren am Mitmachen-Mittwoch. Und so wird auch diese kurze Präsentation eine Wundertüte, eine Einladung an alle: Einfach Mitmachen!
17.30 Uhr Vorstellung der Theaterwerkstatt - Staatstheater Darmstadt - »Sex«
Sex, die schönste Nebensache der Welt, wie man so schön sagt. Oder auch die vielleicht intimste, direkteste Form des menschlichen Miteinanders.
19.30 Uhr Abschluss des Festivals – Rückblick, Ausblick und Abschied


Akkreditierungswünsche bitte bis zum 30. Mai 2022 an presse@staatstheater-wiesbaden.de
Programmveröffentlichung – Spielzeit 2022.2023

I. Überblick
II. Oper
III. Schauspiel
IV. Konzerte
V. Ballett
VI. JUST
VII. Service und Informationen zum VVK
VIII. Ausblick

Im Rahmen der heutigen Pressekonferenz stellte Intendant Uwe Eric Laufenberg zusammen mit den Spartenleitern das Programm der Spielzeit 2022.2023 am Hessischen Staatstheater Wiesbaden vor.

I. Überblick
In der neuen Spielzeit stehen in der Opernsparte sechs Neuinszenierungen und neun Wiederaufnahmen auf dem Programm. Mit der modernen Oper »Oryx and Crake« nach dem Roman der kanadischen Autorin Margaret Atwood präsentiert das Hessische Staatstheater Wiesbaden ein Auftragswerk des Komponisten Søren Nils Eichberg, der bereits 2017 mit »Schönerland« eine Oper für das Hessische Staatstheater Wiesbaden geschrieben hat. Einen Premieren-Doppelabend gibt es mit Janáčeks Opern »Die Sache Makropolus« und »Aus einem Totenhaus«. Es ist das erste Mal, dass die beiden letzten Opern Janáčeks als Tableau menschlicher Existenz miteinander verwoben werden. Regie führt Nicolas Brieger.

Die Märchenoper »Rusalka« des böhmischen Komponisten Antonín Dvořák wird von Olesya Goloveneva, die auch die Titelrolle singt, in Zusammenarbeit mit der Regisseurin und Bühnenbildnerin Daniela Kerck inszeniert. Mit Beethovens »Fidelio«, gibt auch Evelyn Herlitzius, eine der herausragenden Leonoren-Interpretinnen, ihr Regiedebüt.Beide Inszenierungen werden die Werke aus der Sicht der weiblichen Protagonistinnen erzählen. Außerdem wird Franz Lehárs Operette »Die lustige Witwe« in einer Neuinszenierung aufgeführt.

Die Schauspielsparte bietet elf Neuinszenierungen. Die Spielzeit 2022.2023 beginnt mit William Shakespeares »Ein Sommernachtstraum« im Großen Haus. Es folgt ein moderner Klassiker mit brandaktuellem Inhalt: »Hiob« von Joseph Roth, inszeniert von Henriette Hörnigk, die bereits bei der Trilogie »Die Küste Utopias« und »Der fröhliche Weinberg« am Hessischen Staatstheater Wiesbaden Regie führte. Auf zwei Uraufführungen kann sich das Wiesbadener Publikum freuen: »Digitales Feuer«, ein Auftragswerk des Hessischen Staatstheaters, das sich um Revolutionen und Aktivismus im digitalen Zeitalter dreht und vom Schriftsteller Ulf Erdmann Ziegler entwickelt wird und »Die Besetzung der Dunkelheit« nach dem gleichnamigen Roman von Bachtyar Ali, inszeniert von Ihsan Othman, der bereits »Satanische Verse« in Wiesbaden in Szene setzte.

Das Hessische Staatsorchester ist in insgesamt acht Sinfoniekonzerten zu erleben. Am Konzertpult stehen fünf Dirigent:innen: Johannes Klumpp, Michael Güttler, Alexander Joel, Yoel Gamzou und Keri-Lynn Wilson. Albert Horne übernimmt zusätzlich zu seiner Position als Chordirektor auch die Position des Koordinierenden Musikalischen Leiters.

Im Mittelpunkt stehen neue Werke von Komponist:innen wie Kränzle, Saariaho und Montsalvatge. Außerdem werden Kompositionen von Beethoven, Glinka, Bruckner, Brahms, Mussorgski, Tschaikowski, Grieg, Janáček, Elgar, Mahler, Strauss, Sibelius, Rachmaninow, Ravel, Strawinsky, Milhaud und Schostakowitsch zu hören sein.
Das Konzertprogramm wird außerdem neben der gewohnt vielfältigen Kammermusikreihe mit einem neuen Format bereichert: Insgesamt sieben Lieder-Soireen lassen im Foyer die Tradition der Salons des 19. Jahrhunderts wieder aufleben.

Das Hessische Staatsballett zeigt in der Spielzeit 2022.2023 vier Neuinszenierungen. »Gerade NOW« befasst sich mit dem hier und jetzt. Vom kreativen Experiment bis zum existenziellen Statement reichen die Tanzpositionen in dem zeitgenössischen Abend »gerade NOW«.»V/ERTIGO« ist ein Doppeltanzabend, hier ist »Skid« nach der für den Theaterpreis »Der Faust« 2017 nominierten Choreografie »Thr(o)ugh« die zweite Zusammenarbeit des Hessischen Staatsballetts mit dem belgischen Ausnahmechoreografen Damien Jalet. Zwei zeitgenössische Tanzpositionen sind im Doppelabend »Timelessness« zu erleben. Außerdem gehen Mitglieder des Staatsballetts mit dem Startbahn-Projekt »Fluxus« in die nächste Runde.

Im Jungen Staatstheater gibt es in der Spielzeit 2022.2023 neun Premieren – vier im Jungen Schauspiel, ein Weihnachtsmärchen, zwei Musicals und zwei Konzerte. Hervorzuheben ist die Stückentwicklung von Hannah Biedermann »Ein Fisch wird nur so groß wie sein Aquarium« für Jugendliche ab 12 Jahren. Außerdem das Stück »Schnecke durch die Hecke« vom preisgekrönten Autor Jens Raschke rund um das Thema »Anderssein«, das am JUST Wiesbaden uraufgeführt wird.

Der Vorverkauf für die Vorstellungen im Großen Haus für die gesamte Spielzeit 2022.2023 beginnt am
28. April 2022. Der Vorverkauf für die September-Vorstellungen in den kleinen Spielstätten beginnt am
5. Juli 2022. Während der Theaterferien ist die Theaterkasse vom 25. Juli bis 28. August 2022 geschlossen.

