Die Sopranistin Sonja Gornik hat bekannt gegeben, dass sie ihre Bühnenkarriere aus gesundheitlichen Gründen beendet und hat in der Folge alle Verträge, die mit dem Hessischen Staatstheater Wiesbaden bestehen, aufgelöst. Das Hessische Staatstheater Wiesbaden bedauert dies sehr und bedankt sich bei Sonja Gornik für die wunderbare Zusammenarbeit.

Für die Vorstellung der »Götterdämmerung« am Montag, den 5. Juni konnte in der Partie der Brünnhilde Evelyn Herlitzius gewonnen werden. Elena O'Connor wird mit der Titelpartie in »Tosca« ihr Europa-Debüt am Hessischen Staatstheater Wiesbaden geben.

Zum Repertoire von Evelyn Herlitzius gehören vor allem Wagner- und Strauss-Partien. Sie gastiert regelmäßig u. a. in Mailand, Wien, Paris, Berlin, München, Amsterdam, Brüssel und bei Festivals in Bayreuth, Salzburg und Bregenz. Bei den Internationalen Maifestspielen 2016 sang sie in Wiesbaden die Färberin in »Die Frau ohne Schatten«. 2017 kehrt sie als Brünnhilde in beiden zyklischen »Ring«-Aufführungen, parallel zum »Ring« an der Deutschen Oper Berlin, zurück.

Die amerikanische Sopranistin Elena O'Connor gab 2016 ihr Debüt als Tosca an der Union Avenue Opera (St Louis, USA). Am Teatro Grattacielo (New York) sang sie die Clytemnestra in Vittorio Gnecchis Oper „Cassandra“, die Musetta in „La Bohème“ in einer Produktion der Rochester Mercur Opera. Sie wurde mit Preisen bei den Metropolitan Opera National Council Auditions, der Palm Beach Opera International Vocal Competition und der Aspen Music Festival Vocal Concerto Competition ausgezeichnet. In Aspen war sie als Musetta, Gilda („Rigoletto“) und Micaela („Carmen“) zu hören. Außerdem trat sie beim Cinncinati May Festival auf.

Karten sind an der Theaterkasse im Großen Haus, telefonisch unter 0611.132 325 oder auf www.staatstheater-wiesbaden.de erhältlich.

Am 12. und 13. Mai wird vor dem Ballett-Gastspiel »Light«, das in Wiesbaden Deutschlandpremiere feiert, eine zusätzliche Einführung zum Inhalt des Stücks und zum Hintergrund der Inszenierung mit dem Choreografen Harijono Roebana um 19 Uhr im Großen Haus angeboten.
 
Mit »Light« greift die niederländische Kompanie LeineRoebana anlässlich ihres 25-jährigen Jubiläums zwei Themen auf, die in der Entwicklung ihrer Arbeit von zentraler Bedeutung waren: Musik und Asien. Das Choreografen-Paar Andrea Leine und Harijono Roebana arbeitet für diese Produktion bereits zum dritten Mal mit dem indonesischen Musiker und Komponisten Iwan Gunawan und den vielseitigen Mitgliedern seines Gamelan-Ensembles Kyai Fatahillah. Gemeinsam haben sie ein mäanderndes Tanz-Gedicht geschaffen, das 2016 als »eindrucksvollste Tanzproduktion« für den renommierten Tanzpreis »Zwaan« nominiert wurde.
 
Freitag, 12. Mai und Samstag, 13. Mai 2017
Einführung um 19 Uhr im Großen Haus
Vorstellungsbeginn um 19.30 Uhr
Großes Haus, Hessisches Staatstheater Wiesbaden
www.staatstheater-wiesbaden.de
 
Karten sind an der Theaterkasse im Großen Haus, telefonisch unter 0611. 132 325 oder auf
www.maifestspiele.de erhältlich.

Aus dispositionellen Gründen muss die Lesung »Balzac – Ein Leben gegen die Kritik« mit Harald Eggebrecht am 7. Mai im Foyer des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden verschoben werden. Die Vorstellung wird im Herbst 2017 nachgeholt.
 
Besucherinnen und Besucher, die bereits Karten für die Veranstaltung erworben haben, wenden sich bitte an die Theaterkasse.

Nach dem berauschenden ersten Festivalwochenende belohnt das Hessische Staatstheater Wiesbaden seine treuen Festivalfans mit der »Internationalen Maifestspiele-Happy Hour«.
 
