Thomas Blondelle

Tenor

Dergebürtige Belgier studierte Gesang in Brügge. Erste Engagementsführten ihn nach Luxemburg, Antwerpen, Braunschweig und Toulon. Seit2009 ist Blondelle Ensemblemitglied der Deutschen Oper Berlin, hierstand er unter anderem als Tamino (»Die Zauberflöte«), Walther vonder Vogelweide (»Tannhäuser«), Prinz (»Die Liebe zu den dreiOrangen«), Pelléas (»Pelléas et Mélisande«), Male Chorus (»TheRape of Lucretia«) und zuletzt als Der Onkel/Der Fremde in derUraufführung von Aribert Reimanns »L’Invisible«auf der Bühne. Er war Erik (»Der fliegende Holländer«) inStraßburg und Stuttgart, sang seinen ersten Tambourmajor in»Wozzeck« in Glasgow sowie Max im »Freischütz« in Stuttgart. DiePartie des Herodes (»Salome«) sang er 2016 in Luxemburg. 2017gastierte der Tenor als Belmonte an der Oper Frankfurt. In Wiesbadenwar er seit 2015 in der Titelpartie von »Der Graf von Luxemburg«sowie als Erik, Loge (»Das Rheingold«), Belmonte (»Die Entführungaus dem Serail«), Lenski (»Eugen Onegin«), Don José (»Carmen«)und Matteo (»Arabella«) zu erleben. In der Spielzeit 2018.2019singt er die Titelrollen in »Candide«, »Idomeneo« und »Titus«und gibt bei den Internationalen Maifestspielen 2019 sein Debüt alsStolzing in »Die Meistersinger von Nürnberg«.

Produktionen

Titus in »Titus«
Idomeneo in »Idomeneo«
Herodes in »Salome«
Walther von Stolzing in »Die Meistersinger von Nürnberg«
Candide in »Candide«

Galerie

Foto: Karl & Monika Forster
Das Rheingold
Thomas Blondelle
Foto: Andreas Etter
Der Graf von Luxemburg
Thomas Blondelle, Siphiwe McKenzie
Foto: Andreas Etter
Der Graf von Luxemburg
Siphiwe McKenzie, Thomas Blondelle
Foto: Andreas Etter
Der Graf von Luxemburg
Siphiwe McKenzie, Thomas Blondelle

Pressestimmen

Bestens disponiert und stimmlich hocherfreulich Christopher Bolduc in der Rolle des Onegin. Ebenbürtig sein Freund und Feind Lenski, den Thomas Blondelle markant und stimmstark gab.
Frankfurter Rundschau, Bernhard Uske, 13.03.2017
Selten ist der Gesamteindruck einer Inszenierung derart stark von der Leistung eines einzelnen Darstellers geprägt worden, wie dies nun im Auftakt zum neuen Wiesbadener Ring geschehen ist. Thomas Blondelle spielt und singt als Loge alle an die Wand. Der listige Feuergott erscheint bei ihm als eine Art Wiedergänger von Heath Ledger mit seiner kongenialen Joker-Performance im Batman-Epos »The Dark Knight« (allerdings ohne grelle Schminke). Hinterhältig-verspielt und mit einer hellwachen, doppelbödigen Präsenz hat sich Blondelle die Rolle mit jeder Faser einverleibt. Man kann sich gar nicht satt sehen, wie in seiner Mimik die Stimmungen von der einen auf die andere Sekunde umschlagen, wie er Götter, Riesen und Zwerge manipuliert, den Hofnarren spielt, dessen sarkastischem, leicht irrem Humor immer diabolisch-gefährliche Boshaftigkeit beigemischt ist. So schwänzelt und schlängelt er um die übrigen Protagonisten herum, und man kann den Blick von ihm nicht lassen, um ja keinen Gesichtsausdruck und keine Geste zu verpassen. Dazu läßt der junge Sänger seinen gesunden, lyrischen Tenor in unendlich vielen Klangfarben schillern. Die Stimme kann schön und rund, giftig-spitz, auftrumpfend und einschmeichelnd klingen. Der Text wird dabei bis in die kleinsten Nuancen ausgedeutet. Mit dieser phänomenalen Leistung würde Blondelle jede Rheingoldaufführung in beliebigen Kulissen und Regiekonzepten zu einem kleinen Ereignis machen.
deropernfreund.de, Michael Demel, 19.11.2016
Zum vortrefflichen Orchesterniveau gesellten sich im Vokalbereich so manche Überraschungen. Somit möchte ich auch zuerst die Glanzleistung des Abends und Publikums-Favoriten Thomas Blondelle würdigen. Den ätzend-hintersinnigen Loge präsentierte der exzellente Tenor als geschmeidigen Zyniker, dessen vokaler Feuerschweif in vielen Farben glimmt und dem zaudernden Götterclan gewaltig einheizt. Hochkarätig glänzt das Material im Höhenbereich, in akribischer Süffisanz punktet der Sänger mit lyrisch-kultivierten Tönen und blieb dem agilen Feuergott zur vorbildlichen Diktion in keiner Weise etwas schuldig.
Der Neue Merker, Gerhard Hoffmann, 15.11.2016
Weil Karneval ist, tappen etliche Figuren im Ganzkörpertierkostüm herum, der Graf selbst heiratet sogar noch als halber Fuchs, der er auch zweifellos ist. Oben guckt da aber bereits der Tenor Thomas Blondelle heraus, der bei weitem glanzvoll genug singt, um den Besuch zu empfehlen.
Das Personal wird zunehmend munterer: Zu Blondelle, der auch vorzüglich spielt, der Operettentenor, von dem man träumt an peinlichen Abenden, gesellt sich McKenzie als sympathisches, ebenbürtiges stimmliches Pendant.
Frankfurter Rundschau, Judith von Sternburg, 20.10.2015
Thomas Blondelle ragt mit seinem klangstarken Tenor und vollem Bühneneinsatz heraus.
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Bernd Stegemann, 19.10.2015
Insbesondere Thomas Blondelle in der Titelrolle stellt hier seine geschmeidige Tenorstimme mit Verve heraus, aber auch die Sopranistin Siphiwe McKenzie glänzt als graziöse Opernsängerin Angele Didier (in einem ausgefallenen Kleid).
Kulturfreak, Markus Gründig, 19.10.2015

Termine

WiederaufnahmeGROSSES HAUS19:30 - 22:20
Internationale Maifestspiele 2019GROSSES HAUS19:30
Mozart-Doppel
La Clemenza di Tito
Internationale Maifestspiele 2019GROSSES HAUS17:00
Internationale Maifestspiele 2019GROSSES HAUS17:00
Mozart-Doppel
GROSSES HAUS19:30
Mozart-Doppel
GROSSES HAUS19:30
Mozart-Doppel
La Clemenza di Tito
GROSSES HAUS19:30