Digitales Programmheft zur Produktion
Wem gehört die Stadt?
Rechercheprojekt von Helge Schmidt & Team:
Über das Rechercheprojekt:
„Wem gehört die Stadt?“ ist nicht nur das Spielzeitmotto 2026/2027 des Staatstheaters Wiesbaden, sondern auch der Ausgangspunkt des Rechercheprojekts von Helge Schmidt und seinem Team. Neben der Recherche in der (Fach-)Literatur wurden elf Interviews geführt, eine Umfrage ausgewertet und vor allem viel mit den Menschen in der Stadt gesprochen. Dabei wurde deutlich: Die Landeshauptstadt Wiesbaden steht, wie andere Städte auch, vor großen Herausforderungen und Zielkonflikten. Die Spieler*innen bringen vieles zur Sprache, was in der Stadtentwicklung der Zukunft eine Rolle spielen wird: Mobilität, Leerstand, Wohnen und Wohnungslosigkeit, Gesundheit, Digitalisierung, Klimakrise und Dritte Orte. Dabei verknüpfen Helge Schmidt und Cosma Corona Hahne in ihrer Fassung diese Themen stets mit Wiesbadener Diskursen, zum Beispiel über das Ostfeld oder das Walhalla. Für die Nachgespräche nach jeder Vorstellung hat das Atelier LANIKA direkt eine einladende Sofalandschaft ins Bühnenbild integriert. Außerdem zitieren Lani Tran-Duc und Anika Marquardt nicht nur auf der Bühne Motive aus der Stadt, sondern auch in ihren Kostümen; seien es die Tauben oder die anzugtragenden Männer, die die Stadt prägen. Ein besonderes Highlight der Produktion ist der Chor der Stadt Wiesbaden, der unter der Leitung von Jud Perry die eigens dafür komponierten Chorstücke von Frieder Hepting präsentiert. In den Videoarbeiten von Jonas Plümke zeigt sich Wiesbaden aus verschiedenen Perspektiven, die scheinbar im Widerspruch stehen und doch eins sind: der Ort, der uns und unser Publikum verbindet.
Text: Cosma Corona Hahne
Literatur:
Im Stück zitierte Literatur:
Weitere Literatur, die in die Recherche eingeflossen ist:
Unsere Interviewpartner*innen:
Dieter Brell, Architekt, Creative Head „3deluxe“
Wafaa Drideb El Khaldi, Auszubildende, vermittelt über KinderElternZentrum (KiEZ) Schelmengraben
Camillo Huber-Braun, Leiter des Stadtplanungsamtes
Initiative Superblock im Rheingauviertel
Prof. Dr. Ute Knippenberger, Geschäftsführerin der SEG
Hans Kolodziej, Rentner und ehemaliger Obdachloser, vermittelt über die Regionale Diakonie Wiesbaden Rheingau-Taunus
Ronny Maritzen, Mitglied des Ortsbeirats Kastel und Mitinitiator der Initiative „Hände weg von OsKa“
Marius Ohlendorf, Sprecher des Expertenrats
Parti(zipations)gruppe der IGS Kastellstraße
Vanessa Remy, Projektleiterin „Walhalla“
Gerhard Schulz, Geschäftsführer vom „Schlachthof“
Chortexte:
Chor I aus: Kurt Tucholsky, Augen in der Großstadt, 1930
Chor II: Häuser wie Bäume, Städte wie Wälder
Chor III: Ted Gaier, Der Investor, 2013
Chor IV: Inger Christensen, det/das, aus dem Dänischen von Hanns Grössel, Kleinheinrich, Münster, Neuauflage 2027
Chor II: Häuser wie Bäume, Städte wie Wälder
Chor III: Ted Gaier, Der Investor, 2013
Chor IV: Inger Christensen, det/das, aus dem Dänischen von Hanns Grössel, Kleinheinrich, Münster, Neuauflage 2027
Dank:
So ein Projekt ist nicht ohne Unterstützung möglich: An erster Stelle danken wir all unseren Interviewpartner*innen für ihre Offenheit und ihr Vertrauen in unser Projekt. Danke an Manuela Brune-Hernández, Yeter Julia Dilmac, Andrea Hausy und Roza Nowak-Gerhardt für die Vermittlung. Wir danken Gabriela Beck, BUS126, Eske Hicken und Christoph Twickel für das Bereitstellen ihrer Texte. Wir danken Christian Larfeld vom Warmen Wiesbaden e. V. für die queere Stadtführung und Thomas Willkens vom Superblock für die Skulptur „Kleine Bollwerke“. Außerdem danken wir Dr. Katherine Lukat vom Stadtarchiv, Nicole Nestler vom Evangelischen Dekanat Wiesbaden, Fachstelle Gesellschaftliche Verantwortung, und Prof. Dipl.-Ing. Andreas Fuchs, Prof. Dr.-Ing. Martina Lohmeier sowie Prof. Dr. Andreas Thiesen von der Hochschule Rhein-Main für hilfreiche Gespräche zu Beginn unserer Recherche.
Weiterführende Inhalte:
Ehrenamt für Einzelpersonen:
Sie möchten sich ehrenamtlich engagieren und suchen nach dem passenden Angebot? Finden Sie hier Einsatzstellen/Vermittlungsangebote, Fortbildungen und Informationen zur Ehrenamtskarte.
Trotz voller Cafés: Großer Leerstand prägt die Wiesbadener City:
WerkRaum Wiesbaden – Offen für Deine Ideen:
Ein neuer Ort für Stadtgesellschaft, Gestaltung und Beteiligung: Bis zum 31. Oktober bietet der WerkRaum Wiesbaden - eröffnet in einem leerstehenden Kaufhaus - als Möglichkeitsraum einen Ort für viele Wiesbadener WDC-Projekte.
Innenstadt im Wandel:
Ursachen für den Wandel der Wiesbadener Innenstadt und was die Stadt für eine lebendige City unternimmt.