Andreja Schneider

Sängerin und Schauspielerin
Andreja Schneider wurde 1964 in Zagreb geboren und ist in Köln aufgewachsen.
Innerhalb der Formation »Geschwister Pfister« ist sie als charmantes »Fräulein Schneider« einem großen Publikum bekannt geworden. In der Berliner »Bar jeder Vernunft« – und auch auf dem Bildschirm – konnte man sie als Rössl-Wirtin in Benatzkys Operette »Im weißen Rössl am Wolfgangsee« erleben.
Auch außerhalb der Pfister-Auftritte war bzw. ist sie regelmäßig auf der Bühne zu sehen, etwa an der Seite von Katharina Thalbach in dem gemeinsam entwickelten musikalischen Abend »Zwei auf einer Bank« und in Shakespeares »Wie es euch gefällt«. Ihr Debüt an der Oper Köln gab sie an der Seite von Ludwig Sebus und Christoph Marti in der Sprechrolle der exzentrischen Fürstin Anhilte in Emmerich Kálmáns Operette »Die Csárdásfürstin«.
Auch mit ihren musikalischen Solo-Programmen und als Moderatorin erfreut sie sich großer Beliebtheit. Daneben steht eine umfangreiche Tätigkeit im Bereich Film und Fernsehen.
Am Staatstheater Wiesbaden spielt Andreja Schneider die Mrs Peachum in »Die Dreigroschenoper« und ist in der Spielzeit 2015.2016 auch in der Operette »Der Graf von Luxemburg« zu erleben.



Galerie

Foto: Andreas Etter
Die Dreigroschenoper
Andreja Schneider, Uwe Kraus

Pressestimmen

Christoph Marti sorgt als charismatischer Fürst, der auf arthritischen Freiersfüßen wandelt, für die besten Momente. Lachsalven gibt es endlich, wenn Gräfin Stasa ihn mit Stromstößen aus dem Defibrillator zurück in ein Restleben holt in dem er erkennen muss, dass ihm statt Jugend in Gestalt  der Sängerin Angele nur noch die ergraute Jugendliebe der alten Gräfin beschieden ist.
Andreja (»Fräulein«) Schneiders herrlich slawisch akzentuierte Stasa könnte unter ihrem hochtoupierten Haarberg aus dem prallen Kurstadtleben gegriffen sein.
Star des Abends ist die junge Dirigentin Daniela Musca, die schon mit »Don Pasquale« aufhorchen ließ und nun temperamentvoll in jeder Lehár-Phrase mitgeht. Den melodischen Charme der Musik strahlt sie selbst bis in die elegant bewegten Fingerspitzen aus.
Erfreulich ist neben dem von Albert Horne einstudierten Chor auch die Besetzung des Abends jenseits des Kabarettisten-Trios: Thomas Blondelle gibt seinen Ohrwürmern tenorales Format und hat mit Siphiwe McKenzies Angele eine starke Partnerin. Katharina Konradi wertet die Figur der Juliette mit beseelt-brillantem Sopran auf.
Wiesbadener Kurier, Volker Milch, 19.10.2015