City Passage

Bhu Bhu – Everything not in ist right place


Foto: Jeva Griskjane
Foto: Jeva Griskjane

Minimale Ausstattung, kaum Technik, nur er und sein Kostüm. Bhu Bhu tritt auf, wann immer er möchte. Für „Everything not in its right place“ hat der international renommierte Choreograf und Performer zwei  Soli geschaffen. „Okidoki“ und „Pastorale“. Dazu Schneegestöber hinter Glas, dessen Kälte in die Passage abstrahlt. Von Zeit zu Zeit erscheint er für wenige Minuten im mit Kunstrasen, handgefertigten Wandteppichen und bestickten Bordüren ausgekleideten Leerstand, um sich vollständig zu verausgaben. Eine Kombination aus Elementen des frühen Postmodernen Tanzes mit Stilmitteln des Vogueing: Laufen, Posen, Blicke und Bewegungen vom Laufsteg wurden zu choreografischen Stilmitteln. Jetzt verbinden sich diese Elemente mit seiner zuletzt immer stärkeren Auseinandersetzung mit dem Butoh-Tanz. Entstanden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Japan, charakterisiert ihn ein besonders intensiver und ungeschützter Ausdruck von Schmerz, Erotik, Trauer und Tod.
In der City Passage verdreht und verwebt Bhu Bhu Artifizielles und scheinbar Natürliches untrennbar ineinander. Kunstschnee trifft DRESS TO IMPRESS und Butoh, Wollmantel den Klang digitaler Kutschenglöckchen und Vogueing und floraler Print den Seifengeruch. Everything not in its right place!

Besetzung

INSTALLATION Musik Julius Eastman
OKIDOKI (2018) Choreografie & Performance Bhu Bhu
Kostüme Vetements, Undercover und privat
Koproduktion von Wiesbaden Biennale, Pulitzer Arts Foundation aud Centre National de la Danse
PASTORALE (2018), Choreografie & Performance Bhu Bhu
Kostüme Balenciaga and Richard Quinn
Musik Pamelia Stickney
Eine Produktion der Wiesbaden Biennale
Licht Stéfane Perraud
Assistenz Mara Kirchberg
Management Installation Jean-Stephan Kiss