Am Mittwoch, den 3. Mai, von 16 bis 18 Uhr sind Restkarten auf allen Plätzen für 18 Euro erhältlich. Das Angebot gilt für folgende Veranstaltungen:
 
Mittwoch, 3. Mai, 19.30 Uhr, Großes Haus               Tanz »nicht schlafen«
Donnerstag, 4. Mai, 19.30 Uhr, Großes Haus           Tanz »nicht schlafen«
Dienstag, 9. Mai, 19.30 Uhr, Großes Haus                Schauspiel »Murmel Murmel«
Mittwoch, 10. Mai, 19.30 Uhr, Großes Haus             Schauspiel »Murmel Murmel«
 
Karten sind auf www.maifestspiele.de, telefonisch unter 0611.132 325 oder an der Theaterkasse im Großen Haus erhältlich.

Während der Performance »Verbrannte Erde«, die im Rahmen der Internationalen Maifestspiele am Warmen Damm vor der Schillerstatue stattfindet, wird es zu kontrollierten Explosionsgeräuschen kommen, die akustisch verstärkt sind. Es handelt sich dabei um keine Gefahrensituation.
 
Die akustische Beeinträchtigung gilt für folgende Termine: 
Soundcheck: Freitag, 28. April, 12-14 Uhr
Generalprobe unter Originalbedingungen: Freitag, 28. April, 21.30-22.30 Uhr
Vorstellungen am 30. April, um 21.30-22.30 Uhr und am 28. Mai, um 22.30-23.30 Uhr

In den Vorstellungen für »Der Ring des Nibelungen« während der Internationalen Maifestspiele 2017 gibt es in beiden Ringzyklen folgende Besetzungsänderung:
 
Ringzyklus I:
Die Partie des Siegmund in der »Walküre« übernimmt am 27. April Andreas Schager.
 
Ringzyklus II:
Die Partie des Wotan in »Das Rheingold« übernimmt am 23. Mai Thomas Hall.
Die Partie des Siegmund in der »Walküre« übernimmt am 24. Mai Andreas Schager.
Die Partie des Wotan in der »Walküre« übernimmt am 24. Mai Egils Silins.
Die Partie des Wanderer in »Siegfried« übernimmt am 26. Mai Thomas Hall.
 
Andreas Schager ist einer der gefragtesten Heldentenöre im deutschen Fach. Er unter Daniel Barenboim als Siegfried (»Götterdämmerung«) an der Mailänder Scala, als Parsifal an der Staatsoper Berlin. Es folgten die Titelpartien in »Tristan und Isolde«, »Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg« an der Staatsoper und Deutschen Oper Berlin, in Hamburg, Madrid und Antwerpen. Bei den Bayreuther Festspielen 2016 sang er die Titelpartie in Uwe Eric Laufenbergs »Parsifal«-Inszenierung. Bei den Internationalen Maifestspielen in Wiesbaden war er 2016 Erik in »Der fliegende Holländer«, in dieser Partie auch an der Staatsoper Berlin und in Bayreuth. Außerdem begeisterte Andreas Schager in seiner Paraderolle als Siegfried zu den Internationalen Maifestspielen 2016 in »Loriots Ring an 1 Abend«. In der Spielzeit 2016.2017 ist der Tenor auch in der Partie des Siegfried in »Siegfried« und »Götterdämmerung« zu erleben.
 
Der dramatische Bariton Thomas Hall sang u.a. bereits Telramund in Wagners »Lohengrin« beim Savonlinna Opernfestival in Finnland, die Titelrolle des »Fliegenden Holländers« am Teatro Regio Torino, Jochanaan in »Salome« an der Opera Australia und an der Nationaloper in Oslo. Die nächsten Engagements führen ihn als Wanderer an das Theater Kiel und als Wotan an die Grange Park Opera.
 
Egils Silins gehört zu den gefragtesten Sängern seines Fachs. Zu den Höhepunkten seiner Laufbahn zählen die Engagements als Jochanaan in »Salome« in London und Zürich, als Amfortas in »Parsifal« in Barcelona, als Klingsor in »Parsifal« an der Semperoper Dresden und als Scarpia in »Tosca« an der Staatsoper Berlin. Als Wotan und der Wanderer war Egils Silins bereits im »Ring des Nibelungen« in Paris, München, Leipzig, Tokio und beim Wagner-Festival in Budapest zu erleben.
 
