Schauspiel

Der ideale Ehemann

Von Oscar Wilde
Neu ins Deutsche übersetzt von Helmar Harald Fischer
In dieser Vorstellung wird auf der Bühne geraucht.

Janning Kahnert, Michael Birnbaum, Ensemble
Foto: Paul Leclaire
Janning Kahnert, Michael Birnbaum
Foto: Paul Leclaire
Michael Birnbaum
Foto: Paul Leclaire
Chris Pichler, Janning Kahnert
Foto: Paul Leclaire
Evelyn M. Faber, Janning Kahnert, Barbara Dussler
Foto: Paul Leclaire
Rainer Kühn, Toomas Täht
Foto: Paul Leclaire
Toomas Täht, Janning Kahnert
Foto: Paul Leclaire
Toomas Täht, Barbara Dussler, Janning Kahnert
Foto: Paul Leclaire
Judith Bohle, Michael Birnbaum
Foto: Paul Leclaire
Judith Bohle, Michael Birnbaum
Foto: Paul Leclaire

Bei einem Treffen der höheren Gesellschaft im Hause des populären Politikers Robert Chiltern taucht die charmante Mrs. Cheveley auf. Unter deren hübscher Schale steckt allerdings ein stahlharter Kern: Sie weiß, was der vermeintlich Untadelige sich hat zu Schulden kommen lassen und auch, wie man dieses Wissen nutzt. Die Cocktails sind kaum halb geleert, da erpresst sie den Polit-Lebemann schon, im Kongress ein dubioses Projekt zu unterstützen. Um einem Korruptionsskandal zu entgehen und Mandat wie Ruf zu retten, kontert Chiltern mit turbulenten Vertuschungsversuchen.

Besetzung

Inszenierung Tilo Nest
Bühne Stefan Heyne
Kostüme Anne Buffetrille
Dramaturgie Katharina Gerschler
Ministerialdirigent Caversham Rainer Kühn
Arthur Goring, sein Sohn Janning Kahnert
Robert Chiltern, Staatssekretär Michael Birnbaum
Mason Phipps, Butler Lukas Benjamin Engel, Toomas Täht
Tommy Trafford Moritz Buch
Gertrud Chiltern Judith Bohle
Margot Markby Evelyn M. Faber
Olivia Basildon Larissa Robinson
Margaret Marchmont Elena Packhäuser
Herzogin Dana Empire
Mabel Chiltern, Robert Chilterns Schwester Barbara Dussler
Laura Cheveley Chris Pichler
Gäste Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden

Pressestimmen

»Es ist nicht leicht, Leichtigkeit zu erzeugen. In Wiesbaden aber gibt es den perfekten Theaterabend. […] Dieser Oscar Wilde hat uns, als ebenso hellsichtiger wie erbarmungsloser Analytiker seiner Epoche, über alle funkelnden Bonmots und Sottisen hinaus, eine Menge zu sagen. […] Alle diese Damen mit ihrem sprichwörtlichen Haifischlächeln sind jederzeit bereit, einander an die Gurgel zu gehen. Dass dieser böse Befund mit einer verblüffenden Leichtigkeit als sarkastische Revue präsentiert wird, macht den Reiz dieses begeisternden Abends aus.
Nests Inszenierung geht so verschwenderisch mit großen und kleinen Einfällen um, dass man sie sich gerne ein zweites Mal anschauen möchte, um den Eindruck zu überprüfen, selbst kleinste Nebengesten seien genau durchdacht und deklinierten die Themen Künstlichkeit, Oberfläche und Verstellung in allen Spielarten durch. […] Mit einem sehr genauen Gespür für Dosis und Timing überdreht er lustvoll, überreizt aber nicht. Sein Wiesbadener Ensemble hat er zu Höchstleistungen angetrieben und damit einmal mehr gezeigt, dass man es sich nicht leicht machen darf, wenn man Leichtigkeit erzeugen will. Ovationen.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Matthias Bischoff, 02.12.2014
»Die Geschichte spielt jetzt ostentativ in der hessischen Landeshauptstadt in den ausgehenden 50er, vielleicht auch frühen 60er Jahren. Das kommt atmosphärisch ganz gut hin, die rigoros deutsche Aussprache der englischen Namen ist hinreißend, wie in alten, deutschen Fernsehproduktionen. Stefan Heyne (Bühne) und Anne Buffetrille (Kostüme) haben sich zudem mächtig ins Zeug gelegt, kein Krägelchen ist hier unbesonnen drapiert, kein Hals ungeschmückt, kein Petticoat ungestärkt, kein Hut bloßer Zufall, und die Frisuren sitzen zumindest bis zum Nervenzusammenbruch perfekt. Ein Drehtürenkarussell in der Mitte der stilsicheren Goldrand-Bühne überspitzt, vielmehr also überdreht die klassische Rein-Raus-Situation. […] Die ganze Sache ist ein vorweggenommener Knaller für den Silvesterabend.«
Frankfurter Rundschau, Judith von Sternburg, 02.12.2014
»Die Geschichte […] läuft ab wie am Schnürchen. Mit manchem Gag und einer ganzen Menge Regieeinfälle mit Spaß an 50er-Jahre-Sirup und Slapstick zur Aufheiterung. So viel Szenenapplaus war selten.«
Wiesbadener Kurier, Viola Bolduan, 01.12.2014

Termine

Kleines Haus19:30 - 22:15