Oper

Boris Godunow

Modest Mussorgski (1839-1881)
Oper in vier Akten mit Prolog
Libretto: vom Komponisten nach Alexander Puschkin
Uraufführung der Fassung von 1872 /1873: 1874 in St. Petersburg
In russischer Sprache.
Mit deutschen Übertiteln.
In Kooperation mit dem Staatstheater Darmstadt

Shavleg Armasi, Chor
Foto: Karl-Bernd Karwasz
Richard Furman, Young Doo Park
Foto: Karl-Bernd Karwasz
Celeste Haworth. Kyung Il Ko, Wolf Matthias Friedrich
Foto: Karl-Bernd Karwasz
Monika Bohinec, Damenchor
Foto: Karl-Bernd Karwasz
Celeste Haworth, Minseok Kim, Wolf Matthias Friedrich, Andreas Wellano
Foto: Karl-Bernd Karwasz
Richard Furman, Chor
Foto: Karl-Bernd Karwasz
Richard Furman, Andreas Wellano
Foto: Karl-Bernd Karwasz
Alexander Fedin, Benjamin Russell
Foto: Karl-Bernd Karwasz
Shavleg Armasi, Chor
Foto: Karl-Bernd Karwasz
Celeste Haworth, Andreas Wellano
Foto: Karl-Bernd Karwasz
Andreas Wellano, Monika Bohinec, Thomas de Vries
Foto: Karl-Bernd Karwasz
Thomas de Vries, Richard Furman, Andreas Wellano
Foto: Karl-Bernd Karwasz
Richard Furman, Chor
Foto: Karl-Bernd Karwasz
Richard Furman, Andreas Wellano
Foto: Karl-Bernd Karwasz
Richard Furman, Monika Bohinec (Projektion)
Foto: Karl-Bernd Karwasz
Benjamin Russell, Chor
Foto: Karl-Bernd Karwasz
Chor
Foto: Karl-Bernd Karwasz
Ulrika Strömstedt, Stella An
Foto: Karl-Bernd Karwasz
Monika Bohinec, Chor
Foto: Karl-Bernd Karwasz

Das Streben nach Macht ist ebenso zeitlos wie politische Morde und die Verschleierung der Verantwortlichkeiten. So beschrieb Modest Mussorgski auch Sinn und Ziel seiner Arbeit als Entdeckung des »Vergangenen im Gegenwärtigen«. In »Boris Godunow« schildert der ebenso geniale wie lebensuntüchtige Komponist die Machtkämpfe um die Nachfolge Zar Iwans des Schrecklichen. Parallel lässt er das Psychogramm eines schuldbeladenen Herrschers und das großartig gestaltete Panorama eines Volkes ablaufen, das diesen erst verehrt, zunehmend unter ihm leidet und schließlich gegen ihn aufbegehrt. Doch die ersehnte befreiende Wirkung bleibt auch nach dem Untergang des Herrschers aus. Stattdessen pflastern die Leichen von Schuldigen und Unschuldigen den Weg der Geschichte, und das Wechselspiel der Mächtigen, dessen bedrückend aktuelle Gegenwärtigkeit sich nicht verdrängen lassen kann, setzt sich fort.

Erstmals schließen sich die Opernsparten der Staatstheater Darmstadt und Wiesbaden bei diesem Monumentalwerk zu einer echten künstlerischen Kooperation zusammen. Auf beiden Bühnen steht das russische Volk, verkörpert durch die Chöre beider Theater, in einer Stärke von fast 100 Personen. Nach der Darmstädter Premiere im Frühjahr 2015 wird die Produktion nun mit zusätzlich inszeniertem Polen-Bild sowie in weitgehend neuer Besetzung und eigener musikalischer Einstudierung in Wiesbaden gezeigt.

PREMIERE 25. März 2016

Besetzung

Musikalische Leitung Albert Horne
Inszenierung & Bühne Christian Sedelmayer
Spielleitung Axel Weidauer
Bühne Christian Sedelmayer, Pascal Seibicke
Kostüme Caroline von Voss
Choreografie Jo Siska
Licht Klaus Krauspenhaar
Chor Thomas Eitler-de Lint, Albert Horne
Dramaturgie Regine Palmai
Boris Godunow Shavleg Armasi
Fjodor Ulrika Strömstedt
Xenia Stella An
Amme Helena Köhne
Schuiski Alexander Fedin
Schtschelkalow Benjamin Russell
Pimen Young Doo Park
Dimitrij Richard Furman
Marina Monika Bohinec
Rangoni Thomas de Vries
Warlaam Wolf Matthias Friedrich
Missail Minseok Kim
Chor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, Chor des Staatstheaters Darmstadt