Oper
Hessisches Staatstheater Wiesbaden
Wiesbaden | Deutschland

Così fan tutte

oder Die Schule der Liebenden
Wolfgang Amadeus Mozart (1756 -1791)
Opera buffa in zwei Akten
Libretto: Lorenzo da Ponte
Uraufführung: 1790 in Wien
In italienischer Sprache.
Mit deutschen Übertiteln.

Julia Lezhneva
Foto: Uli Weber
Daniella Fally
Foto: Marcel Gonzalez Ortiz
Foto: Karl & Monika Forster

Am Anfang steht eine dumme Männerwette über die weibliche Treue. Der Dünkel der Herren Offiziere (uns wird man nicht untreu) und der (Aber-)Glaube der Fräulein (unsere Liebe hält ewig) entpuppt sich alsbald als klare Selbsttäuschung. Das italienische Lustspiel, als vergnügliches Experiment mit sicherer Prognose gedacht, entwickelt sich zur Beziehungskrise inklusive vorgetäuschtem Selbstmord, Partnertausch, Schwüren, Tränen, Küssen, Ohrfeigen. Am Ende bleibt für alle vier offen, ob und wenn ja, wem man sich emotional und ehevertraglich verbunden fühlt. Das große Wunder ist Mozarts Musik, die die Protagonisten der »Schule der Liebenden« (so der Untertitel der Oper) mit Arien von Zärtlichkeit bis Verzweiflung, mit kunstvollen Ensembles und einer Prise Humor charakterisiert.
 
In der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg sitzt das Publikum wahlweise im Zuschauerraum oder auf der Bühne, die Sänger agieren auf beiden Seiten, und im Zentrum spielt die Musik. Das »vokale Großereignis«, wie die Presse schrieb, steht unter der Leitung von Mozart-Spezialist Konrad Junghänel. Der russische Sopran-Shooting Star Julia Lezhneva singt Fiordiligi neben Silvia Hauer (1. Preis Bundeswettbewerb Gesang) als Dorabella. Daniela Fally (Wiener Staatsoper) ist Despina. William Shimell, jüngst als Don Alfonso bei den Wiener Festwochen, ist in seiner Paradepartie nun auch in Wiesbaden zu erleben. Der frischgebackene Londoner »Operalia«-Gewinner Ioan Hotea singt seinen ersten Ferrando und der amerikanische Bariton Christopher Bolduc ist Guglielmo.

Ungewöhnliche Perspektiven

Bei dieser Produktion haben einige Zuschauerinnen und Zuschauer die Gelegenheit, das Bühnengeschehen aus einem ungewohnten Blickwinkel zu verfolgen. Sie sitzen auf einer Tribüne direkt gegenüber den Zuschauerrängen im hinteren Bereich der Bühne und schauen mit dem schönen Saal im Hintergrund auf ein ganz besonderes Bühnenbild. Karten für die Tribüne erhalten Sie im Saalplan mit einem Klick auf »Weitere Plätze«.

Besetzung

Musikalische Leitung Konrad Junghänel
Inszenierung Uwe Eric Laufenberg
Bühne Matthias Schaller
Kostüme Antje Sternberg
Chor Albert Horne
Dramaturgie Regine Palmai
Fiordiligi Julia Lezhneva
Dorabella Silvia Hauer
Ferrando Ioan Hotea
Guglielmo Christopher Bolduc
Despina Daniela Fally
Don Alfonso William Shimell
Chor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, Hessisches Staatsorchester Wiesbaden