Schauspiel

Liliom

Von Ferenc Molnár

Tobias Lutze
Foto: Karl & Monika Forster
Kruna Savić, Tobias Lutze, Paul Simon
Foto: Karl & Monika Forster
Kruna Savić
Foto: Karl & Monika Forster
Atef Vogel, Tobias Lutze, Paul Simon
Foto: Karl & Monika Forster
Paul Simon
Foto: Karl & Monika Forster
Tobias Lutze
Foto: Karl & Monika Forster
Paul Simon, Atef Vogel, Kruna Savić
Foto: Karl & Monika Forster
Kruna Savić, Tobias Lutze, Ulrich Rechenbach
Foto: Karl & Monika Forster
Atef Vogel
Foto: Karl & Monika Forster
Paul Simon, Ulrich Rechenbach, Tobias Lutze
Foto: Karl & Monika Forster
Tobias Lutze, Paul Simon
Foto: Karl & Monika Forster
Coco Brell, Evelyn M. Faber, Benjamin Krämer-Jenster, Atef Vogel
Foto: Karl & Monika Forster
Tobias Lutze
Foto: Karl & Monika Forster
Kruna Savić, Ulrich Rechenbach
Foto: Karl & Monika Forster
Tobias Lutze
Foto: Karl & Monika Forster

Ein Stück über eine abgrundtiefe Liebe, die rohe Gewalt wie absolute Hingabe in sich vereint: Liliom ist Ausrufer beim Karussell im Vergnügungspark. Ein Vorstadt-Casanova. Laut und brutal, aber auch unwiderstehlich und charmant. Er unterhält Männer und Frauen mit seinen Witzen, und er liebt seine Freiheit. Im Leben und in der Liebe.

Als er heftig mit Julie flirtet, wird seine Chefin, Frau Muskat, so eifersüchtig, dass sie ihn vor die Tür setzt. Auch Julie verliert ihre Stelle. Die beiden bleiben zusammen, aber Liliom findet sich im bürgerlichen Leben nicht zurecht. Julies bedingungslose Liebe überfordert ihn. Sprachlosigkeit und Angst vor dem Versagen treiben ihn in die Gewalt.

Als Julie schwanger wird, verschärft sich die Situation. Liliom sehnt sich immer mehr nach seinem alten Leben, ist aber zu stolz, um das Angebot von Frau Muskat, zurückzukommen, anzunehmen. Er braucht dringend Geld. Ein Freund überredet ihn zu einem Raubüberfall. Wenn alles klappt, will Liliom in Amerika neu anfangen. Aber der Überfall geht schief …

Molnárs »Vorstadtlegende« ist 1909, in der Endphase der Österreichisch- Ungarischen Monarchie, entstanden. Eine Zeit gesellschaftlichen Umbruchs, in der sich die Unterschicht zu emanzipieren beginnt. Aber Liliom verweigert das Sich-Einrichten in der (klein-)bürgerlichen Welt. Mit anarchischer Energie bricht er aus der Enge der Verhältnisse aus und landet in der Halbwelt der Spieler und Kleinkriminellen. Julies kompromisslose Liebe kann ihn schließlich auch im Himmel nicht mehr retten.

PREMIERE 15. Juni 2018

Besetzung

Regie Thomas Jonigk
Bühne & Kostüme Lisa Däßler
Dramaturgie Wolfgang Behrens
Liliom Tobias Lutze
Julie Kruna Savić
Marie Evelyn M. Faber
Wolf Beifeld Benjamin Krämer-Jenster
Ficsur Ulrich Rechenbach
Erster Erzähler / Frau Muskat / Stadthauptmann / Schutzmann / Erster Detektiv Paul Simon
Zweiter Erzähler / Berkovics / Drechsler / Schutzmann / Linzmann / Zweiter Detektiv Atef Vogel
Luise Coco Brell

Pressestimmen

Der versiert inszenierte, im Zentrum ungewohnt, aber stringent gespielte Abend gibt dem kräftig applaudierenden Premierenpublikum zwei zwingende Fragen mit: Warum ergibt sich Julie dem allem? Und: Warum will es den beiden partout nicht gelingen, einander ihre Liebe zu zeigen? Mit diesen Fragen ist das Theater wieder mal im realen Alltag angekommen und könnte dort manches Grübeln anstiften.
Rhein Zeitung, Andreas Pecht, 18.06.2018
Das Staatstheater Wiesbaden bietet zur endenden Spielzeit einen geschwinden, luftigzarten »Liliom«.
Frankfurter Rundschau, Judith von Sternburg, 18.06.2018
Mit viel Beifall quittiert.
Wiesbadener Kurier, Birgitta Lamparth, 18.06.2018

Termine

Kleines Haus19:30 - 21:10