II. Oper

Premieren in der Spielzeit 2022.2023
Fidelio
Ludwig van Beethoven (1770 –1827)
Oper in zwei Akten in deutscher Sprache mit Übertiteln.
Libretto: Joseph Sonnleitner und Stephan von Breuning, Uraufführung: 1814 in Wien
PREMIERE: 16. Oktober 2022
Musikalische Leitung Will Humburg, Inszenierung Evelyn Herlitzius, Bühne & Kostüme Frank Philipp Schlößmann, Chor & Extrachor Albert Horne, Licht Andreas Frank, Dramaturgie Constantin Mende
Besetzung: Leonore Barbara Haveman, Florestan Marco Jentzsch, Don Pizarro KS Thomas de Vries / Claudio Otelli, Rocco Dimitry Ivashchenko, Marzelline Anastasiya Taratorkina / Anna El-Khashem, Jaquino Ralf Rachbauer, Don Fernando Christopher Bolduc / Benjamin Russell, Chor und Extrachor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

Die lustige Witwe
Franz Lehár (1870 – 1948)
Operette in drei Akten in deutscher Sprache.
Libretto: Victor Léon und Leo Stein nach dem Lustspiel »L’attaché d’ambassade« von Henri Meilhac
Uraufführung: 1905 in Wien, eine Koproduktion mit der Lettischen Nationaloper Riga
PREMIERE: 3. Dezember 2022
Musikalische Leitung Johannes Klumpp / Holger Reinhardt, Inszenierung Uwe Eric Laufenberg, Bühne Julius Theodor Semmelmann, Kostüme Jessica Karge, Licht Andreas Frank, Chor Albert Horne, Choreografie Myriam Lifka, Dramaturgie Bjarne Gedrath
Besetzung: Baron Mirko KS Konstantin Gorny, Valencienne Anna El-Khashem, Graf Danilo Danilowitsch Thomas Blondelle / Johannes Martin Kränzle, Hanna Glawari Elissa Huber, Camille de Rosillon
Ioan Hotea / Gustavo Quaresma, Vicomte Cascada Ralf Rachbauer, Raoul de Saint-Brioche Erik Biegel, Pritschitsch Darcy Carroll, Njegus Hans-Joachim Heist, Chor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

Rusalka
Antonín Dvorák (1841 – 1904)
Lyrisches Märchen in drei Akten in tschechischer Sprache. Mit deutschen Übertiteln.
Libretto: Jaroslav Kvapil, Uraufführung: 1901 in Prag
PREMIERE: 21. Januar 2023
Musikalische Leitung Philipp Pointner, Inszenierung Olesya Golovneva, Daniela Kerck, Bühne Daniela Kerck, Kostüme Andrea Schmidt-Futterer, Licht Oliver Porst, Chor Albert Horne, Dramaturgie Anika Bárdos
Besetzung: Rusalka Olesya Golovneva, Der Prinz Gerard Schneider, Der Wassermann Derrick Ballard, Ježibaba / Die fremde Fürstin Katrin Wundsam, Der Heger Christopher Bolduc, Der Jäger Erik Biegel, Chor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

Oryx and Crake
Søren Nils Eichberg (*1973)
Ein Auftragswerk des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
Libretto: Hannah Dübgen nach dem Roman (2003) von Margaret Atwood
PREMIERE: 18. Februar 2023
Musikalische Leitung Albert Horne, Inszenierung Uwe Eric Laufenberg, Bühne Daniela Kerck, Kostüme Andrea Schmidt-Futterer, Licht Oliver Porst, Chor Albert Horne, Dramaturgie Wolfgang Behrens, Constantin Mende
Besetzung: Oryx Heather Engebretson, Crake Christopher Bolduc, Snowman Benjamin Russell, Jimmy Samuel Levine, Sharon, Jimmys Mutter Fleuranne Brockway, Chor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, Hessisches Staatsorchester Wiesbaden


Die Sache Makropulos
Leoš Janácek (1854 – 1928)
Oper in drei Akten in tschechischer Sprache. Mit deutschen Übertiteln.
Libretto: vom Komponisten, nach dem gleichnamigen Schauspiel (1922) von Karel Čapek
Uraufführung: 1926 in Brünn
DOPPEL-PREMIERE MIT »AUS EINEM TOTENHAUS«: 30. April 2023
Musikalische Leitung Johannes Klumpp, Inszenierung Nicolas Brieger, Bühne Raimund Bauer, Kostüme Andrea Schmidt-Futterer, Licht Andreas Frank, Chor Albert Horne, Dramaturgie Constantin Mende
Besetzung: Emilia Marty Elissa Huber, Albert Gregor Aaron Cawley, Vítek Erik Biegel, Krista Fleuranne Brockway, Jaroslav Prus Jiří Sulženko, Janek Prus Gustavo Quaresma, Dr. Kolenatý Darcy Carroll, Kammerzofe / Putzfrau Romina Boscolo, Hauk-Šendorf Ralf Rachbauer, Hessisches Staatsorchester Wiesbaden, Chor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden

Aus einem Totenhaus
Leoš Janácek (1854 – 1928)
Oper in drei Akten in tschechischer Sprache. Mit deutschen Übertiteln.
Libretto: vom Komponisten, nach »Aufzeichnungen aus einem Totenhaus« (1861 – 1862) von Fjodor M. Dostojewski
Uraufführung: 1930 in Brünn
DOPPEL-PREMIERE MIT »DIE SACHE MAKROPULOS«: 30. April 2023
Musikalische Leitung Johannes Klumpp, Inszenierung Nicolas Brieger, Bühne Raimund Bauer, Kostüme Andrea Schmidt-Futterer, Licht Andreas Frank, Chor Albert Horne, Dramaturgie Constantin Mende
Besetzung: Alexander Petrowitsch Gorjantschikoff Christopher Bolduc, Aljeja, ein junger Tartar Julian Habermann, Luka Kusmič Aaron Cawley, Der große Sträfling / Nikita Ralf Rachbauer, Die kleinen Sträflinge / Don Juan / Malé Darcy Carroll, Platzkommandant Jiří Sulženko, Der ganz alte Sträfling Erik Biegel, Ein Sträfling in der Rolle des Kedril Tianji Lin / Skuratov Samuel Levine, Tschekunoff Young Doo Park, Dirne Silvia Hauer, Schapkin Peter Marsh, Schischkoff Johannes Martin Kränzle, Tscherewin Alexander Spemann, Chor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

