Schauspiel

Hangmen

Von Martin McDonagh
Deutsch von Michael Raab

Evelyn M. Faber
Foto: Karl & Monika Forster
Evelyn M. Faber, Rainer Will, Stefan Graf, Konstantin Bühler
Foto: Karl & Monika Forster
Stefan Graf
Foto: Karl & Monika Forster
Konstantin Bühler, Rainer Will, Benjamin Krämer-Jenster, Evelyn M. Faber
Foto: Karl & Monika Forster
Ulrich Rechenbach, Stefan Graf
Foto: Karl & Monika Forster
Ensemble
Foto: Karl & Monika Forster
Stefan Graf, Maximilian Pulst, Konstantin Bühler
Foto: Karl & Monika Forster
Maximilian Pulst, Stefan Graf
Foto: Karl & Monika Forster
Tom Gerber, Ulrich Rechenbach, Konstantin Bühler, Maximilian Pulst, Stefan Graf
Foto: Karl & Monika Forster
Tom Gerber
Foto: Karl & Monika Forster
Rainer Will
Foto: Karl & Monika Forster
Llewellyn Reichman, Evelyn M. Faber
Foto: Karl & Monika Forster
Llewellyn Reichman, Stefan Graf
Foto: Karl & Monika Forster
Evelyn M. Faber
Foto: Karl & Monika Forster
Rainer Will, Benjamin Krämer-Jenster, Konstantin Bühler
Foto: Karl & Monika Forster
Tom Gerber, Ensemble
Foto: Karl & Monika Forster
Benjamin Krämer-Jenster, Rainer Will, Tom Gerber, Evelyn M. Faber, Stefan Graf
Foto: Karl & Monika Forster
Stefan Graf, Tom Gerber
Foto: Karl & Monika Forster
Tom Gerber, Uwe Kraus, Uwe Zerwer, Evelyn M. Faber
Foto: Karl & Monika Forster

Die Stücke von Martin McDonagh, schwankend zwischen ländlich-irischer Trostlosigkeit von »Leenane« bis »Inishmoor« und böser Komödie voll absurder Situationen und Dialoge, haben schon seit den frühen 90ern ein breites Publikum begeistert. Dann bewies McDonagh mit »Der Kissenmann« 2003 fulminant, dass er als Dramatiker nicht nur der Chronist irischer Schrulligkeiten ist, zog sich aber für geraume Zeit vom Theater zurück. Sein Kurzfilm »Six Shooter« wie auch sein erster Spielfilm »Brügge sehen und sterben« brachten ihm 2006 und 2008 Oscar-Nominierungen ein. Bei beiden Projekten war er für Regie und Drehbuch verantwortlich. Sein erstes Stück nach über zehnjähriger Bühnenabstinenz wurde in England im vergangenen Jahr daher mit größter Spannung erwartet: »Hangmen« ist wieder »typisch McDonagh, denn Humor und Gewalt liegen nahe beieinander.
 
Die böse Hommage an einen selten im Fokus stehenden Berufsstand definiert mit ironisch-leichter Hand den Begriff der »Swinging 60s« neu: 1965, am Tag der Abschaffung der Todesstrafe mischt sich im Pub von Harry, dem zweitberühmtesten Henker Englands, unter die ortsüblichen Trinker nicht nur ein neugieriger Reporter, der Fragen nach Pierrepoint, dem Henker Nummer eins, stellt. Plötzlich taucht - wie in einem klassischen Western-Setting - auch ein seltsamer Unbekannter in der Runde auf, der alle in Unruhe versetzt. Als dann noch Harrys Tochter verschwindet, scheint die Vergangenheit den Henker endgültig einzuholen.
McDonagh kreiert einen ausbalancierten Plot, der genaue Figurenzeichnung und erzählerische Verve mit grundlegenden Fragen über Staatsgewalt und Schuld paart, ohne je ins Banale oder Moralisierende zu kippen.


PREMIERE 19. November 2016

Pressestimmen

McDonagh mischt [in seinem neuen Stück] die Erfolgsfaktoren seiner Produktionen auf überaus wirkungsvolle Weise: skurrile Charaktere, witzige Dialoge mit bösen Widerhaken, eine absurde Handlung, die als vollkommen selbstverständlich präsentiert wird. Und all das grundiert vom sprichwörtlich makabren britischen Humor. [...] Mit dem Tod wird hier so umstandslos fröhlich umgegangen wie mit dem Biertrinken am Tresen: Ingo Kerkhofs Inszenierung arbeitet die köstlichen Dialoge (übersetzt von Michael Raab) wunderbar heraus und transportiert sehr viel Londoner West-End-Atmosphäre ins Kleine Haus des Staatstheaters. Seinen Schauspielern machen die zwischen Realismus und Karikatur angelegten Rollen sichtlich Spaß.
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Matthias Bischoff, 21.11.2016

Termine

Deutschsprachige ErstaufführungKleines Haus19:30 - 22:20
Deutschsprachige ErstaufführungKleines Haus19:30 - 22:20
Deutschsprachige ErstaufführungKleines Haus19:30 - 22:20