Oper
Hessisches Staatstheater Wiesbaden | DE

Così fan tutte

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Opera buffa in zwei Akten
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln.
Libretto: Lorenzo da Ponte
Uraufführung: 1790 in Wien
Sa, 21.05.2022
Internationale Maifestspiele | Mozart-ZyklusGROSSES HAUS19:30 - 23:00
Trailer: Theater TV – Ullrich Bohn
Christopher Bolduc, Gloria Rehm, Silvia Hauer, Wolf Matthias Friedrich, Heather Engebretson, Ioan Hotea
Foto: Karl und Monika Forster
Gloria Rehm, Ioan Hotea, Heather Engebretson, Silvia Hauer, Christopher Bolduc, Chor
Foto: Karl und Monika Forster
Ioan Hotea, Heather Engebretson
Foto: Karl und Monika Forster
Ioan Hotea, Silvia Hauer, Heather Engebretson, Christopher Bolduc
Foto: Karl und Monika Forster
Heather Engebretson, Ioan Hotea, Wolf Matthias Friedrich, Gloria Rehm, Christopher Bolduc, Silvia Hauer
Foto: Karl und Monika Forster
Silvia Hauer, Christopher Bolduc
Foto: Karl und Monika Forster
Silvia Hauer, Heather Engebretson, Chor
Foto: Karl und Monika Forster
Wolf Matthias Friedrich
Foto: Karl und Monika Forster
Silvia Hauer, Heather Engebretson
Foto: Karl und Monika Forster
Gloria Rehm, Heather Engebretson
Foto: Karl und Monika Forster
Ioan Hotea, Heather Engebretson
Foto: Karl und Monika Forster
Heather Engebretson
Foto: Karl und Monika Forster

Mozarts letzte musikalische Komödie ist zugleich seine geheimnisvollste, deren Partitur von einem »Gefühl des Abschieds« und einem »Hauch der letzten Stunde« durchzogen ist. Die Partie der Fiordiligi übernimmt die mehrfach mit dem »ECHO Klassik« ausgezeichnete Sopranistin Julia Lezhneva, die durch »tief empfundene Gefühle« (Concerti) ihr Publikum zu fesseln weiß. Die Rolle der listigen Zofe Despina übernimmt Gloria Rehm. Für die Musikalische Leitung von Uwe Eric Laufenbergs Inszenierung zeichnet Konrad Junghänel verantwortlich.

Pressestimmen

Alles, fast alles geht ganz wunderbar auf an diesem langen Abend, vielleicht dem glücklichsten, cleversten, rundesten, den die Intendanz von Uwe Eric Laufenberg in der Opernsparte seit Amtsantritt in Wiesbaden im vergangenen Jahr hervorgebracht hat. Das Publikum wird selbst Teil der Kulisse, es ist ein unplanbares Vergnügen zu sehen, wie lässig und heiter die meisten damit zurande kommen.
Frankfurter Rundschau, Judith von Sternburg, 03.11.2015
Bühnenbildner Matthias Schaller hat für Mozarts 1790 in Wien uraufgeführte Oper eine Doublette des vertrauten Wiesbadener Proszeniums auf der Bühne platziert, außerdem weitere Zuschauerreihen und große Spiegel. Zwischen dem Publikum, das dort in neuer Perspektive dem Geschehen folgen darf, sitzt der Chor. Gespielt wird ansonsten rings um den Orchestergraben; eine Treppe führt mittig ins Parkett, wo die jungen Idealisten Ferrando und Guglielmo mit dem Philosophen Don Alfonso ihre böse Wette um die Treue ihrer Verlobten starten. Eine stärkere Symbiose von Musik und Szene lässt sich kaum denken. Denn zwischen den Beziehungsstürmen spielt das Hessische Staatsorchester im erhöhten Graben unter der Leitung von Konrad Junghänel, der einmal mehr einen pulsierenden, dabei feingliedrig durchgearbeiteten Mozart verantwortet. Und der doch nie die Umsicht auf das Sechs-Personen-Ensemble verliert, das die Così-Premiere zum vokalen Großereignis macht.
Wiesbadener Kurier, Axel Zibulski, 03.11.2015
Laufenberg führt die Operation weiter, über den üblichen Auftaktschock hinaus. Er legt die burlesk-karnevalesken Züge dieser angeblichen Seria-Oper frei, seziert aber auch die Bosheit heraus und den bitteren Ernst, der in den schnellen Da-Ponte-Pointen steckt. (…) Dorabella, die dunkle Schöne mit der Sonnenstimme und dem herrlich runden Volumen (Silvia Hauer). Oder Fiordiligi, das zierliche Quecksilber mit der Durchschlagskraft einer Granate (Heather Engebretson). Der eloquente Spielemacher Don Alfonso (Wolf Matthias Friedrich), der die Bank hält und als Einziger eine Art Mozartzopf tragen darf, verstaut den Wetteinsatz auf öffentlichem Gelände, nämlich auf dem breiten Steg, der den Orchestergraben einfasst, in dem das Hessische Staatsorchester Wiesbaden sitzt. Direkt hinter dem Kopf des Dirigenten Konrad Junghänel (in bewährt zuverlässiger Perfektion, mit sprühendem Esprit) stapeln sich die Geldscheine, beschwert von einer Flasche Rotwein, die am Ende, als Doppelhochzeit gefeiert wird (fragt sich nur, wer nimmt wen), gemeinsam geleert wird. Sie feiern alle zusammen, was auch immer, ihre eigne Zerbrechlichkeit und die Zerbrechlichkeit der Welt.

Alles hängt ab von der zwischenmenschlichen Interaktion, vulgo Personenführung genannt, und natürlich von der schauspielerischen Brillanz dieser sechs Sänger, die allesamt mit Blitzgeschwindigkeit und komödiantischer Artistik agieren. Christoper Bolduc als sportlich-sonorer Guglielmo, Ioan Hotea als stählern-agiler Ferrando sind auch stimmlich fantastisch-empfindsame Machos. Zu rühmen ist auch der für Lichtregie verantwortliche Andreas Frank. Just die musikalischen Inseln der Utopie in all diesem wunderbar galoppierenden Buffa-Wahnsinn fängt er besonders schön ein.
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Eleonore Büning, 03.11.2015

Termine

Internationale Maifestspiele | Mozart-ZyklusGROSSES HAUS19:30 - 23:00
Mozart-ZyklusGROSSES HAUS19:30 - 23:00
Mozart-ZyklusGROSSES HAUS19:30 - 23:00