Wiederaufnahmen Oper
Mit insgesamt neun Wiederaufnahmen von »Carmen« bis »Tristan und Isolde« bietet das Hessische Staatstheater Wiesbaden Opernfans wie gewohnt ein großes Spektrum:
Die Meistersänger von Nürnberg
Richard Wagner (1813 – 1883)
Oper in drei Aufzügen in deutscher Sprache. Mit Übertiteln.
Dichtung vom Komponisten, Uraufführung: 1868 in München
WIEDERAUFNAHME am 17. September 2022
Musikalische Leitung Alexander Joel Inszenierung Bernd Mottl Bühne, Kostüme Friedrich Eggert Chor Albert Horne Licht Klaus Krauspenhaar Dramaturgie Regine Palmai
Besetzung: Hans Sachs Derrick Ballard, Veit Pogner Timo Riihonen / Young Doo Park, Eva Betsy Horne, Magdalene Anne Schuldt, Walther von Stolzing, Marco Jentzsch Sixtus Beckmesser Thomas de Vries, David Gustavo Quaresma, Kunz Vogelgesang Ralf Rachbauer, Konrad Nachtigal Marek Reichert, Balthasar Zorn Rouwen Huther, Ulrich Eislinger Samuel Levine, Augustin Moser Hans-Georg Priese, Hermann Ortel Darcy Carroll, Hans Schwarz Alexander Teliga, Hans Foltz Wolfgang Vater, Ein Nachtwächter Seungwon Chio
Chor & Extrachor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

Cabaret
Buch von Joe Masteroff nach dem Stück »Ich bin eine Kamera« von John van Druten und Erzählungen von Christopher Isherwood
Gesangstexte von Fred Ebb Musik von John Kander, in deutscher Sprache.
Deutsch von Robert Gilbert in der reduzierten Orchesterfassung von Chris Walker
Uraufführung: 1966 in New York City
WIEDERAUFNAHME am 18. September 2022
Musikalische Leitung Levi Hammer Regie Tom Gerber nach einer Inszenierung von Iris Limbarth, Choreografie Myriam Lifka Dance Captain Jasper H. Hanebuth Bühne Bettina Neuhaus Kostüme Heike Korn Bandleader Frank Bangert Licht Oliver Porst Dramaturgie Daniel C. Schindler
Besetzung:Sally Bowles Elissa Huber / Femke Soetenga, Clifford Bradshaw Julian Culemann, Fräulein Schneider Evelyn M. Faber, Herr Schultz Gottfried Herbe, Ernst Ludwig Stefan Roschy, Fräulein Kost Felicitas Geipel, Chansonsängerin Silvia Willecke
Cabaret Chor, Kit Kat Band, Extrachor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden

Rigoletto
Giuseppe Verdi (1813 – 1901)
Melodramma in drei Akten in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln.
Libretto: Francesco Maria Piave, nach dem Versdrama »Le Roi s’amuse« (1832) von Victor Hugo
Uraufführung 1851 in Venedig
WIEDERAUFNAHME am 2. Oktober 2022
Musikalische Leitung Will Humburg Inszenierung Uwe Eric Laufenberg Bühne Gisbert Jäkel Kostüme Andrea Schmidt-Futterer Licht Andreas Frank Chor Albert Horne Dramaturgie Katja Leclerc
Besetzung: Der Herzog von Mantua Ioan Hotea / Piero Pretti, Rigoletto Aluda Todua / Amartuvshin Enkhbat, Gilda Anastasiya Taratorkina / Cristina Pasaroiu, Sparafucile Young Doo Park, Maddalena Fleuranne Brockway / Silvia Hauer, Graf Monterone KS Thomas de Vries, Marullo Christopher Bolduc, Borsa Erik Biegel
Chor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

Hänsel und Gretel
Engelbert Humperdinck (1854 – 1921)
Märchenspiel in drei Bildern Libretto: Adelheid Wette, nach dem Märchen aus den »Kinder- und Hausmärchen« der Brüder Grimm Uraufführung: 1893 in Weimar
WIEDERAUFNAHME am 4. Dezember 2022
Musikalische Leitung Christoph Stiller Inszenierung Beka Savić Bühne Bettina Neuhaus Kostüme Susanne Füller Licht Andreas Frank Jugendchor Niklas Sikner Dramaturgie Katja Leclerc
Besetzung: Peter Besenbinder Christopher Bolduc Gertrud Vera Ivanovic Hänsel Fleuranne Brockway / Silvia Hauer Gretel Anastasiya Taratorkina Knusperhexe Ralf Rachbauer Sandmännchen & Taumännchen Stella An, Jugendkantorei der Ev. Singakademie Wiesbaden, Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

Pique Dame
Peter Tschaikowski (1840 – 1893)
Oper in drei Akten in russischer Sprache, mit deutschen Übertiteln.
Libretto: Modest Tschaikowsi, nach der gleichnamigen Erzählung (1834) von Alexander Puschkin
Uraufführung: 1890 in St. Petersburg
WIEDERAUFNAHME am 9. Dezember 2022
Musikalische Leitung Holger Reinhardt, Inszenierung Uwe Eric Laufenberg, Bühne Rolf Glittenberg, Kostüme Marianne Glittenberg, Chor Albert Horne, Licht Andreas Frank, Video Gérard Naziri, Choreografie Myriam Lifka, Dramaturgie Constantin Mende
Besetzung: Hermann Aaron Cawley, Graf Tomski KS Thomas de Vries, Fürst Jeletzki / Plutus Benjamin Russell, Lisa / Chloë Elena Bezgodkova Polina / Daphnis Silvia Hauer, Gräfin Romina Boscolo, Tschekalinski Erik Biegel, Surin Marek Reichert, Tschaplitzki Julian Habermann, Mascha Alexandra-Donata Koch, Bühnenmusik Julia Palmova
Tänzer:innen und Chor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

Tristan und Isolde
Richard Wagner (1813 – 1883)
Handlung in drei Aufzügen, in deutscher Sprache mit Übertiteln. Libretto: vom Komponisten, nach dem Versroman »Tristan« (um 1210) von Gottfried von Straßburg
Uraufführung: 1865 in München
WIEDERAUFNAHME am 29. Januar 2023
Musikalische Leitung Alexander Joel, Inszenierung Uwe Eric Laufenberg, Bühne Rolf Glittenberg, Kostüme Andrea Schmidt-Futterer, Chor Albert Horne, Licht Andreas Frank, Video Gérard Naziri, Dramaturgie Wolfgang Behrens
Besetzung: Tristan Marco Jentzsch / Andreas Schager, Isolde Nina Stemme / Anja Harteros / Magdalena Anna Hofmann, König Marke Young Doo Park, Brangäne Khatuna Mikaberidze, Melot Aaron Cawley, Kurwenal KS Thomas de Vries, Ein Steuermann Yoontaek Rhim, Stimme eines jungen Seemanns Gustavo Quaresma, Ein Hirte Erik Biegel
Tänzer:innen und Chor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