Karten sind erhältlich an der Theaterkasse, telefonisch unter 0611.132 325 oder auf www.staatstheater-wiesbaden.de

Der Förderkreis der Internationalen Maifestspiele e.V. übergab am 19. April 2017 einen Scheck in Höhe von 120.000 Euro. Dietmar Robrecht, Axel Imholz, Sven Gerich, Uwe Eric Laufenberg, Rainer Neumann, Theo Baumstark (auf dem Foto v.l.n.r.) haben den Scheck entgegengenommen.
 
Seit über 30 Jahren unterstützt der Förderkreis der Internationalen Maifestspiele das wichtigste Ereignis der Kulturstadt Wiesbaden, die Internationalen Maifestspiele. Unter dem Dach der Industrie- und Handelskammer 1983 gegründet, hat der Verein heute rund 80 Mitglieder, darunter heimische Unternehmen und zahlreiche Einzelpersönlichkeiten. Neben der finanziellen Unterstützung steht der Austausch mit dem Theater im Vordergrund. Die Förderer können in regelmäßigen Abständen Proben besuchen und sich zu exklusiven Gesprächen mit Künstlern treffen. Bei den Internationalen Maifestspielen profitieren die Mitglieder von einem Kartenvorkaufsrecht.

Im Rahmen der heutigen Pressekonferenz stellte Uwe Eric Laufenberg, Intendant des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, zusammen mit seinem Team das Programm der Spielzeit 2017.2018 des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden vor.
 
In der Spielzeit 2017.2018 erwarten das Publikum in der Opernsparte acht Neuinszenierungen, davon eine Uraufführung, und zehn Wiederaufnahmen. Das Schauspiel bietet zwei Uraufführungen, eine Deutschsprachige und eine Wiesbadener Erstaufführung, weitere zehn Premieren und zwölf Wiederaufnahmen. Das Hessische Staatsballett wird vier Uraufführungen zeigen. Im JUST werden sechs Premieren und sechs Wiederaufnahmen für Kinder und Jugendliche geboten. Darüber hinaus ist das Junge Staatsmusical mit zwei Premieren und drei Wiederaufnahmen vertreten. Das Hessische Staatsorchester ist in acht Sinfoniekonzerten, im Neujahrskonzert und in zahlreichen Kinder- und Familienkonzerten mit dem neuen Generalmusikdirektor Patrick Lange zu erleben. Die Kammerkonzertreihe setzt sich mit sieben Konzerten fort. 
 
»Mit dem Spielplan für die neue Saison fällt ein ganz besonderer Blick auf unseren neuen Generalmusikdirektor: Ich freue mich, dass Patrick Lange im Sommer seinen Dienst als Chefdirigent am Staatstheater Wiesbaden und damit in Hessen antreten wird. Er gehört zu den gefragtesten Dirigenten der jungen Generation, weshalb wir auch ein wenig stolz sein können, ihn vom Sommer an zum Leitungsteam unseres Staatstheaters zu zählen. Das Publikum darf gespannt sein auf die Arbeit von Patrick Lange und die neuen musikalischen Impulse, die er zweifellos setzen wird. Die spannende Programmauswahl der Sinfoniekonzerte lässt jedenfalls schon jetzt aufhorchen«, ergänzte Staatssekretär Ingmar Jung.
 
»Der Spielplan für die kommende Saison macht Lust auf viele Theaterbesuche – abwechslungsreich, bunt und mit aktuellen Akzenten. Zwei der Uraufführungen – die Oper »Schönerland« und das Schauspielprojekt »Wir werden unter Regen warten« – nehmen die Themen Flucht und Heimat auf, wobei das aus filigran entwickelten Einzelschicksalen bestehende Schauspielprojekt die Themen unserer Zeit besonders detailliert aufgreift; es erzählt Geschichten von zersplitterten Identitäten, von kulturellen Missverständnissen, Konfliktherden und Tabus. Mein Dank geht an Intendant Uwe Eric Laufenberg, der es einmal mehr versteht, die gesellschaftspolitische und pädagogische Wirkung von Theater in Szene zu setzen«, sagte Oberbürgermeister Sven Gerich bei der Pressekonferenz zur Vorstellung des Programms der Spielzeit 2017.2018.

