Beka Savić

Regie
Beka Savić stammt aus Serbien. Sie studierte Szenisches Schreiben und Dramaturgie an der Akademie der Künste in Belgrad. Schon während des Studiums arbeitete sie als Regieassistentin und Dramaturgin an allen großen Opern- und Schauspielhäusern in Serbien. Von 2011 bis 2014 war sie Regieassistentin an der Oper Köln, seit 2013.2014 auch Leiterin der Kinderoper Köln. An der Oper Köln arbeitete sie mit Regisseuren wie Uwe Eric Laufenberg, Dietrich Hilsdorf und Tatjana Gürbaca. In der Kinderoper debütierte sie mit ihrer Inszenierung von »Le Rossignol« von Strawinski. Beka Savić ist auch als Dramatikerin und Drehbuchautorin tätig. Zwei ihrer Theaterstücke wurden in Serbien uraufgeführt. Kurzfilme, für die sie Drehbücher schrieb, wurden zu Filmfestivals in Serbien, den USA, Armenien, Spanien, Mexiko, Italien und Deutschland (Max-Ophüls-Preis) eingeladen und mehrfach mit dem Preis für den besten Film ausgezeichnet. Seit der Spielzeit 2014.2015 ist Beka Savić Spielleiterin am Hessischen Staatstheater Wiesbaden. Hier leitete sie bislang die Neueinstudierungen von »Die Hochzeit des Figaro«, »Tosca« und »Don Pasquale«. In der Spielzeit 2015.2016 wird sie mit »Hänsel und Gretel« in der Oper und »Jane Eyre« im Schauspiel eigene Regiearbeiten in Wiesbaden zeigen.



Produktionen

Inszenierung in »Die Hochzeit des Figaro«
Regie in »Terror«
Regie & Bühne in »Jane Eyre«
Inszenierung in »Hänsel und Gretel«
Spielleitung in »La Traviata«

Pressestimmen

Die liebevolle Aufführung von „Hänsel und Gretel“ im Staatstheater Wiesbaden wendet sich vor allem an Familien mit jüngeren Kindern. Märchenhaft wandert der nächtliche Wald in der neuen Wiesbadener Opern-Inszenierung. Er leuchtet, glitzert und verführt traumschön große und kleine Besucher im Staatstheater. Pünktlich zum vorweihnachtlichen Lebkuchenduft können bei dieser Aufführung die Eltern ihren Jugendträumen nachhängen – und ihre Sprösslinge die Verführungskraft von Musiktheater altersgerecht erfahren.

Zu bestaunen in Beka Savićs Inszenierung ist eine zart poetische Sicht auf Humperdincks Märchenspiel, die sich eng an die Vorlage hält. Wie auf Bettina Neuhaus‘ Bühne ein spektakulärer Riesenmond aufgeht, wie leuchtende Schattenumrisse auf Baumstämme projiziert werden und sich Waldtiere zu engelsgleich leuchtenden Fabelwesen wandeln, ist große Theaterkunst.

Mezzosopranistin Franziska Gottwald ist als Hänsel eine spektakuläre Besetzung, der Stella Ans Gretel mit lyrisch feinem Sopran zur Seite steht. Margarete Joswig legt ein brillantes Mezzo-Debüt als Mutter Gertrud hin, die in Thomas Jesatkos Bayreuth-erfahrenem Bassbariton als Peter Besenbinder einen idealen Partner hat. Während Katharina Konradi Sand- und Taumännchen glockenhell zelebriert. Das Dirigat Michael Helmraths gelingt farbenreich und anmutig, besonders innig zelebriert er das Abendgebet im Zauberwald. Nicht nur die Kinder gehen von Anfang an voll mit, auch den großen hat es famos gefallen.
Bettina Boyens, Frankfurter Neue Presse, 17.11.2015
Man staunte nur noch über die musikalischen und szenischen Qualitäten einer kompletten Runderneuerung, die vom elektrisierten Publikum im großen Haus begeistert begrüßt wird.
Die ersten Stromstöße kommen aus dem Orchestergraben, wo der Gastdirigent Konrad Junghänel den Schalter umlegt und einen oft atemberaubend, manchmal gefährlich rasanten, brillant geschärften Mozart auf der Basis seiner reichen Erfahrung als »Historiker« dirigiert.
Die für die Spielleitung verantwortlich zeichnende Beka Savic hat offenbar ganze Arbeit geleistet und sorgt für temperamentvolles Spiel, wo früher in den kühlen Marmor-Räumen des Bühnenbildners Csaba Antal gepflegte Langeweile herrschte.
Eine Entdeckung fürs Wiesbadener Publikum ist (nach seinem Geisterboten in der »Frau ohne Schatten«) Matias Tosi als ein schön timbrierter Figaro… Eine ähnlich starke Bühnenpräsenz zeichnet in Verbindung mit vokaler Brillanz die Susanna der Elisa Cho aus. Eine in jeder Hinsicht große, im »Dove sono« anrührend melancholische Gräfin ist Jacquelyn Wagner, die im Grafen von Gary Griffiths einen starken Partner hat.
Auch Franziska Gottwalds Cherubino, der Bartolo von Wolf Matthias Friedrich, Benedikt Nawraths Basilio, Aaron Cawleys Don Curzio, der Antonio von Monte Jaffe, Hilke Andersens Marcellina, der von Albert Horne einstudierte Chor und die berückende Barbarina von Stella An tragen zu diesem großen Mozart-Vergnügen bei.
Wiesbadener Kurier, Volker Milch, 29.09.2014