Oper
Der Ring des Nibelungen

Siegfried

Richard Wagner (1813 – 1883)
Libretto: Vom Komponisten | Uraufführung: 1876 in Bayreuth
In deutscher Sprache mit Übertiteln.

Foto: Karl & Monika Forster
Foto: Karl & Monika Forster

»Der »Siegfried« ist göttlich. Er ist mein größtes Werk!«, schreibt Wagner, begeistert von seinem eigenen Geschöpf, an König Ludwig II. Siegfried, der kraftvolle Held und kindische Tor, soll den Riss in der Ordnung der Dinge heilen und damit endlich Wotan aus allen Vertragsfesseln und Machtkämpfen befreien. Dass Siegfried im 20. Jahrhundert zum Inbegriff des Herrenmenschen wurde, ist ein Kapitel, das von der heutigen Sicht auf die Oper nicht abgetrennt werden kann. Gleichzeitig steht der zweite Abend des »Rings« auch für eine der größten Liebesgeschichten der Oper: Siegfrieds schwerste Prüfung – kein Vergleich zum Gewinn des Nibelungen-Horts und des fluchbeladenen Ringes – ist die Begegnung mit Wotans Walküren-Tochter Brünnhilde. Furchtlos durchschreitet Siegfried den Feuerring, in dem Wotan seine Tochter in tiefem Schlaf verborgen hielt, um dann das Fürchten zu lernen angesichts der erwachenden Brünnhilde. Die beiden entbrennen in Liebe füreinander. Für Wagner war die Revolution, für die Siegfried steht und die endlich Schluss mit einer überkommenen Weltordnung macht, fruchtbar und schöpferisch: »Siegfried hat schuldlos die Schuld der Götter übernommen, ihr Unrecht büßt er an sich durch seinen Trotz, seine Selbständigkeit.«


PREMIERE 2. April 2017


Internationale Maifestspiele 2017
Der Ring des Nibelungen
Ein Bühnenfestspiel für drei Tage und einen Vorabend

Das Rheingold
Uraufführung: 1869 in München

Die Walküre
Uraufführung: 1870 in München

Siegfried
Uraufführung: 1876 in Bayreuth

Götterdämmerung
Uraufführung: 1876 in Bayreuth

Richard Wagner (1813 – 1883)
Libretto: vom Komponisten

Zwei komplette Zyklen von Wagners »Ring« über jeweils sechs Tage verteilt bietet das Programm der Internationalen Maifestspiele 2017. Die Ruhetage bieten im 1. Zyklus ein Wagner-Galakonzert, eine Vortragsmatinee und eine Lesung aus Thomas Manns »Wälsungenblut«, im 2. Zyklus Mozarts »Die Hochzeit des Figaro« und »Die Zauberflöte«.

»Das Unvergleichliche des Mythos’ ist, dass er jederzeit wahr und für alle Zeiten unerschöpflich ist«, schrieb Richard Wagner 1851. Sein »Ring des Nibelungen« ist ein Drama über Entstehung und Untergang einer mythischen Welt und trotz allem aktueller denn je. In Wagners Opern-Vierteiler um die Ordnung menschheitlichen Zusammenlebens sind Symbole wie Ring, Speer, Gold, Helm, Schwert und unzählige musikalische und inhaltliche Zeichen verwoben. Figuren, Ideen, Gedanken, Gefühle, Naturschilderungen fügen sich in Worten und Musik zu Bildern, in deren unendlicher Assoziationsfläche Verlustängste wie Zukunftsträume ihren Ausdruck finden. Am Ende bleibt die Hoffnung auf einen Neuanfang und darauf, dass es nach so viel Gewalt und Tod besser werden möge. Ein uneingelöster Wunsch nicht nur des 19., auch des 20. und 21. Jahrhunderts.

Termine GROSSES HAUS

1. Zyklus
Das Rheingold 26. April
Die Walküre 27. April
Siegfried 29. April
Götterdämmerung 1. Mai

2. Zyklus
Das Rheingold 23. Mai
Die Walküre 24. Mai
Siegfried 26. Mai
Götterdämmerung 28. Mai


Besetzung

Musikalische Leitung Alexander Joel
Inszenierung Uwe Eric Laufenberg
Bühne Gisbert Jäkel
Kostüme Antje Sternberg
Licht Andreas Frank
Video Falko Sternberg
Dramaturgie Katja Leclerc
Siegfried Andreas Schager
Mime Matthäus Schmidlechner
Der Wanderer Jukka Rasilainen, Thomas J. Mayer
Alberich Thomas de Vries
Fafner Young Doo Park
Erda Bernadett Fodor
Brünnhilde Sonja Gornik, Evelyn Herlitzius
Waldvogel Stella An
Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

Termine

Neuinszenierung | PremiereGROSSES HAUS17:00
NeuinszenierungGROSSES HAUS17:00
NeuinszenierungGROSSES HAUS17:00
Internationale Maifestspiele 2017 | NeuinszenierungGROSSES HAUS17:00
Internationale Maifestspiele 2017 | NeuinszenierungGROSSES HAUS17:00