Der Rosenkavalier
Richard Strauss (1864 – 1949)
Komödie für Musik in drei Aufzügen in deutscher Sprache. Mit Übertiteln.
Libretto: Hugo von Hofmannsthal, Uraufführung: 1911 in Dresden
WIEDERAUFNAHME am 26. Februar 2023
Musikalische Leitung Johannes Klumpp, Inszenierung Nicolas Brieger, Bühne Raimund Bauer, Kostüme Andrea Schmidt-Futterer, Licht Andreas Frank, Video Gérard Naziri
Chor Albert Horne, Knabenchor Roman B. Twardy, Dramaturgie Daniel C. Schindler
Besetzung: Die Feldmarschallin Elissa Huber / Maria Bengtsson, Baron Ochs Timo Riihonen, Octavian Silvia Hauer, Herr von Faninal KS Thomas de Vries, Sophie Anastasiya Taratorkina / Katharina Konradi, Jungfer Marianne Leitmetzerin / Sharon Kempton, Valzacchi Rouwen Huther, Annina Fleuranne Brockway, Ein Polizeikommissar / Ein Notar Benjamin Russell, Haushofmeister Ralf Rachbauer, Ein Wirt Erik Biegel, Ein Sänger Gustavo Quaresma,
Chor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, Wiesbadener Knabenchor, Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

Il trittico
Puccinis »Triptychon« Der Mantel / Schwester Angelica / Gianni Schicchi
Giacomo Puccini (1858–1924)
Zyklus aus drei Operneinaktern in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln.
Libretti: Giuseppe Adami & Giovacchino Forzano, Uraufführung: 1918 in New York City
WIEDERAUFNAHME am 17. März 2023
Der Mantel (Il tabarro)
Libretto: Giuseppe Adami, nach dem Drama »La houppelande« von Didier Gold
Besetzung: Michele Daniel Luis de Vicente, Luigi Aaron Cawley, Tinca Erik Biegel, Talpa Wolf Matthias Friedrich, Giorgetta Cristina Pasaroiu / Olesya Golovneva, Frugola Romina Boscolo, Liederverkäufer / Liebespaar / Tenorstimmchen Ioan Hotea, Liebespaar / Sopranstimmchen Stella An Schwester Angelica (Suor Angelica)
Libretto: Giovacchino Forzano
Besetzung: Schwester Angelica Cristina Pasaroiu / Olesya Golovneva, Fürstin Romina Boscolo, Äbtissin / Schwester Eiferin Fleuranne Brockway, Schwester Genoveva Stella An, Schwester Dolcina Britta Stallmeister, Chorsolistinnen des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
Gianni Schicchi
Libretto: Giovacchino Forzano
Besetzung: Gianni Schicchi Daniel Luis de Vicente, Lauretta Cristina Pasaroiu / Olesya Golovneva, Zita Romina Boscolo, Rinuccio Ioan Hotea, Gherardo Erik Biegel, Nella Britta Stallmeister, Betto di Signa Benjamin Russell, Simone Wolf Matthias Friedrich, Marco Christopher Bolduc, Ciesca Fleuranne Brockway, Spinelloccio John Holyoke, Amantio di Nicolao Martin Stoschka, Pinellino Oliver Steinmetz, Guccio Sławomir Wielgus

Carmen
Georges Bizet (1838 – 1875)
Oper in drei Akten in französischer Sprache, mit deutschen Übertiteln. Libretto: Henri Meilhac und Ludovic Halévy, nach der Novelle (1845) von Prosper Mérimée
Uraufführung: 1875 in Paris
WIEDERAUFNAHMEam 3. Juni 2023
Musikalische Leitung Albert Horne, Inszenierung Uwe Eric Laufenberg, Bühne Gisbert Jäkel
Kostüme Antje Sternberg (Entwürfe), Louise Buffetrille (Ausführung), Licht Andreas Frank
Video Gérard Naziri, Chor Albert Horne, Jugendchor Niklas Sikner, Choreografische Mitarbeit Myriam Lifka, Dramaturgie Laura Weber, Marie Johannsen
Besetzung: Carmen Silvia Hauer / Fleuranne Brockway, Don José Aaron Cawley, Escamillo Jordan Shanahan, Micaëla Sumi Hwang, Remendado Ralf Rachbauer, Dancaïro Erik Biegel, Moralès Darcy Carroll, Frasquita Stella An, Mercédès Fleuranne Brockway / Silvia Hauer, Lillas Pastia Thomas Braun
Chor, Extrachor & Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, Jugendkantorei der Ev. Singakademie Wiesbaden, Hessisches Staatsorchester Wiesbaden


III. Schauspiel

Die Schauspielsparte startet in dieser Spielzeit mit einem der bekanntesten Theaterstücke von William Shakespeare: »Ein Sommernachtstraum«. Nach seinen umjubelten Inszenierungen »Shockheaded Peter« und »Tyll« kehrt Tilo Nest als Schauspielregisseur auf die Bühne des Großen Hauses zurück.
Weiter geht es im Oktober mit der Premiere von »Hiob«, nach dem Roman von Joseph Roth, der 1930 erschien. Angesichts des wiederaufkeimenden Antisemitismus und der Situation Geflüchteter unterschiedlichen Glaubens ist es ein Stück von erschreckender Aktualität. Henriette Hörnigk (»Die Küste Utopias«, »Der fröhliche Weinberg«) inszeniert die an das Alte Testament angelehnte Leidensgeschichte der Hiob-Figur Mendel. Joseph Roths literarischem Denkmal an die jüdische Kultur wird durch die Wiesbadener Klezmer-Band »i giocosi« unter der Leitung von Ako Karim zudem eine eindrucksstarke musikalische Komponente beigefügt.
»Michael Kramer« von Gerhart Hauptmann wird von Ingo Kerkhof, inszeniert, Uwe Eric Laufenberg übernimmt hier die Titelrolle.

Im Dezember hat »Medea« ihren großen Auftritt. Kaum eine Frauengestalt der Antike ist zugleich unheimlicher und faszinierender als sie. Die junge Regisseurin Sophia Aurich verbindet den antiken Medea-Mythos mit einem wahren Kriminalfall zu einem schonungslosen Psychogramm einer Frau.

»The Play That Goes Wrong« ist nicht nur der Untertitel einer rasanten Komödie, sondern auch Programm: Schauspieler, die ihren Text nur unzureichend können, Bühnenbildelemente die herunterstürzen und ein wildes Verwechslungsspiel von Requisiten sind fester Bestandteil dieser Aufführung, in der eigentlich der Mörder des Hausherrn von »Schloss Haversham« gejagt werden soll. Die britische Komödie läuft seit ihrer Uraufführung 2012 ohne Unterbrechung in London.

