Futur4:

von Rimini Protokoll (Helgard Haug & Daniel Wetzel) :
Sa 03 05 2025:
Uraufführung
12+
Sprache:
Deutsch

Inhalt:

Die neueste Arbeit der vielfach preisgekrönten Gruppe Rimini Protokoll fragt: Was ist Science Fiction, wenn sie nicht in Raketen und anderen Planeten gedacht wird, sondern in anderen Entwürfen des Wissen-Wollens, des Mensch Seins, der gelebten Zuversicht?

Die Protagonistin dieses dokumentarischen Stücks wurde als Kind mit ihrer Familie Anfang der 70er Jahre von der Bundesrepublik Deutschland aus Rumänien "freigekauft", als eine von Tausenden Siebenbürger Sächs*innen. Ohne Option auf Rückkehr. In Rumänien waren sie die fremden Deutschen, in Deutschland die irgendwie deutschen Rumänen.
Welche Vorstellungen von ihrer Zukunft haben sich eingelöst, welche Erwartungsmuster schreiben sich fort und was für Zukünfte imaginiert sie heute für ihren Sohn, der seinerseits ein Kind erwartet?
Künstliche Intelligenz errechnet aus Mustern der Vergangenheit das Künftige im Jetzt. Gemeinsam mit einer Computerlinguistin tritt die Protagonistin mit Simulationen ihrer Selbst aus verschiedenen Dekaden in Dialog. Das Mädchen von damals spricht heute, 50 Jahre in der Zukunft, als KI mit seinem leiblichen Original über Abschied und Ankunft, Freiheit und Fremdheit. Vor den Augen des Publikums werden Erinnerungen und Erwartungen konstruiert und dekonstruiert, wird eine Biografie weitergeschrieben und umgeschrieben.
Im Futur4.

Eine Produktion von Rimini Apparat in Koproduktion mit dem Goethe-Institut Bukarest, Hessischen Staatstheater Wiesbaden, Sibiu International Theatre Festival / „Radu Stanca“ National Theater (Romania), Theater RAMPE in Stuttgart und Theater im Pumpenhaus.
Die Produktion wird gefördert aus Mitteln des Projekts „NARDIV - United in Narrative Diversity? Cultural (Ex-)Change and Mutual Perceptions in Eastern and Western Europe at the threshold of the digital age”, finanziert vom Horizon Europe Programm der Europäischen Union unter der Zuschussvertragsnummer 101095171.
Die Produktion wird außerdem gefördert von der Baden-Württemberg Stiftung und der Kunststiftung NRW.
Mit freundlicher Unterstützung der Akademie der Künste, Sektion: Film- und Medienkunst.

Aufführungen bei den Internationalen Maifestspielen in Wiesbaden gefördert vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain gGmbH

Trailer:

Mediathek: