Susanne Füller

Bühne & Kostüme
Susanne Füller, geboren in Bochum, studierte Architektur und Szenografie in Potsdam sowie Kunstgeschichte in Berlin. Ab 2000 Szenenbildnerin für Film und Fernsehproduktionen. 2004-2009 in der Intendanz von Uwe Eric Laufenberg als Bühnen- und Kostümbildnerin am Potsdamer Hans-Otto Theater. Seitdem freiberuflich als Bühnen- und Kostümbildnerin für Opern ebenso wie für Musical- und Schauspielproduktionen, u. a. in Köln, Berlin, Meiningen, Hannover, Bremerhaven und Essen. Für das Staatstheater Wiesbaden seit der Spielzeit 2014.2015 u. a. in der Oper Kostüme und Bühne (zusammen mit Matthias Schaller) für »Norma« von Vincenzo Bellini, »Die menschliche Stimme«/»Herzog Blaubarts Burg« von Francis Poulenc/Béla Bartók, Kostüme für »Hänsel und Gretel«, im Schauspiel und Jungen Staatstheater Bühne und Kostüme für »Scrooge«, »Der Junge in der Tür« von Juan Mayorga, »Die Buddenbrooks« sowie Kostüme für »Hedda Gabler«, »Jane Eyre« und das Bühnenbild des Weihnachtsmärchens »Das doppelte Lottchen«. Bei Neuproduktionen der aktuellen Spielzeit in der Oper Kostüme für die »Fledermaus«, Kostüme und Bühne (gemeinsam mit Matthias Schaller) für »Die Zauberflöte«, im Schauspiel Bühne und Kostüme für »Auerhaus« sowie das Bühnenbild für »Terror« .




Produktionen

Bühne & Kostüme in »Römische Trilogie«
Bühne & Kostüme in »Wir werden unter Regen warten«
Bühne in »Terror«
Bühne & Kostüme in »Auerhaus«
Bühne, Kostüme in »Die Zauberflöte«
Kostüme in »Die Fledermaus«
Bühne in »Jane Eyre«
Kostüme in »Hedda Gabler«
Bühne, Kostüme in »Katja Kabanowa«
Kostüme in »Hänsel und Gretel«
Bühne & Kostüme in »Buddenbrooks«
Bühne, Kostüme in »Norma«
Bühne & Kostüme in »Krieg – Stell dir vor, er wäre hier«

Galerie

Foto: Paul Leclaire
Die Zauberflöte
Katharina Konradi
Foto: Sven-Helge Czichy
Jane Eyre
Kruna Savić, Janning Kahnert
Foto: Paul Leclaire
Hedda Gabler
Judith Bohle, Tom Gerber
Foto: Paul Leclaire
Katja Kabanowa
Sabina Cvilak, Dalia Schaechter, Silvia Hauer
Foto: Sven-Helge Czichy
Hänsel und Gretel
Franziska Gottwald, Stella An, Jugendchor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
Foto: Karl & Monika Forster
Die menschliche Stimme / Herzog Blaubarts Burg
Herzog Blaubarts Burg
Vesselina Kasarova, Gerd Grochowski
Foto: Karl & Monika Forster
Die menschliche Stimme / Herzog Blaubarts Burg
Julia Migenes
Foto: Paul Leclaire
Norma
Erika Sunnegårdh
Foto: Karl-Bernd Karwasz
Scrooge oder Weihnachten vergisst man nicht
Tilman Rose, Clarissa Ross, Thomas Jansen

Pressestimmen

Generalmusikdirektor Zsolt Hamar trägt im Großen Haus, wo das Publikum die Premiere feiert, die Verantwortung für die gleißende Pracht der großen Orchester-Tableaus und das hartnäckige Blut-Motiv, das Judit und Blaubart durch den Versuch einer Annäherung folgt.
Der ungarische Dirigent ist hier bei Bartók ganz in seinem Element und sorgt im Orchestergraben für eine konzentrierte Intensität (...) Auf der Bühne stehen für Bartók freilich auch zwei Sängerdarsteller zur Verfügung, bei denen er nicht den Schongang einlegen muss: Stargast Vesselina Kasarova ist mit ihrem kraftvoll glühenden Mezzo eine großformatige Judit von starker Bühnenpräsenz. An ihrem Blaubart, den der vorzüglich gestaltende Gerd Grochowsld für den erkrankten Johannes Martin Kränzle übernommen hat, klebt nicht nur das Blut der Exfrauen und anderer Opfer seiner Macht, sondern auch das Bürograu eines Funktionärs. (...) Hier ersticht Blaubart die Frau, die, ähnlich wie Lohengrins Elsa, zuviel wissen wollte. Wie das in der Oper immer mal wieder passiert, darf Vesselina Kasarova trotzdem noch weitersingen in einer szenisch wie musikalisch eindringlichen Interpretation, an deren Erfolg auch Susanne Füllers Kostüme und Matthias Schallers Bühne ihren Anteil haben. Atemberaubend ist der synästhetische, auch orchestral glanzvoll illustrierte Ausblick auf Blaubarts weite, wüste Seelenlandschaft, für die sich die Bühnenarchitektur weit öffnet. (...) Julia Migenes, Jahrgang 1949, fasziniert in einer Filmfassung der Monooper, die sie vor einem Vierteljahrhundert mit George Prêtre, dem Dirigenten der Uraufführung, eingespielt hat. (...) Der Regisseur Thorleifur Örn Amarsson sozusagen aus dem Verfall Konzept macht, das Altern einer Künstlerin selbst: thematisiert: Schallplatten liegen in ihrer beengten, ausweglosen, von Susanne Füller gestalteten Guckkasten-Garderobe auf dem Boden verstreut. Sie künden von glanzvolleren Zeiten. (...) Die anrührendsten Passagen aber zeigen in großformatigen Videoprojektionen des Gesichts von Julia Migenes, dass diese Sängerin immer noch eine große Darstellerin ist – mit einem Ausdruck in den Augen, um den sie auch Stummfilmstars wie Gloria Swanson beneiden müssten.
Wiesbadener Kurier, Volker Milch, 21.04.2015