Schauspiel

Wallenstein

Ein dramatisches Gedicht
Von Friedrich Schiller

Wie Daniel Kehlmanns »Tyll« führt uns auch »Wallenstein« mitten in den Dreißigjährigen Krieg, der vor 400 Jahren begann und Europa entscheidend verändert hat. Friedrich Schiller beschreibt 1799 in seinem historischen Drama zeitlich verdichtet die letzten Tage des Kriegsherren Wallenstein, vom Höhepunkt seiner Macht bis zu dessen Ermordung.

»Wallenstein, (…) einer der wenigen Vernünftigen, die nicht mehr der Mechanik »Krieg ernährt den Krieg« folgen wollen, kann sich dennoch nicht aus einer Entscheidungsunfähigkeit zwischen seinem hybriden Machtanspruch und dem Loyalitätskonflikt mit dem Kaiser einerseits und seinem Friedenswillen andererseits befreien. »Der Zweifel ist dein schlimmster Feind«, sagt einmal einer seiner Getreuen zu ihm. In seiner Ermordung durch die Kaisertreuen schließlich sieht Schiller deshalb auch etwas wie die Bedrohung der Menschheit durch die Eigenlogik des Krieges. Hass, Gier, Eitelkeit und Geltungsbewusstsein in dieser Männerwelt sind hier derart entfesselt, dass ein auch nur leidlich Vernünftiger wie Wallenstein in seiner Ambivalenz scheitern muss. Und das macht Schillers Drama zu einem Menetekel auch an einer heutigen Mauer oder »Wall«.« (Nicolas Brieger)

Diese Produktion wird theaterpädagogisch begleitet.

Besetzung

Wallenstein Tom Gerber
Ottavio Piccolomini Michael Birnbaum
Max Piccolomini Linus Schütz
Graf Terzky Christian Klischat
Illo Matze Vogel
Isolani / Deveroux Atef Vogel
Buttler Hanno Friedrich
Questenberg / Oberst Wrangel / Gordon Uwe Kraus
Tiefenbach / Bürgermeister von Eger / MacDonald Benjamin Krämer-Jenster
Thekla Lina Habicht
Gräfin Terzky Sybille Weiser
Gefreiter Christoph Kohlbacher
Bänkelsänger Bernhard Moshammer

Termine

PremiereKleines Haus18:00
Ausverkauft / evtl. Restkarten an der Abendkasse