Schauspiel

Rein Gold

Von Elfriede Jelinek

Sólveig Arnasdóttir, Christian Erdt, Roland S. Blezinger, Wolfgang Vater
Foto: Karl-Bernd Karwasz
Kruna Savić, Stella An
Foto: Karl-Bernd Karwasz
Wolfgang Vater, Stella An, Roland S. Blezinger, Christian Erdt, Sólveig Arnasdóttir, Kruna Savić, Janning Kahnert
Foto: Karl-Bernd Karwasz
Kruna Savić
Foto: Karl-Bernd Karwasz
Kruna Savić, Janning Kahnert, Roland S. Blezinger, Stella An, Wolfgang Vater
Foto: Karl-Bernd Karwasz
Stella An, Sólveig Arnasdóttir, Kruna Savić
Foto: Karl-Bernd Karwasz
Roland S. Blezinger, Kruna Savić
Foto: Karl-Bernd Karwasz

In Elfriede Jelineks Rein Gold fehlt zwar das »h«, aber ansonsten nicht viel von dem, was Wagner in seinem »Ring-Zyklus« thematisiert. Und es kommt noch einiges dazu, denn die Autorin verlinkt das Geschehen mit unserer Geschichte und Gegenwart. Ausgehend vom großen Disput zwischen Göttervater Wotan mit seiner Lieblingstochter Brünnhilde im dritten Akt der Walküre stimmt sich die Autorin analog zu Wagners Leitmotivik mit Marx’ »Kapital« auf den richtigen Ton ein und komponiert eine Sprachsymphonie, in der die großen Themen Geld und Liebe, Macht und Tod ebenso virtuos zum Klingen gebracht werden, wie die aktuellsten Phänomene unserer gegenwärtigen Lebenswirklichkeit.
In Tina Laniks Regie und Stefan Hageneiers Ausstattung wird aus Jelineks so genanntem »Bühnenessay« ein ebenso bildkräftiges wie intelligentes Spiel mit zahllosen Verweisen auf Wagners und unsere Welt. Mit fünf Schauspielen und zwei Sängern des Staatstheaters findet sich in der Eröffnungspremiere gleich das erste spartenübergreifende Ensemble der neuen Intendanz zusammen.      

Pressestimmen

»Arnarsdóttirs Bühnenpräsenz gibt Anlass zur Hoffnung, die Reise nach Wiesbaden könne sich auch künftig lohnen.«
Süddeutsche Zeitung, Jürgen Berger, 13.09.2014
»Auch wer nie verstanden hat, warum jedem Anfang ein Zauber innewohnen soll, kann feststellen, dass jedenfalls diesem Anfang ein imposanter Wille zur Perfektion innewohnt.«
Frankfurter Rundschau, Judith von Sternburg, 13.09.2014
»Der Wiesbadener Auftakt – ein Signal, das auf weitere akute, witzig verblüffende Gegenwartserkundungen neugierig macht«
Die deutsche Bühne, Annette Poppenhäger, 15.09.2014
»Nichts wie rein in dieses Zweistundenstück!«
Wiesbadener Kurier, Viola Bolduan, 13.09.2014