Yoel Gamzou

Foto: Christian Debus
Der israelisch-amerikanisch Dirigent Yoel Gamzou wurde in einer Künstlerfamilie geboren und wuchs in New York, London und Tel Aviv auf. Sein wichtigster Mentor war Carlo Maria Giulini, mit dem er in Mailand bis zu dessen Tode zwei Jahre lang arbeitete. Als 19-Jähriger zog er beim Internationalen Gustav Mahler Dirigentenwettbewerb zum ersten Mal internationale Aufmerksamkeit auf sich, als er mit dem Förderpreis ausgezeichnet wurde. 2010 sorgte er erneut für internationales Aufsehen, als seine Vervollständigung von Mahlers unvollendeter 10. Sinfonie uraufgeführt und von Schott Music veröffentlicht wurde. Sowohl die Premiere in Berlin als auch die anschließende Tour mit seinem IMO, wurden von Mahler Experten, der Presse und dem Publikum umjubelt.

Yoel Gamzou war von Herbst 2017 bis Ende der Spielzeit 2021.2022 Generalmusikdirektor des Theater Bremens. Während seiner Zeit in Bremen dirigierte er zahlreiche gefeierte Produktionen von Opern wie »Lady Macbeth von Mzensk«, »Die Fledermaus«, »Die tote Stadt«, »Der Rosenkavalier«, »L’Etoile« und »Jenufa«, sowie auch eine Wiederaufnahme »Carmen«. In der Spielzeit 2021.2022 konnte er einen großen Erfolg mit seinem Debüt an der Wiener Staatsoper feiern, als er dort als Dirigent für »Die tote Stadt« einsprang. Außerdem dirigierte er »Die sieben Tode von Maria Callas« von Marina Abramovic an der Opéra de Paris, der griechischen Nationaloper, der Deutschen Oper Berlin, und am Teatro San Carlo in Neapel, sowie »Die tote Stadt« an der Bayerischen Staatsoper, »Die Fledermaus« an der Opéra de Toulon und den »Freischütz« am Aalto Theater in Essen.

Zu seinen weiteren Engagements der letzten Jahre gehören sein Debüt an der bayerischen Staatsoper mit Wolf-Ferraris »Il Segreto di Susanna« und Lehárs »Schön ist die Welt«, sowie Konzerte mit der deutschen Kammerphilharmonie Bremen, den Wiener Symphonikern und dem Norwegischen Radio Orchester. Yoel Gamzou ist künstlerischer Leiter und Chefdirigent des International Mahler Orchestra (IMO), welches 2006 gegründet wurde. Weitere Sinfonische Konzerte führten ihn zu Orchestern wie dem Frankfurter Museumsorchester, den Stuttgarter Philharmonikern, den Bamberger Symphonikern, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken, den Hamburger Symphonikern, dem Mozarteumorchester Salzburg, Norwegian Radio Orchestra und dem London Philharmonic Orchestra.

Yoel Gamzou ist mehrfacher Preisträger, unter anderem wurde er im November 2017 mit dem ECHO Klassik Award in der Kategorie Nachwuchskünstler des Jahres »Dirigent«, im März 2013 mit dem renommierten »Princess Margriet Award« der European Cultural Foundation und im Februar 2012 mit dem »Berenberg Culture Prize« (Hamburg) ausgezeichnet.

Die Spielzeit 2022.2023 eröffnete Yoel Gamzou mit einem Debüt an der Hamburgischen Staatsoper mit einer Neuproduktion von »Carmen«. Es folgten sein Debüt beim Sinfonieorchester Bern sowie seine Rückkehr an die Wiener Staatsoper mit »Die Fledermaus«. Weitere Höhepunkte der Spielzeit sind eine Produktion von »Die schweigsame Frau« in Göteborg, ein Konzert mit dem Copenhagen Philharmonic Orchestra und eine Neuproduktion von »Pique Dame« am Theater Bremen.

Am Hessischen Staatstheater Wiesbaden übernimmt Gamzou die Musikalische Leitung des 2. und 5. Sinfoniekonzerts und der Wiederaufnahme »Carmen«.

Produktionen

Dirigent in »5. Sinfoniekonzert«
Dirigent in »2. Sinfoniekonzert«
Musikalische Leitung in »Carmen«

Termine

SinfoniekonzertGROSSES HAUS19:30

* ZUSATZVORSTELLUNG: 5. SINFONIEKONZERT *
Das »Chinesische Neujahrskonzert« am 3.2. entfällt.
Stattdessen wird das 5. Sinfoniekonzert im Großen Haus wiederholt.
Weitere Informationen
WiederaufnahmeGROSSES HAUS19:30 - 22:45