Kruna Savić

Schauspielerin
Ihr Schauspielstudium absolvierte sie von 2007 bis 2011 an der Akademie der Künste in Belgrad. Dort spielte sie am KPGT Theater Elisabeth in William Shakespeares »Richard III« und am Belgrader Drama Theater die Rolle der Sanja in Beka Savićs »Das Mal«. Am Düsseldorfer Schauspielhaus war Kruna Savić in der Spielzeit 2013.2014 als regelmäßiger Gast zu sehen und arbeitete dort mit den Regisseuren Oliver Frljić, Juliane Kann und Wera Mahne. Von 2014 bis 2018 war Kruna Savić festes Ensemblemitglied am Hessischen Staatstheater Wiesbaden. Dort spielte sie u. a.Cleopatra in John von Düffels »Römische Trilogie« in der Regie von Beka Savić,Nina in Anton Tschechows »Die Möwe« in der Regie von Ingo Kerhof und Julie in Ferenc Molnars »Liliom« in der Regie von Thomas Jonigk. Mit Beginn der Spielzeit 2018.2019 ist Kruna Savić festes Ensemblemitglied am Staatstheater Mainz.

Produktionen

Julie in »Liliom«
Nina Michailowna Saretschnaja, Tochter eines reichen Gutsbesitzers in »Die Möwe«

Galerie

Foto: Karl & Monika Forster
Römische Trilogie
Paul Simon, Kruna Savić, Michael Birnbaum
Foto: Karl & Monika Forster
Römische Trilogie
Michael Birnbaum, Thomas Jansen, Kruna Savić
Foto: Karl & Monika Forster
Römische Trilogie
Kruna Savić
Foto: Karl Forster
Aus dem bürgerlichen Heldenleben
Kruna Savić, Tobias Lutze
Foto: Karl Forster
Aus dem bürgerlichen Heldenleben
Tobias Lutze, Kruna Savić
Foto: Karl & Monika Forster
Biedermann und die Brandstifter
Kruna Savić
Foto: Karl & Monika Forster
Biedermann und die Brandstifter
Kruna Savić
Foto: Andreas Etter
Kruna Savić
Foto: Sven-Helge Czichy
Jane Eyre
Kruna Savić
Foto: Sven-Helge Czichy
Jane Eyre
Kruna Savić
Foto: Paul Leclaire
Hedda Gabler
Janning Kahnert, Kruna Savić, Uwe Kraus, Judith Bohle (hinten)
Foto: Andreas Etter
Mutter Courage und ihre Kinder
Sólveig Arnarsdóttir, Barbara Dussler, Kruna Savić
(hinten: Gabriel Cazes)
Foto: Andreas Etter
Mutter Courage und ihre Kinder
Kruna Savić, Ensemble
Foto: Andreas Etter
Sechs Jahre – Der Abschied von meiner Schwester
Kruna Savić, Evelyn M. Faber
Foto: Andreas Etter
Sechs Jahre – Der Abschied von meiner Schwester
Evelyn M. Faber, Kruna Savić, Judith Bohle
Foto: Bettina Müller
Eine Familie
Sólveig Arnarsdóttir, Kruna Savić, Janina Schauer
Foto: Bettina Müller
Die Kinder bleiben
Janning Kahnert, Kruna Savić
Foto: Bettina Müller
Die Kinder bleiben
Kruna Savić, Stefan Graf, Judith Bohle
Foto: Lena Obst
Clavigo
Kruna Savić, Barbara Dussler
Foto: Lena Obst
Die lächerliche Finsternis
Kruna Savić
Foto: Lena Obst
Der Junge in der Tür
Kruna Savić, Toomas Täht
Foto: Andreas Etter
Die Träume der Armen – Die Ängste der Reichen
Kruna Savić
Foto: Karl-Bernd Karwasz
Rein Gold
Kruna Savić, Stella An
Foto: Karl-Bernd Karwasz
Rein Gold
Kruna Savić