In Theben weht ein neuer Wind: Der Herrscher Pentheus steht für eine fortschrittliche Gesellschaftsordnung, basierend auf Recht und Freiheit. Als Dionysos über seine Heimatstadt mitsamt seinem weiblichen Gefolge, den »Bakchen«, hereinfällt und die Anbetung seiner Göttlichkeit erzwingen möchte, bricht ein erbitterter Kampf aus. Sebastian Sommer, der bereits erfolgreich Dürrenmatts »Romulus der Große« und Camusʼ »Die Pest« am Hessischen Staatstheater inszeniert hat, wird diesen Klassiker des Theaters in einer imposanten Fassung mit Chor und Live-Musik auf die Bühne bringen.

Im Februar wird das politische Theaterstück »Die Besetzung der Dunkelheit« auf der Bühne verhandelt. Kann man eine Volksgruppe aus der Geschichte verschwinden lassen, in dem man ihre Sprache auslöscht? Eine Reise durch die türkisch-kurdische Geschichte und die politischen Auseinandersetzungen in der Türkei in den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts, die bis heute ungelöst sind. Der Stoff von Bachtyar Alis neustem Roman wird inszeniert von Ihsan Othmann, der bereits »Satanische Verse« in Wiesbaden in Szene setzte.

Früher trafen sich politische Aktivist:innen in Hüttendörfern im Forst; heute unterzeichnen sie Petitionen auf change.org. Der Schriftsteller Ulf Erdmann Ziegler (»Nichts Weißes«, »Eine andere Epoche«) geht in seinem ersten Theaterstück »Digitales Feuer« der Frage nach, wie sich die digitale Revolution auf den Aktivismus auswirkt.
Christoph Kohlbacher wird die Uraufführung von Zieglers Sprachpartitur in Szene setzen.

Was passiert, wenn eine kleine Gruppe von machthungrigen Männern Politik spielt? Dieses ist in Erich Kästners »Schule der Diktatoren« zu beobachten. Bjarne Gedrath inszeniert Erich Kästners 1957 erschienenes Stück über die simplen Mechanismen der Manipulierbarkeit einer Gesellschaft und die krankhafte Machtgier politisch Verantwortlicher.

Mit seinem »Tartuffe« hat Molière den Prototypen des religiös-politischen Heuchlers erschaffen, der um seines Vorteils willen über Leichen geht. Uwe Eric Laufenberg inszeniert diese bei ihrer Uraufführung skandalöse Komödie.

»I have always depended on the kindness of strangers« ist einer der berühmtesten letzten Sätze der Theatergeschichte von einer der berühmtesten Theaterfiguren: Blanche Dubois in »Endstation Sehnsucht«.
Mirja Biel, die nach Theatern wie Bremen, Lübeck, Heidelberg und Leipzig erstmals am Hessischen Staatstheater inszeniert, interessiert sich vor allem für die Biografien der Figuren und ihre Geheimnisse. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch einen genauen, gesellschaftspolitischen Blick und atmosphärisch dichte Bilder aus. Sibylle Weiser ist Blanche Dubois.

In der Reihe der Wiederaufnahmen sind »Admissions«, »Corpus Delicti«, »Der zerbrochne Krug«, »Die Pest«, »Instame«, »Kalldewey, Farce«, »König Lear«, »What Dreams are made of«, »Tyll« »Drei Schwestern« und »Schöne Neue Welt« zu erleben. Wie gewohnt runden die Schauspiel-Extras wie »Kunstgefixe«, Kostproben, Einführungen und Nachgespräche das Programm ab.

IV. Konzert | Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

Das Hessische Staatsorchester präsentiert sich in der Spielzeit 2022.2023 wieder mit insgesamt acht Sinfoniekonzerten und einem Neujahrskonzert.

1. Sinfoniekonzert, 21. Sep. 2022, 19.30 Uhr
Ludwig van Beethoven Ouvertüre Nr. 3 zur Oper »Leonore« op. 72
Ludwig van Beethoven Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur op. 58
Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 »Eroica«
Klavier Claire Huangci, Dirigent Johannes Klumpp

2. Sinfoniekonzert, 19. Okt. 2022, 19.30 Uhr
Richard Strauss Don Juan op. 20
Gustav Mahler Kindertotenlieder
Johannes Martin Kränzle Mutationes. Memento Coronae (Uraufführung)
Richard Strauss Tod und Verklärung op. 24, TrV 158
Bariton Johannes Martin Kränzle, Dirigent Yoel Gamzou

3. Sinfoniekonzert, 16. Nov. 2022, 19.30 Uhr
Michail Glinka Ouvertüre zu »Ruslan und Ljudmila«
Dmitri Schostakowitsch Cello Konzert Nr. 1 Es-Dur op. 107
Sergei Rachmaninow Sinfonie Nr. 2 e-Moll op. 27

Cello Johann Ludwig, Dirigent Michael Güttler

Neujahrskonzert, 1. Jan. 2023, 17 Uhr
Dirigent Albert Horne, Chor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden & Chor der Stadt Wiesbaden

4. Sinfoniekonzert, 11. Jan. 2023, 19.30 Uhr
Kaija Saariaho Du cristal
Edvard Grieg Klavierkonzert a-Moll op. 16
Jean Sibelius Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 43
Klavier Mūza Rubackytė, Dirigentin Keri-Lynn Wilson

5. Sinfoniekonzert, 1. Feb. 2023, 19.30 Uhr
Johannes Brahms Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73
Edward Elgar Variations on an Original Theme »Enigma Variations« op. 36
Dirigent Yoel Gamzou

6. Sinfoniekonzert, 8. März 2023, 19.30 Uhr
Darius Milhaud La création du monde op. 81a
Maurice Ravel La Valse
Igor Strawinsky L’Oiseau de feu (»Der Feuervogel«, 1910)
Dirigent Michael Güttler

7. Sinfoniekonzert, 12. Mai 2023, 19.30 Uhr
Modest Mussorgski Eine Nacht auf dem kahlen Berge
Peter Tschaikowski Violinkonzert D-Dur op. 35
Leoš Janáček Sinfonietta op. 60
Violine Michael Barenboim, Dirigent Alexander Joel

8. Sinfoniekonzert, 21. Juni 2023, 19.30 Uhr
Xavier Montsalvatge Desintegració morfològica de la Xacona de J. S. Bach
Anton Bruckner Sinfonie Nr. 5 B-Dur, WAB 105
Dirigent Johannes Klumpp

Parallel zu den Sinfoniekonzerten gibt es wieder die beliebte Reihe der Kammerkonzerte. Zu Ehren von Astor Piazzolla startet die Kammermusikreihe mit »Tango«, einer ebenso leidenschaftlichen wie beschwingten Reise in die Welt des Tanzes, es wird Akademist:innenkonzerte, die beliebten Weihnachtskammerkonzerte und Neujahrskonzerte geben. Im neuen Jahr geht es dann mit Trio-, Quartett- und Quintettbesetzungen weiter und auch die beliebten Kinderkammerkonzerte erfahren zwei Neuauflagen.

