Skia Lumière Noire

eine Performance von Vincent Glowinski
Sa, 25.08.2018
Wiesbaden BiennaleKleines Haus21:00
Foto: Jimmy Kets

Vincent Glowinski ist eine Gestalt derDunkelheit, die als Bonom ihre Spuren in der Stadt hinterlässt. Gigantische Bilder an Brandwänden, viele Stockwerke überspannend, die über Nacht auftauchen, während er im Dunkeln bleibt. 

Jetzt taucht er auf der Bühne auf, ein zierlicher Körper bewegt sich im Dunkeln. Jede Bewegung führt einen Strich aus und zeichnet ein Porträt des Erscheinens und Verschwindens: ein menschlicher Pinsel, der sich selbst zeichnet. Ein Tanz, dessen Gegenstand nicht die eigene Bewegung, sondern das Gemälde ist, das er mit seinen Bewegungen schafft. Mit beeindruckender Leichtigkeit wirft Vincent Glowinski alias Bonom Zeichnungen an die Leinwand, die nur aus den Bewegungen seines Körpers resultieren. Über viele Jahre hat er eine Technik perfektioniert, die ihn mittels Kamera und verzögerter Projektion seinen Körper als Zeichenutensil nutzen lässt. Es entsteht ein berührend zartes Panorama einer  flüchtigen Existenz zwischen zaghaftem Selbstporträt, ikonografischen Leidensbildern und spielerischer Vulgarität.

Mitwirkende

Konzept, Performance: Vincent Glowinski 
Musik: Éric Desjeux (Electronic), Teun Verbruggen (Schlagzeug)
Videoprogrammierung: Jean-François Roversi 
Lichtdesign: Davy Deschepper 
Produktion: Entropie Production
Koproduktion: Les Tombées de la Nuit, Le Festival du TNB - Théâtre National de Bretagne, Wiesbaden Biennale