Pressestimmen

Einer der berührendsten Momente aber ist Kruna Savićs Interpretation eines russischen Lieds der Sinti und Roma, dessen Text man zwar nicht verstehen konnte, dessen Gefühl von verzweifelter Heimatlosigkeit sich aber deutlich vermittelte.
Wiesbadener Kurier, Birgitta Lamparth, 19.11.2016
Die radikale Abwesenheit von Dekor lässt ein Blumenkränzlein wie illuminiert erscheinen, ein kleiner Abend, der achtsam ist wie Janes selbst sich das nie leisten könnte. Der aber auch lebt von einer überraschenden, haargenauen, konzentrierten Schauspielerleistung. Ohne Kruna Savic, die Schwester der Regisseurin, wäre das Unterfangen in dieser Form sinnlos gewesen. Kruna Savic ist eine perfekte Jane Eyre, aber nicht die, die sich der Kinobesucher am Ende doch vorstellen wird (nämlich die aparte Charlotte Gainsbourg), sondern eine äußerlich unauffällige, sympathische Frau. Auch in ihren heldischen Momenten – den guten Antworten, die sie gibt – eine Heldin, wie Frauen sie sich erdenken mögen. Kruna Savic spielt das sehr sparsam, hervorragend gelingen dadurch etwa die Kinderszenen, unter Erwachsenen bekanntlich eine zumeist beschämende Sache. Kruna Savic als kleines Mädchen Jane ist hingegen von Niedlichkeit so weit entfernt wie von ihrer Umgebung. Manchmal sagt sie etwas kaum Hörbares, nicht weil sie schüchtern wäre, sondern weil die Menschen um sie herum sich einfach unmöglich verhalten. Regie und Schauspielerin treiben dem Zuschauer den Rest von romantischen Empfindungen aus, die dank der Rezeption mit dem Namen der Autorin und der Titelheldin verbunden sein mögen.
Frankfurter Rundschau, Judith von Sternburg, 13.05.2016
Die Intensität ist vom ersten Augenblick anspürbar. Kruna Savić spielt das zehn Jahre alte Waisenkind Jane, das beientfernten Verwandten leben muss und missachtet, gequält und erniedrigt wird, in diesen frühen Szenen mit kindlichem Ernst und einer großen inneren Stärke, die das gesamte Leben der jungen Frau durchzieht. Hier - das zeigt sich bereits in der ersten Viertelstunde dieses intensiven Abends im Studio des Staatstheaters Wiesbaden - wächst ein außergewöhnlicher Mensch heran, eine Frau, die sich von den sie umgebenden Verhältnissen nicht zerstören lassen wird. (...) Denn »Jane Eyre« ist bei allem Verhaftetsein in seiner Epoche und romantischen Stereotypen eine frühe Emanzipationsgeschichte. Jane ist in jeder Hinsicht die Überlegene, doch erst als auch materiell Ebenbürtige, nun vollends Stärkere kann sie den am Ende erblindeten Rochester nach dem grausamen Tod seiner Frau heiraten. Die Rollenmuster werden verkehrt. All dies zeigt Kruna Savić auf der Bühne höchst überzeugend. Janning Kahnert, der neben anderen männlichen Nebenfiguren vor allem den Rochester spielt, ist in diesem klug verdichteten Kammerspiel schauspielerisch durchweg ein Partner auf Augenhöhe, doch sein Rochester ist von Beginn an ein widersprüchlicher Mann, dem man nicht trauen sollte. Dass Jane seinen Heiratsantrag annimmt, nur um im Moment der Trauung erfahren zu müssen, dass er verheiratet ist und seine geisteskranke Frau unterm Dach des Hauses verbirgt, ist in der Wiesbadener Inszenierung wie im Buch ein Paukenschlag. Und wieder sieht man am Gesicht Kruna Savićs alles, was in ihr vorgeht, vieler Worte und Bewegungen bedarf es da nicht. Ein starker Brontë-Abend mit zwei überragenden Darstellern. 
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Matthias Bischoff, 12.05.2016
Die schauspielerischinteressanteste Figur ist die Sophie von Kruna Savić: eine Frau von schiergeheimnisvoller Ambivalenz, die im Wechselspiel der Gefühle ihre eigenen Zielezu verfolgen scheint.
Rheinzeitung, Andreas Pecht, 08.03.2015
Das ist ein lustiges, dessen Pulverdampf aber einem noch nachhängt, wenn man das Theater verlässt. Und das ist schon ziemlich viel in einem Gewerbe, in dem es wenig neue Texte gibt, die etwas wagen. Lotz’ »Die lächerliche Finsternis« ist fast schon anmaßend mit dieser Art, in Bruchstücken, zwischen Kalauern und Kitsch das ganz Große zu verhandeln, die Frage danach, wie es sich in dieser verdammten Welt denn aushalten lasse.
Dazwischen werden Eier gebraten und Lippenbären geknutscht, was Schauspielerin Kruna Savić ebenso virtuos erzählt wie den Monolog des somalischen Piraten Michael Ultimo Pussi zu Beginn.
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Eva-Maria Magel, 12.01.2015
»[In Wiesbaden] allemal ein Experiment. Dass es über weite Strecken aufgeht, ist neben den engagiert zu Werke gehenden Laiendarstellern den Ensemblemitgliedern Christian Erdt, Ulrich Rechenbach und Kruna Savić zu danken und dem geschmeidigen Wechsel der Perspektiven.
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Christoph Schütte, 27.09.2014