Oper
Die Uraufführung »Schönerland« ist ein Auftragswerk des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden. Die Oper des deutsch-dänischen Komponisten Søren Nils Eichberg und der Librettistin Therese Schmidt, in der Inszenierung von Johanna Wehner, handelt von der Suche nach Verstehen und Verständnis des Fremden. »Manon« von Jules Massenet wird von Bernd Mottl neu erarbeitet, Jochen Rieder übernimmt die Musikalische Leitung. Cristina Pasaroiu singt die Titelpartie und Operalia-Gewinner Ioan Hotea ist als Chevalier des Grieux zu erleben. Die neue Spielzeit widmet sich, neben der Wiederaufnahme der »Götterdämmerung«, weiterhin Wagners Werk. »Tannhäuser« ist in der Neuinszenierung von Uwe Eric Laufenberg und unter der Musikalischen Leitung des neuen Generalmusikdirektors Patrick Lange zu erleben. Der Bühnenraum wird von Rolf Glittenberg gestaltet und einer der gefragtesten Heldentenöre, Lance Ryan, übernimmt die Titelpartie. Mit Händels »Jephtha« kommt ein barockes Oratorium in der Inszenierung und Ausstattung von Achim Freyer auf den Spielplan. Konrad Junghänel, einer der führenden Dirigenten auf dem Gebiet der Alten Musik, übernimmt die Musikalische Leitung. In den zentralen Rollen sind Mirko Roschkowski als Jephtha und Anna Alàs Jové als Storgè zu erleben. Richard Strauss` letzte große Publikumsoper »Arabella« wird in der Neuinszenierung von Uwe Eric Laufenberg und unter der Musikalischen Leitung von Patrick Lange, auf die Bühne gebracht. Das Bühnenbild entwirft Gisbert Jäkel. »Ein Maskenball« von Giuseppe Verdi erzählt eine tragische Liebesgeschichte, die ein breites Spektrum musikalisch-dramatischer Facetten entwickelt. Die junge Regisseurin Beka Savić übernimmt die Regie, Patrick Lange die Musikalische Leitung und Luis Carvalho gestaltet den Bühnenraum. Die Oper feiert während der Internationalen Maifestspiele 2018 Premiere. Mit »Don Giovanni« setzt Konrad Junghänel seinen Wiesbadener Mozart-Zyklus fort. Christopher Bolduc singt die Titelpartie, Netta Or ist als Donna Anna zu erleben. Heather Engebretson singt Donna Elvira, Shavleg Armasi ist Leporello. Die Inszenierung übernimmt Nicolas Brieger, Raimund Bauer entwirft das Bühnenbild.
 
Das Rock-Musical »Jesus Christ Superstar« beleuchtet den Gründungsmythos einer Religion und setzt sich mit dem modernen Starkult auseinander. Eine Geschichte von menschlichen Träumen und Abgründen und dem schmalen Grat zwischen Glauben und Fanatismus. Iris Limbarth übernimmt die Inszenierung und Choreografie.
 
Die Opernsparte des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden bereichert den Spielplan außerdem mit einer Reihe eigener Wiederaufnahmen, in deren Partien teils neue Sängerinnen und Sänger zu entdecken sind.
 
Hessisches Staatsorchester Wiesbaden
Am Pult des Hessischen Staatsorchesters Wiesbaden steht in Konzert und Oper der neue Generalmusikdirektor Patrick Lange, der mit einem neuen Konzept verantwortlich zeichnet. Die Sinfoniekonzerte der Spielzeit 2017.2018 sind unter dem Titel WIR angekündigt. WIR steht für den Zusammenklang des Orchesters, aber auch für einen gemeinsamen Start der Zusammenarbeit mit Patrick Lange. WIR bedeutet ebenfalls gemeinsame Konzerterlebnisse mit dem Publikum.
 
Das Programm zeigt die Vielfalt von 303 Jahren Musikgeschichte, darunter Werke, die noch nie in Wiesbaden gespielt wurden. Patrick Lange gibt mit dem Programm des 2. Sinfoniekonzerts seinen Einstand als neuer Generalmusikdirektor, wird in insgesamt vier Sinfoniekonzerten am Pult stehen und auch das Neujahrskonzert leiten. Mit Sofia Gubaidulinas Violinkonzert Nr. 2 (Violine: Tobias Feldmann) und Tschaikoswkis »Pathétique« findet eine spannende Begegnung zwischen Vergangenheit und Gegenwart statt. Im 3. Sinfoniekonzert kommen Werke der Klassik zurück in den Spielplan, im 5. Sinfoniekonzert wird die Reihe mit Barock-Konzerten weitergeführt, hier mit Bernhard Forck, der von der Violine aus leitet. Für das jährliche Chorkonzert mit dem Hessischen Staatsorchester kommen unter der Leitung von Patrick Lange der Chor der Stadt Wiesbaden (Einstudierung: Christoph Stiller) und der Chor des Hessischen Staatstheaters (Einstudierung: Albert Horne) zusammen. Auf dem Programm steht Mozarts Requiem für Chor und Orchester. Die junge ukrainische Dirigentin Oksana Lyniv steht mit dem 7. Sinfoniekonzert erstmals am Pult. Den besonderen Saisonabschluss bildet »Eine Alpensinfonie« von Richard Strauss.
 
