Thomas Blondelle

Tenor

Der gebürtige Belgier studierte Gesang in Brügge. Erstengagements führten ihn nach Luxemburg, Antwerpen, Braunschweig und Toulon. Seit 2009 ist Blondelle Ensemblemitglied der Deutschen Oper Berlin, hier war er unter anderem als Tamino (»Die Zauberflöte«), Walther von der Vogelweide (»Tannhäuser«), Prinz (»Die Liebe zu den drei Orangen«), Pelléas (»Pelléas et Mélisande«) und Male Chorus (»The Rape of Lucretia«) zu hören. Er war Erik (»Der fliegende Holländer«) in Straßburg, sang seinen ersten Tambour-Major in »Wozzeck« in Glasgow und Max im »Freischütz« in Stuttgart. In Wiesbaden war er in der vergangenen Spielzeit in der Titelpartie von »Der Graf von Luxemburg« sowie als Erik engagiert. 2016.2017 singt er hier Loge (»Das Rheingold«), Belmonte (»Die Entführung aus dem Serail«) und Lenski (»Eugen Onegin«).

Produktionen

Matteo in »Arabella«
Lenski in »Eugen Onegin«
Loge in »Das Rheingold«

Galerie

Foto: Karl & Monika Forster
Das Rheingold
Thomas Blondelle
Foto: Andreas Etter
Der Graf von Luxemburg
Thomas Blondelle, Siphiwe McKenzie
Foto: Andreas Etter
Der Graf von Luxemburg
Siphiwe McKenzie, Thomas Blondelle
Foto: Andreas Etter
Der Graf von Luxemburg
Siphiwe McKenzie, Thomas Blondelle

Pressestimmen

Bestens disponiert und stimmlich hocherfreulich Christopher Bolduc in der Rolle des Onegin. Ebenbürtig sein Freund und Feind Lenski, den Thomas Blondelle markant und stimmstark gab.
Frankfurter Rundschau, Bernhard Uske, 13.03.2017
Selten ist der Gesamteindruck einer Inszenierung derart stark von der Leistung eines einzelnen Darstellers geprägt worden, wie dies nun im Auftakt zum neuen Wiesbadener Ring geschehen ist. Thomas Blondelle spielt und singt als Loge alle an die Wand. Der listige Feuergott erscheint bei ihm als eine Art Wiedergänger von Heath Ledger mit seiner kongenialen Joker-Performance im Batman-Epos »The Dark Knight« (allerdings ohne grelle Schminke). Hinterhältig-verspielt und mit einer hellwachen, doppelbödigen Präsenz hat sich Blondelle die Rolle mit jeder Faser einverleibt. Man kann sich gar nicht satt sehen, wie in seiner Mimik die Stimmungen von der einen auf die andere Sekunde umschlagen, wie er Götter, Riesen und Zwerge manipuliert, den Hofnarren spielt, dessen sarkastischem, leicht irrem Humor immer diabolisch-gefährliche Boshaftigkeit beigemischt ist. So schwänzelt und schlängelt er um die übrigen Protagonisten herum, und man kann den Blick von ihm nicht lassen, um ja keinen Gesichtsausdruck und keine Geste zu verpassen. Dazu läßt der junge Sänger seinen gesunden, lyrischen Tenor in unendlich vielen Klangfarben schillern. Die Stimme kann schön und rund, giftig-spitz, auftrumpfend und einschmeichelnd klingen. Der Text wird dabei bis in die kleinsten Nuancen ausgedeutet. Mit dieser phänomenalen Leistung würde Blondelle jede Rheingoldaufführung in beliebigen Kulissen und Regiekonzepten zu einem kleinen Ereignis machen.
deropernfreund.de, Michael Demel, 19.11.2016
Zum vortrefflichen Orchesterniveau gesellten sich im Vokalbereich so manche Überraschungen. Somit möchte ich auch zuerst die Glanzleistung des Abends und Publikums-Favoriten Thomas Blondelle würdigen. Den ätzend-hintersinnigen Loge präsentierte der exzellente Tenor als geschmeidigen Zyniker, dessen vokaler Feuerschweif in vielen Farben glimmt und dem zaudernden Götterclan gewaltig einheizt. Hochkarätig glänzt das Material im Höhenbereich, in akribischer Süffisanz punktet der Sänger mit lyrisch-kultivierten Tönen und blieb dem agilen Feuergott zur vorbildlichen Diktion in keiner Weise etwas schuldig.
Der Neue Merker, Gerhard Hoffmann, 15.11.2016
Weil Karneval ist, tappen etliche Figuren im Ganzkörpertierkostüm herum, der Graf selbst heiratet sogar noch als halber Fuchs, der er auch zweifellos ist. Oben guckt da aber bereits der Tenor Thomas Blondelle heraus, der bei weitem glanzvoll genug singt, um den Besuch zu empfehlen.
Das Personal wird zunehmend munterer: Zu Blondelle, der auch vorzüglich spielt, der Operettentenor, von dem man träumt an peinlichen Abenden, gesellt sich McKenzie als sympathisches, ebenbürtiges stimmliches Pendant.
Frankfurter Rundschau, Judith von Sternburg, 20.10.2015
Thomas Blondelle ragt mit seinem klangstarken Tenor und vollem Bühneneinsatz heraus.
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Bernd Stegemann, 19.10.2015
Insbesondere Thomas Blondelle in der Titelrolle stellt hier seine geschmeidige Tenorstimme mit Verve heraus, aber auch die Sopranistin Siphiwe McKenzie glänzt als graziöse Opernsängerin Angele Didier (in einem ausgefallenen Kleid).
Kulturfreak, Markus Gründig, 19.10.2015

Termine

Der Ring des Nibelungen
Vorabend
Internationale Maifestspiele 2017 | NeuinszenierungGROSSES HAUS19:30 - 22:00
Neuinszenierung | PremiereGROSSES HAUS19:30
NeuinszenierungGROSSES HAUS19:30
NeuinszenierungGROSSES HAUS19:30
NeuinszenierungGROSSES HAUS19:30
NeuinszenierungGROSSES HAUS19:30
NeuinszenierungGROSSES HAUS19:30
NeuinszenierungGROSSES HAUS19:30
NeuinszenierungGROSSES HAUS19:30