Neben den Sinfonie- und Kammerkonzerten gibt es in der Spielzeit 2022.2023 erstmals eine Reihe von Lieder-Soireen in der Tradition der Abendgesellschaften des 19. Jahrhunderts, zu denen die Sänger:innen des Opernensembles des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden in der Spielzeit 2022.2023 monatlich montags einladen. Im Prunkfoyer präsentieren sie sich mit bekannten und noch zu entdeckenden Kunstliedern. Im Ticket inbegriffen sind ein Glas Wein und Canapés, die in der Pause serviert werden.

V. Hessisches Staatsballett
Das Hessische Staatsballett startet mit dem Doppelabend »V/ertigo« in die neue Spielzeit und zeigt darin Extremsituationen eines ungewissen Lebens. Zwischen dem Wunsch aufzusteigen und der Angst vor dem Fallen setzt »Skid« die Tänzer:innen dem Gesetz der Schwerkraft aus und im Sinne einer Poesie des Widerstands in Bewegung; auf einer um 34 Grad abgewinkelten Plattform, die direkt in den Orchestergraben eintaucht. »Skid« ist nach der für den Theaterpreis »Der Faust« 2017 nominierten Choreografie »Thr(o)ugh« die zweite Zusammenarbeit des Hessischen Staatsballetts mit dem belgischen Ausnahmechoreografen Damien Jalet. Das niederländische Geschwisterpaar Imre & Marne van Opstal sind die Shootingstars in der europäischen Tanzszene. In enger Zusammenarbeit mit dem Ensemble des Hessischen Staatsballetts und unter Einbezug von Chören erforschen die beiden Choreograf:innen im zweiten Teil des Doppelabends mit »I‘m afraid to forget your smile« den Moment des Loslassens als einen Übergangszustand in der Hingabe an den Verlust. Ein Moment so greifbar und vergänglich zugleich.

Zwei zeitgenössische Tanzpositionen präsentiert das Hessische Staatsballett auch in dem Doppelabend »Timelessness«. »Timeless« der chinesischen Choreografin Xie Xin erzählt von der Begegnung miteinander und dem Eintauchen in die umgebende Welt. Es entstehen Kalligrafie-ähnliche Körperlandschaften, gezeichnet aus der Erinnerung des Herzens. Die Choreografie von »Timeless« wird begleitet von einer live eingespielten Auftragskomposition aus Streichinstrumenten und Piano des chinesischen Komponisten Sylvian Wang. Xie Xin ist eine der gefragtesten Choreografinnen Asiens. In der Spielzeit 2018.2019 zeigte Xie in Wiesbaden das Gastspiel »From In« im Kleinen Haus und entwickelte anschließend das Kurzstück »Special Moment« für den vierfachen Tanzabend »Shortcuts« in der Wartburg. Im zweiten Teil des Abends wird der israelische Nachwuchschoreograf Eyal Dadon mit seiner Neukreation »Boléro« die Aktualität des berühmten Musikstücks von Maurice Ravel hinterfragen und die Bedeutungsschichten dieses Klassikers ausloten.

Über das Hier und Jetzt reflektiert das Hessische Staatsballett in »gerade NOW«. Gerade in der aktuellen Weltsituation müssen Positionen bezogen werden. Nicht gestern und auch nicht morgen, sondern gerade NOW. Von ganz weit her und von vor der Tür, national, international. Es brennt überall. Brennen wir mit für das, was wir tun, gerade NOW. Vom kreativen Experiment bis zum existenziellen Statement reichen die Tanzpositionen in dem zeitgenössischen Mehrfachabend »gerade NOW«.

Im Rahmen des »Kultursommers 2023« und vor dem Eindruck des Jubiläumsjahres zum 60-jährigen Entstehen der Fluxus-Bewegung in Wiesbaden im Jahr 2022 beziehen sich die choreografischen Arbeiten dieser »Startbahn« unter dem Titel »Fluxus« auf die gleichnamige Kunstrichtung. Die Tänzer:innen des Hessischen Staatsballetts setzen sich mit der künstlerischen Bandbreite dieser Avantgardeströmung und den mit ihr verbundenen Künstler:innen wie John Cage, Yoko Ono, Wolf Vostell oder Nam June Paik auseinander. Dabei sind Vorstellungen von »Startbahn Fluxus« nicht nur am Theater, sondern auch in verschiedenen Einrichtungen sowie im öffentlichen Raum der Stadt Wiesbaden geplant.

Zu Beginn der Spielzeit wird es mit der Produktion »Blau« des Weiteren ein Kooperationsprojekt zwischen dem Hessischen Staatsballett und dem JUST zum Thema „Wasser“ geben. Pünktlich zum Jahr des Wassers begeben sich beide Sparten auf eine Forschungsreise für die Kleinsten (ab 2 Jahren) in unbekannte Gewässer. »blau« wird vom Choreografen Felix Berner mit Mitteln des Tanzes und Schauspiels inszeniert.

VI. JUST und JUSM
Das Junge Staatsschauspiel wird in der Spielzeit 2022.2023 gemeinsam mit den eingeladenen Künstler:innen einige neue Wege einschlagen, zu denen wir Sie herzlich einladen. Mit vier Uraufführungen widmet sich das JUST aktuellen Themen unserer Gesellschaft.

Den Auftakt macht die Uraufführung mit dem Stücktitel »Blau«, eine Kooperation zwischen dem Hessischen Staatsballett und dem JUST für die jüngsten unserer Zuschauer:innen zum faszinierenden Nass, dem Element Wasser. Markolf Naujoks wird sich mit seinem von ihm geschriebenen und inszenierten Antikriegs-Stück »Die Goldene Stadt« mit einer jugendlichen Utopie von Gesellschaft auseinandersetzen.

Hannah Biedermann, 2017 mit dem Faust-Preis ausgezeichnet, entwickelt auf Grundlage von Interviews mit Wiesbadener Jugendlichen das Stück »Ein Fisch wird nur so groß wie sein Aquarium« zum Thema Chancengleichheit. Mit »Schnecke durch die Hecke« präsentiert der renommierte Theaterautor Jens Raschke ein humorvolles Stück für Kinder ab sechs Jahren zum Thema Anderssein und die Vielfalt unserer Gesellschaft.