Schauspiel
In der neuen Spielzeit wird die Sparte Schauspiel ihre Beschäftigung mit Fragen nach Sinnsuche und den Bedingungen gesellschaftlichen Zusammenlebens weiter vertiefen.
Anhand persönlicher Geschichten etwa mit Tom Stoppards klug-witzigem Stück »The Hard Problem. Oder: Ist Bewusstsein Materie?«, das verschiedene wissenschaftliche Theorien zum Verhältnis von Körper und Geist aufgreift und das in Wiesbaden zur Deutschsprachigen Erstaufführung kommt. Tschechow thematisiert in »Die Möwe« auf poetische, tragische und humorvolle Art und Weise die Menschen und ihre Sehnsüchte, Molnárs »Liliom« eine abgrundtiefe Liebe, die rohe Gewalt und absolute Hingabe in sich vereint. In der Uraufführung »Wie´s Baden mal war« (AT), einem Theaterprojekt von Adriana Altaras, begegnen sich reale und literarische Schicksale in einer Kurstadt am Rande des Taunus. In Sternheims Komödie »Der Snob« wird die Familie Maske demaskiert, turbulent und bitterböse gefolgt von »Arsen und Spitzenhäubchen«, dem Klassiker der Krimikomödie.
Gesamtgesellschaftlich spielt die Verquickung von Politik, Freiheit und auch Religion eine große Rolle.  So wirkt Max Frischs bissige Farce »Biedermann und die Brandstifter« höchst aktuell, wenn man das Hochkommen populistischer Politik betrachtet. Auch »Die Antigone des Sophokles«, in Bertolt Brechts Bearbeitung, liegt dicht an den Diskursen der Gegenwart, wenn es hier um den Widerstand gegen Tyrannei und Willkür geht. Um Machtstreben, persönliche Verstrickung, Gewalt, Unterdrückung, Aufbegehren und strategische Manipulation geht es in John von Düffels »Römischer Trilogie« nach Shakespeare. Aus einem Mosaik von Einzelschicksalen entsteht in der Uraufführung »Wir werden unter Regen warten«, einem Projekt des kurdischen Theatermachers Ihsan Othmann, ein Panorama verschiedenster Themen über Flucht, Heimat und Zugehörigkeit. »Unterwerfung« von Michel Houellebecq entwirft eine Vision der unmittelbaren Zukunft und ist nicht nur bösartige politische Dystopie, sondern auch scharfsinniges (Selbst-)Portrait einer bürgerlichen Schicht, die sich in Lethargie und Desinteresse suhlt. Der libanesische Künstler Rabih Mroué beschäftigt sich in seinem neuen Projekt »Sand in the eyes«, das in Koproduktion mit dem Berliner Haus der Kulturen der Welt entsteht, mit Bildern von Gewalt und terroristischer Propaganda. Lessings »Nathan der Weise« schließlich stellt die Frage, ob Toleranz und Einsicht wirklich nur noch als Utopie vorstellbar sind.
 
