Schauspiel

Sand in the Eyes

Von Rabih Mroué
Mi, 01.11.2017
Gastspiel | Wiesbadener ErstaufführungWartburg19:30
Rabih Mroué
Foto: Joachim Dette
Rabih Mroué
Foto: Joachim Dette
Rabih Mroué
Foto: Joachim Dette
Rabih Mroué
Foto: Joachim Dette
Rabih Mroué
Foto: Joachim Dette

Der libanesische Künstler Rabih Mroué beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Bildern von Gewalt, den Mechanismen von Märtyrerkult und politischer Propaganda. Er sammelt Materialien, zerlegt und überschreibt sie und schafft Arbeiten für die Bühne, Installationen und Texte, die hinterfragen wie Bilder und Geschichten konstruiert und instrumentalisiert werden.

Im Sommer letzten Jahres begann er eine Recherche zu den Rekrutierungsvideos islamischer Extremisten in Hessen. Er sammelte Videos und führte Gespräche mit dem Verfassungsschutz. Sie bilden das Material für seine neue Arbeit »Sand in the eyes«.

Es sind Videos, die speziell auf die Sehgewohnheiten von Jugendlichen zugeschnitten sind. Sie spielen mit den Grenzen dessen, was wir sehen wollen und ertragen können.

Für »Sand in the eyes« setzt Rabih Mroué an die Bildsprache der Propaganda freizulegen, Bild für Bild, Einstellung für Einstellung. Was erzählen die Videos über diejenigen, die sie produzieren? Und wieso gelingt es durch sie junge Menschen zu rekrutieren?

Eine Produktion vom Haus der Kulturen der Welt, Berlin, im Rahmen des Projekts »100 Jahre Gegenwart«, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, in Koproduktion mit dem Hessischen Staatstheater Wiesbaden.

PREMIERE 01. November 2017

Besetzung

Regie Rabih Mroué
Übersetzung Lisa Wegener
Übertitel Yvonne Griesel

Pressestimmen

Es sind diese feinen Momente, in denen Mroué Fiktion und Realität mischt, die den Saal zum Schmunzeln bringen.
FNP, Bettina Boyens, 04.11.2017
Es ist beeindruckend, mit welcher Hellsichtigkeit, mit welcher Schärfe er die Bilder seziert.
nachtkritik, Alexander Jürgs, 02.11.2017