»Peter Pan« in einer Inszenierung von Marita Erxleben wird ab Mitte November als Weihnachtsmärchen die kleinen und großen Fans begeistern.

Das Junge Staatsmusical wird unter der Leitung von Iris Limbarth mit »Chicago« und »Sister Act« zwei großartige Musical-Klassiker auf die Bühne bringen.

Bei den Wiederaufführungen stehen u.a. Die White-Boxx-Klassiker sowie »Wutschweiger«, »Das Neinhorn«, »Die kleine Raupe«, »Gold!« und viele beliebte Musical-Produktionen wie »Blues Brothers«, »Frankenstein Junior« oder »Jugend ohne Gott« auf dem Spielplan.


VII. Service und Informationen zum VVK

Tickets:

Der Vorverkauf für die Vorstellungen im Großen Haus für die gesamte Spielzeit 2022.2023 beginnt am
28. April 2022. Der Vorverkauf für die September-Vorstellungen in den kleinen Spielstätten beginnt am 5. Juli 2022. Während der Theaterferien ist die Theaterkasse vom 25. Juli bis 28. August 2022 geschlossen.

Vorverkaufskasse:

Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag, von 10 bis 19.30 Uhr, Samstag von 10 bis 14 Uhr und Sonntag von 11 bis 13 Uhr. Die Vorverkaufskasse ist außerdem telefonisch unter 0611.132 325 oder per E-Mail unter vorverkauf@staatstheater-wiesbaden.de erreichbar.

Abonnement-Büro:

Öffnungszeiten sind Montag, Mittwoch und Freitag, von 10 bis 18 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 10 bis 19 Uhr und Samstag von 10 bis 14 Uhr. Das Abo-Büro ist außerdem telefonisch unter 0611.132 340 oder per E-Mail unter abonnement@staatstheater-wiesbaden.de erreichbar.

Gruppenbüro:

Öffnungszeiten sind Montag bis Donnerstag, von 9 bis 16 Uhr und Freitag von 9 bis 15 Uhr. Das Gruppenbüro ist außerdem telefonisch unter 0611.132 300 oder per E-Mail unter gruppenticket@staatstheater-wiesbaden.de erreichbar.
Das Spielzeitheft ist online unter www.staatstheater-wiesbaden.de/downloads/spielzeitheft/ jederzeit abrufbar und kostenlos im Kassenfoyer erhältlich.

VIII. AUSBLICK

Theaterfest 2022
Das Theaterfest zur Eröffnung der Spielzeit findet voraussichtlich am 24. September 2022 statt. Weitere Informationen werden vor der Sommerpause bekannt gegeben.

Biennale 2023
Die Biennale findet in diesem Jahr vom 1. bis 11. September 2022 statt. Die Pressekonferenz zur Programmveröffentlichung findet am 1. Juni 2022 um 11 Uhr im Foyer statt.

Internationale Maifestspiele 2023
Die Internationalen Maifestspiele sind auch für das nächste Jahr vom 1. bis 31. Mai 2023 geplant. Die Vorbereitungen für das umfangreiche und vielseitige Programm sind bereits angelaufen.

Am 20. April 2022 startet am Hessischen Staatstheater Wiesbaden der Vorverkauf für alle Vorstellungen im Großen Haus im Juni und Juli 2022.
Auch der Vorverkauf für die Juni-Vorstellungen im Kleinen Haus, der Wartburg und im Studio beginnt am 20. April.
Karten für die Juli-Vorstellungen im Kleinen Haus, der Wartburg und im Studio sind ab Mitte Mai erhältlich.

Zum Vormerken: Ab dem 28. April um 10.00 Uhr sind für alle Aufführungen der Spielzeit 2022.2023 im Großen Haus inklusive der im Kurhaus stattfindenden acht Sinfoniekonzerte Eintrittskarten erhältlich.
Voraussichtlich am 5. Juli folgt der Vorverkauf für die September - Aufführungen in den kleinen Spielstätten.

Weitere Informationen unter www.staatstheater-wiesbaden.de
Theaterkasse: Telefon 0611.132 325 | E-Mail: vorverkauf@staatstheater-wiesbaden.de | www.staatstheater-wiesbaden.de Abo-Büro: Telefon: 0611.132 340 | abonnement@staatstheater-wiesbaden.de Gruppenbüro: Telefon 0611.132 300 | gruppenticket@staatstheater-wiesbaden.de

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir möchten Sie herzlich zur Pressekonferenz Spielzeit 2022.2023 einladen:

Mittwoch, 27. April 2022 um 11 Uhr im Foyer des Großen Hauses Hessisches Staatstheater Wiesbaden

Intendant Uwe Eric Laufenberg stellt in Anwesenheit von Axel Imholz, Kulturdezernent und Stadtkämmerer, zusammen mit den Spartenleitern das Programm der kommenden Spielzeit vor.

Bitte melden Sie sich bis Mittwoch, 20. April, um 16 Uhr unter folgender Adresse an:
presse@staatstheater-wiesbaden.de.


Wir freuen uns, Sie bei der Pressekonferenz begrüßen zu dürfen.

Mit freundlichen Grüßen

Inga Simoleit
Pressereferentin
Ticketaktion zu Ostern

Das Hessische Staatstheater Wiesbaden bietet zu Ostern eine besondere Aktion:

Für alle Vorstellungen im Großen Haus erhalten Zuschauer:innen in der Woche bis Ostern, d.h. vom 13. bis 18. April 2022, beim Kauf von zwei oder mehr Karten pro Vorstellung 50% Rabatt.

Erlebt werden können Verdis »Don Carlo« (13. und 18.4.) sowie drei Opern von Mozart, darunter »Idomeneo« (15.4.), »Così fan tutte« (16.4.) und »Titus« (18.4.). Außerdem gibt es im Schauspiel Schillers »Wallenstein« (14.4.) zu sehen.

Das Angebot ist nur an der Tageskasse im Foyer des Großen Hauses oder telefonisch unter 0611.132.325 erhältlich und gilt vorbehaltlich Verfügbarkeit.

I. Einlassregelungen und Wegfall der Maskenpflicht
II. Vorstellungsausfälle im April

I. Ab Samstag, den 2. April 2022, entfallen sämtliche Sitzplatz- und Zugangsbeschränkungen sowie die Maskenpflicht. Dadurch sind für alle Vorstellungen weitere Karten verfügbar. Alle Zuschauerinnen und Zuschauer können selbst entscheiden, ob sie mit oder ohne Maske ins Theater kommen.