Hessisches Staatsballett
Mit der ersten Ballettproduktion in der Spielzeit 2017.2018 begibt sich Ballettdirektor Tim Plegge choreografisch auf Reisen. Das Ballett »Eine Winterreise« mit Musik von Hans Zender nach Franz Schubert steht in der Tradition seiner Handlungsballette. Den zweiteiligen Ballettabend widmet das Hessische Staatsballett mit »Kreationen« dem Schaffen zweier junger Choreografen, die noch am Beginn ihrer internationalen Karrieren stehen. Nach dem in der Spielzeit 2015.2016 in »Grenzgänger« die Grenzen des Tanzes ausgelotet und erforscht wurden, begeben sich nun Alejandro Cerrudo und Jeroen Verbruggen auf die Suche nach dem Neu- und Wiederanfang. Auch mit »Code« folgt ein Doppelabend mit der Oper »Onion.Onion« von Sivan Cohen Elias und einer Ballett-Neukreation eines Ensemblemitgliedes des Hessischen Staatsballetts. Bei dem Projekt »Startbahn 2017« hatten in der vergangenen Spielzeit Ensemblemitglieder die Möglichkeit sich selbst als Choreograf oder Choreografin zu erproben. Für eine junge Künstlerin oder einen jungen Künstler besteht nun die Möglichkeit ein größeres Stück auszuarbeiten. »Fake« ist ein Ballett für Jugendliche ab 12 Jahren. In der Reihe »Ballett für junges Publikum« nähert sich Tim Plegge der Zeit des Erwachsenwerdens als Zeit der Rebellion und der Anpassung.
 
Das Hessische Staatsballett ist nicht nur als Kompanie zweier Häuser zwischen Darmstadt und Wiesbaden unterwegs. Nach der erfolgreichen Spanien-Tournee mit »Aschenputtel« im März 2017, ist das Ensemble in dieser Spielzeit mit »Eine Winterreise« nach Ludwigsburg eingeladen.
 
Im Rahmen von »Das Hessische Staatsballett lädt ein« werden auch in dieser Spielzeit unterschiedlichste Residenzarbeiten und Gastspiele präsentiert.
 
Die Kooperation mit dem Mousonturm Frankfurt, der Tanzplattform Rhein-Main, bringt spannende Formate in die Region. Mit ihren Aktivitäten will sie die Region nachhaltig stärken, Akteure und Institutionen regional und überregional vernetzen und Menschen im Rhein-Main-Gebiet für den Tanz begeistern. Ein Programmhöhepunkt ist das Tanzfestival Rhein-Main, das einmal im Jahr in Frankfurt und im jährlichen Wechsel in Darmstadt und Wiesbaden veranstaltet wird.
 
JUST
Das Junge Staatsschauspiel setzt frische Impulse mit neuen Gesichtern auf der Bühne und neuen Regisseuren und Geschichten.
Die Kinderoper nach Wolfgang Amadeus Mozart »Die Zauberflöte für Kinder«, in einer Bearbeitung von Patrick Lange und Carsten Kochan, ist gleichzeitig der Spielzeit-Auftakt. Mit »Faust 1« kommt eine unkonventionelle Klassiker-Adaption auf die Bühne. »Robinson Crusoe« erzählt die Geschichte des einsamsten Helden der Literaturgeschichte als vergnügliche Mediensatire. Oscar Wilde hat mit seinem »Gespenst von Canterville« eine unsterbliche Figur geschaffen, die seither Generationen von Kindern und Eltern begeistert. »Der Drache, der nicht kämpfen wollte« ist eine Geschichte über Freundschaft und die Überwindung von Vorurteilen. »Väterchen Frost« ist die diesjährige Weihnachtsproduktion.
 
Das Junge Staatsmusical feiert in dieser Spielzeit sein 30-jähriges Bestehen. In dieser Spielzeit haben das Kultstück »Im weißen Rössl« und die meistgeliebte Tanz-Geschichte »Saturday Night Fever« Premiere.
 
Das neue Team der Theaterpädagogik, Luisa Schumacher, Laura zur Nieden und Dirk Schirdewahn, plant neben den Schultheatertagen, den beliebten Führungen »Backstage für Alle« und unterschiedlichen Workshops auch zahlreiche neue Projekte. So steht sowohl die Einrichtung eines wöchentlichen Theaterclubs als auch die erweiterte Vermittlung des Spielplans in enger Kooperation mit Schulen, Kindertagesstätten und anderen Bildungsinstitutionen auf dem Plan.
 
