Schauspiel

Biedermann und die Brandstifter

Von Max Frisch

Maximilian Pulst, Llewellyn Reichman
Foto: Karl & Monika Forster
Maximilian Pulst
Foto: Karl & Monika Forster
Kruna Savić
Foto: Karl & Monika Forster
Llewellyn Reichman, Maximilian Pulst, Ensemble
Foto: Karl & Monika Forster
Maximilian Pulst, Llewellyn Reichman
Foto: Karl & Monika Forster
Ensemble
Foto: Karl & Monika Forster
Michael Birnbaum
Foto: Karl & Monika Forster
Llewellyn Reichman
Foto: Karl & Monika Forster
Kruna Savić
Foto: Karl & Monika Forster
Kruna Savić
Foto: Karl & Monika Forster
Rainer Kühn
Foto: Karl & Monika Forster
Ensemble
Foto: Karl & Monika Forster
Maximilian Pulst
Foto: Karl & Monika Forster
Llewellyn Reichman, Rainer Kühn, Ensemble
Foto: Karl & Monika Forster
Biedermann und die Brandstifter
Foto: Karl & Monika Forster

Max Frischs »Lehrstück ohne Lehre« erzählt vom Scheitern bürgerlicher Werte angesichts des Unvorstellbaren: einer abstrakten Bedrohung, die unversehens ganz konkret wird.

Gutbürger Gottlieb Biedermann strebt als ehrgeiziger Geschäfsmann nach äußerem Erfolg. Dass er dafür auch mal über Leichen geht, gilt es zu verschleiern. So schüren er und eine ganze Gesellschaft von Biedermännern Stellvertreterängste. Nivellierende Angstformeln, die global vor einer Gefährdung von Außen – »Brandstifern«, die das Gemeinwesen bedrohen – warnen, erschweren allerdings den Blick auf die wirkliche Gefahr: Denn liegt sie tatsächlich im Einbruch des Fremden, oder trägt die Gesellschaft den Keim ihrer Zerstörung nicht eher in sich selbst?

Frischs These, es seien die kleinen feigen Falschheiten des ganz normalen Bürgers, die den Brand letztlich entfachten, wirkt jeden falls höchst aktuell, wenn man das Hochkommen populistischer Politik, die neue Salonfähigkeit nationalistischen Denkens, Abschottungs- und Segregationstendenzen ganzer Länder betrachtet. Wie wir uns im Status Quo einigeln und das Nicht-Handeln angesichts vermeintlich zu komplexer Informationslagen oder die ideologisierte Selbstoptimierung wider besseres Wissen als politische Akte behaupten, übt sich auch Biedermann im Verdrängen. Als sich ein paar Brandstifter ganz offen bei ihm einnisten, zieht er es opportunistisch vor, lieber wegzuschauen, und deklariert die Benzinfässer, die sie auf seinem Dachboden einlagern, kurzerhand als Haarwasser. »Alternative Fakten«, die eine Welt in den Abgrund reißen können.

PREMIERE 29. September 2017

Besetzung

Herr Biedermann Maximilian Pulst
Babette, seine Frau Llewellyn Reichman
Anna, ein Dienstmädchen Kruna Savić
Josef Schmitz Michael Birnbaum
Wilhelm Eisenring Rainer Kühn

Pressestimmen

Tragikomisches Kammerspiel mit hervorragend eingesetzten Schauspielern.
Frankfurter Rundschau, Grete Götze, 02.10.2017
Gloger hat den totgeglaubten »Biedermann« beeindruckend reanimiert.
FAZ, Matthias Bischoff, 02.10.2017
Starker Beifall für diese zweistündige, hoch explosive Schulstunde.
Wiesbadener Kurier, Birgitta Lamparth, 02.10.2017

Termine

Kleines Haus19:30 - 21:15
Ausverkauft / evtl. Restkarten an der Abendkasse
Kleines Haus19:30 - 21:15
Kleines Haus16:00 - 17:45
Kleines Haus16:00 - 17:45
Ausverkauft / evtl. Restkarten an der Abendkasse
Kleines Haus19:30 - 21:15
Kleines Haus19:30 - 21:15
Kleines Haus18:00 - 19:45