II. Leider muss noch einmal aufgrund einer Erkrankung im Ensemble die Gesamtaufführung von »Die Küste Utopias«: Erster Teil: »Aufbruch«, Zweiter Teil: »Schiffbruch« und Dritter Teil: »Bergung« am Sonntag, 3. April 2022 im Kleinen Haus ausfallen. Somit ist die erste Gesamtaufführung dieser Trilogie am 8. Mai 2022 im Rahmen der Internationalen Maifestspiele. Bereits gekaufte Karten können für die Mai-Vorstellungen eingetauscht oder zurückgegeben werden.
Die Vorstellung von »Der Vater« am Freitag, 8. April 2022 im Kleinen Haus entfällt ersatzlos. Bereits gekaufte Karten können für die Vorstellungen am 9. oder 24. April eingetauscht oder zurückgegeben werden.

»WIR 6«

Am Mittwoch, 6. April 2022, um 19.30 Uhr im Kurhaus
Einführung um 18.45 Uhr im Friedrich-von-Thiersch-Saal.

John Corigliano (*1938) »Conjurer« Percussion Concerto
Jean Sibelius Sinfonie Nr. 5

Das spektakuläre »Conjurer: Concerto for Perscussionist and String Orchestra« des oscarprämierten Komponisten John Corigliano erfordert, wie der Beiname sagt, einen »Conjurer« – Zauberkünstler. Als solcher ist in Wiesbaden Tom Betsalel als Solist mit mehr als 40 Schlaginstrumenten zu erleben. Den zweiten Teil des Abends bildet Jean Sibeliusʼ lichtdurchflutete 5. Sinfonie, die hoffnungsvoll mit dem berühmten »Schwanenmotiv« endet. Das Hessische Staatsorchester spielt unter der Leitung von Ruth Reinhardt. Die gebürtige Saarbrückerin dirigierte weltweit Orchester wie das Orchestre National d’Île de France in Paris, das hr-Sinfonieorchester, das DSO Berlin, Dallas Symphony Orchestra, Barcelona Symphony Orchestra und das MDR Sinfonieorchester. Nun ist sie erstmals mit dem Hessischen Staatsorchester Wiesbaden zu erleben.

Dirigentin Ruth Reinhardt Schlagzeug Tom Betsalel

Auch am Hessischen Staatstheater Wiesbaden möchte man den Menschen, die vom Krieg in der Ukraine betroffen sind, helfen.
Deshalb gibt es ab sofort im April die Möglichkeit für Geflüchtete aus der Ukraine kostenlos Aufführungen des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden zu besuchen.
So kann den Menschen, die gerade in Deutschland angekommen sind, die Teilhabe am kulturellen Leben in Wiesbaden ermöglicht werden.

Geflüchtete mit einem ukrainischen Pass können eine Stunde vor Vorstellungsbeginn an die Tages- oder Abendkasse des Theaters kommen und erhalten eine kostenlose Eintrittskarte, sofern noch Karten für die jeweiligen Vorstellungen vorhanden sind.
Die Sonderaktion ist zunächst bis Ende April angesetzt und wird voraussichtlich bis Ende der Spielzeit verlängert.

Am Sonntag, 27.03.2022 um 11.00 Uhr im Foyer des Großen Hauses.
In der Wiesbadener Bahnhofstraße wohnen während des Zweiten Weltkriegs zwei Familien, wie sie überall in Deutschland leben könnten. In der Nummer 46 lebt die jüdische Familie Strauss, links von ihnen, in der Hausnummer 44, die Familie Moos – bis zum Kriegsende überzeugte Nazis.

Von beiden Nachbarsfamilien ist ein umfangreicher Briefwechsel erhalten, der die gleichzeitige Sicht auf zwei Lebenswelten zulässt: Kriegsgeschehen und nationalsozialistische Überzeugungen einerseits und Unterdrückung, Verfolgung und Deportation andererseits. Die im Buch in einer Auswahl zeitlich, thematisch und räumlich direkt gegenübergestellten Briefe verdeutlichen die Parallelität des Erlebten und liefern ein gar nicht zu überschätzendes Quellenzeugnis für die deutsche Alltagswelt zwischen 1939 und 1945.

Veronika Moos, Leiterin des Malsaals des Hessischen Staatstheaters, ist tief in ihre eigene Familiengeschichte sowie in die der Nachbarn eingetaucht und zeigt anhand von Briefen, wie anders das Leben verlaufen kann, selbst wenn nur wenige Meter dazwischenliegen.

Es lesen: Lina Habicht, Tobias Lutze, Lukas Schrenk
»Nachbarn« erscheint am 23. März 2022 beim Verlagshaus Römerweg, Wiesbaden

Der Hauschoreograf Tim Plegge verlässt auf eigenen Wunsch aus gesundheitlichen und privaten Gründen zum Ende März 2022 das Hessische Staatsballett. Er war in Wiesbaden und Darmstadt seit 2014 Ballettdirektor und wechselte zur Spielzeit 2020/21 auf die Position als Hauschoreograf.

Dazu der Ballettdirektor des Hessischen Staatsballetts Bruno Heynderickx: »Seit seiner Gründung des Hessischen Staatsballetts haben Tim Plegge und ich Hand in Hand gearbeitet, um ein für Deutschland einzigartiges Konzept zu entwickeln, das ein erweitertes Gastspiel- und Residenzprogramm mit einer Repertoire-Ballettkompanie verbindet. Tims Arbeiten bilden darin den roten Faden.
Ich respektiere seine Entscheidung schweren Herzens und möchte mich für die gute und kreative Zusammenarbeit der letzten acht Jahre herzlich bedanken.«

Die Intendanten der Hessischen Staatstheater Darmstadt und Wiesbaden, Karsten Wiegand und Uwe Eric Laufenberg dazu: »Die berührenden, spannenden Handlungsballette von Tim Plegge, seine Projekte mit Laien und für Jugendliche und seine Offenheit und Neugier für andere Handschriften haben viel zum enormen Erfolg des Hessischen Staatsballetts und zur Bekanntheit der Compagnie beigetragen. Wir danken Tim Plegge von Herzen und bedauern sehr, dass er seine Arbeit als Hauschoreograph nicht weiterführen kann. Wir wünschen Tim alles Gute.«
Beide Intendanten sind froh, dass mit Bruno Heynderickx ein Ballettdirektor mit jahrelanger Erfahrung und enger Bindung zur Compagnie die kontinuierliche künstlerische Arbeit sicherstellt. Ob es in Zukunft wieder eine:n Hauschoreograf:in geben wird, wird zu einem späteren Zeitpunkt gemeinsam mit Bruno Heynderickx entschieden.

Das Partizipationsprojekt »Eden«, welches im Juni 2022 stattfindet, wird vom Projektteam unter der künstlerischen Leitung von Raimonda Gudavičiūtė und Nira Priore Nouak fortgeführt.