Alexandra Bachzetsis

Alexandra Bachzetsis ist Choreografin und bildende Künstlerin und lebt und arbeitet in Zürich (CH). Ihre künstlerische Praxis entfaltet sich an der Schnittstelle von Tanz, Performance, bildender Kunst und Theater. Sie erschafft Räume, in denen der Körper sich als künstlerisches und kritisches Instrumentarium etablieren kann. Viele von Bachzetsis’ Arbeiten beschäftigen sich damit, wie die Populärkultur bei der stetigen Schaffung und Neuerschaffung unserer Körper und Identifikationsformen das Ausgangsmaterial für Gesten, Ausdruck, Identifikation und Fantasie bereitstellt. Innerhalb dieses Rahmens untersucht sie den wechselseitigen Einfluss zwischen der Verwendung von Gesten und Bewegungen in den »populären« oder »kommerziellen« Genres einerseits (Online-Medien, Videoclips und Fernsehen als Ressource), in der »Kunst« andererseits (Ballett, moderner und zeitgenössischer Tanz und Performance). Die Frage, wie wir alle unsere Körper und uns selbst aufführen und inszenieren – durch Stereotype und Archetypen, durch Entscheidung und Klischee, durch Arbeit und Spektakel – bleibt grundlegend für Bachzetsis’ Werk.

Ihre Arbeiten wurden und werden in zahlreichen zeitgenössischen Kunsträumen und Museen präsentiert: u.a. in der Kunsthalle Basel (2008), im Stedelijk Museum (Amsterdam, 2013 und 2015), in der Tate Modern (London, 2014) und im Jumex Museum (Mexico City, 2014) sowie auf internationalen Biennalen wie etwa der 5. Berlin Biennale (2008), der (d)OCUMENTA 13 (Kassel, 2012) und der Biennial of Moving Images (Genf, 2014). 2016 nahm sie an den Öffentlichen Programmen »The Parliament of Bodies« und »Continuum« der documenta 14 teil. Im Januar 2017 hat sie »Massacre: Variations on a Theme im MoMA« in New York präsentiert. 2017 war sie sowohl in Athen als auch in Kassel Teil der documenta 14. 2018 präsentierte Alexandra Bachzetsis ihre Performances »Private: Wear a mask when you talk to me« und »Private Song« auf der High Line New York. »An Ideal for Living« (2018), eine Einzelausstellung im Centre Culturel Suisse in Paris und die Performance »Escape Act« (2018) im Pact Zollverein in Essen (DE). »Chasing a Ghost« (2019) vom Art Institute of Chicago in Auftrag gegeben und »2020:Obscene« touren derzeit in Europa.

Produktionen

Konzept & Choreographie in »2020: Obscene«