Oper

La Giuditta

»a tre«
Alessandro Scarlatti (1660 – 1725)
 
Oratorium für drei Stimmen, Streicher und Basso continuo | Libretto: Antonio Ottoboni | 1.  Uraufführung: Rom 1697
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln.
»Junge Oper« – In Koproduktion mit der Hochschule für Musik Mainz

Hyemi Jung, Radoslava Vorgic
Foto: Paul Leclaire
Radoslava Vorgic, Hyemi Jung, Christian Rathgeber
Foto: Paul Leclaire
Radoslava Vorgic
Foto: Paul Leclaire
Christian Rathgeber, Radoslava Vorgic, Hyemi Jung
Foto: Paul Leclaire
Christian Rathgeber, Radoslava Vorgic
Foto: Paul Leclaire
Hyemi Jung, Christian Rathgeber, Radoslava Vorgic
Foto: Paul Leclaire
Hyemi Jung, Radoslava Vorgic, Christian Rathgeber
Foto: Paul Leclaire
Radoslava Vorgic, Hyemi Jung
Foto: Paul Leclaire
Hyemi Jung
Foto: Paul Leclaire
Radoslava Vorgic, Hyemi Jung
Foto: Paul Leclaire

Eine Horrorszene: Die schöne Judith zückt das blanke Schwert und schlägt dem schlafenden Krieger Holofernes den Kopf ab, nachdem sie ihn verführt hat. Seit Caravaggio diese Bluttat theatralisch-barock auf die Leinwand bannte, ließ die junge jüdische Witwe mit dem Mut der Verzweiflung die Menschen nicht mehr los. Der sizilianische Komponist Alessandro Scarlatti etwa hat ihr gleich zwei Vertonungen gewidmet. Die zweite von 1697 bündelt den Blick auf die drei Hauptpersonen – wie Caravaggios Gemälde. Um ihre Heimat vom Terror zu befreien, vollendet Judith ihre Mission, gegen die Bedenken ihrer Amme. Sie verführt Holofernes, und der mächtige Feldherr schmilzt angesichts der schönen Frau dahin; Scarlattis Musik zeigt den Krieger als Mann mit menschlichen Schwächen. Aber wer könnte auch einem Schlaflied wie »Dormi, o fulmine di guerra« widerstehen? Alessandro Scarlatti steht hier auf der Seite der Frauen, die mit ihren eigenen Waffen kämpfen – bis hin zum kaltblütigen Mord. Im brodelnden Neapel des Barock schuf der Komponist ein Kammerspiel von Verführung und Tod – für drei Sänger, Streicher und basso continuo, mit hinreißend schönen Arien und dramatischen Duetten.


PREMIERE 28. Januar 2017

In Kooperation mit dem Museum Wiesbaden

im Rahmen der Sonderausstellung »Caravaggios Erben – Barock in Neapel«
vom 13. Okt. 2016 bis zum 12. Feb. 2017

Besetzung

Musikalische Leitung Christian Rohrbach
Inszenierung Chris Pichler
Bühne Matthias Schaller
Kostüme Claudia Weinhart
Licht Thomas Kluth
Giuditta Radoslava Vorgic
Oloferne Christian Rathgeber
Oloferne
Nutrice Hyemi Jung
Violine Swantje Hoffmann, Julia Huber-Warzecha
Viola Silke Volk
Violoncello Daniela Wartenberg
Violone Ichiro Noda
Laute Toshinori Ozaki
Cembalo Sabine Bauer
Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden

Kooperationspartner