Internationale Maifestspiele 2018
Die Premiere von Verdis »Maskenball« eröffnet die Internationalen Maifestspiele 2018. Adina Aaron singt Amelia, der polnische Tenor Arnold Rutkowski Riccardo und Vladislav Sulimsky vom Mariinsky Theater Renato, Ulrica ist nach ihren Züricher und Brüsseler Auftritten in dieser Rolle die kanadische Contraaltistin Marie Nicole Lemieux. Die Titelpartie in der neuen »Tannhäuser«-Inszenierung übernimmt im Mai Klaus Florian Vogt, der diese Partie bereits bei den diesjährigen Opernfestspielen in München singen wird. Als Arabella ist die großartige Strauss-Sängerin Maria Bengtsson zu erleben. Pretty Yende, die im »Liebestrank « 2017 an der Met New York singt, brilliert als Adina auch in Wiesbaden. Catherine Foster, Johannes Martin Kränzle, Lance Ryan und Albert Pesendorfer stehen in der Festspielauffü̈hrung der »Götterdämmerung« auf der Bühne. Als Fliegender Holländer kommt Egils Silins in einer weiteren Wagner-Partie nach Wiesbaden. Nach seiner »Otello«-Serie am Royal Opera House London gibt Gregory Kunde sein Wiesbaden-Debüt. Ein weiteres Highlight verspricht ein Gastspiel mit Rossinis »La Donna del Lago« unter der Leitung von George Petrou, mit Lena Belkina als Elena, Daniel Behle und Max Emanuel Cencic, der neben der Gesangspartie auch die Inszenierung übernimmt. Das Gesamtprogramm der Internationalen Maifestspiele mit Ballett-, Schauspiel-, Konzert-, Kinder- und Sonderprogramm wird im Februar 2018 bekanntgegeben.
 
Tickets und weitere Informationen
NEU: Kooperation mit der Hochschule RheinMain
Zwischen dem Hessischen Staatstheater Wiesbaden und der Hochschule RheinMain wird es ab dem 1. Mai 2017 eine Kooperation geben, die Studierenden in Wiesbaden und Rüsselsheim mit einem Semesterbeitrag von 1 € kostenlose Theaterbesuche ermöglicht. Das Theaterticket gilt zunächst bis zum 31. März 2018 und schließt sämtliche Theatervorstellungen ein, ausgenommen sind jedoch Premieren, Sonderveranstaltungen sowie Gala-Abende. Die Karten sind ab dem dritten Tag vor der Veranstaltung erhältlich, solange es freie Plätze gibt.
 
Neugestaltung des Sitzplans
Die Spielzeit 2017.2018 bringt im Großen Haus Veränderungen hinsichtlich des Sitzplans. Um den veränderten Hör- und Sehgewohnheiten Rechnung zu tragen, wurde die Zuordnung einzelner Sitzplätze zu den entsprechenden Preiskategorien überdacht und die Abonnements vereinheitlicht.
Für das Hessische Staatstheater Wiesbaden ergibt sich durch die partielle Umgestaltung der Platzkategorien keine Mehreinnahme.
 
Vorverkauf
Karten für die Spielzeit 2017.2018 sind ab Donnerstag, den 20. April, um 10 Uhr an der Theaterkasse, telefonisch unter 0611.132 325 oder online unter www.staatstheater-wiesbaden.de erhältlich.
Der Vorverkauf für einige Veranstaltungen der Internationalen Maifestspiele 2018 beginnt ebenfalls am 20. April. Karten für alle Vorstellungen sind ab Februar 2018 erhältlich.

Vorstellungsausfall »The Adventures of Alvin Sputnik: Deep Sea Explorer« und Ersatzvorstellung »Flugversuche« am 5. Mai

Das Gastspiel »The Adventures of Alvin Sputnik: Deep Sea Explorer«, das im Rahmen der Jungen Woche während der Internationalen Maifestspiele geplant war, muss am  5. Mai um 16 Uhr und 19.30 Uhr aus dispositorischen Gründen entfallen.

Stattdessen wird am 5. Mai um 19.30 Uhr das AGORA Theater mit »Flugversuche«, eine Stückentwicklung von Daniela Scheuren in Zusammenarbeit mit dem Ensemble, im Studio des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden zu Gast sein. Für alle ab 9 Jahren.

Mit Objektspiel, Tanz und Livemusik erzählen die drei himmlischen Spieler eine Geschichte vom Fliegen und Fallen und darüber, was es heißt nicht wegzuschauen und Verantwortung zu übernehmen.

»Flugversuche«
19.30 Uhr
Studio
Eintritt: 12,50 €
Das Hessische Staatstheater Wiesbaden bietet den Besucherinnen und Besuchern zwei Osteraktionen an. Die Angebote können ab sofort, so lange der Vorrat reicht, an der Theaterkasse im Großen Haus erworben werden.
 
 
2 für 1
 
Für ausgewählte Ostervorstellungen erhalten Besucherinnen und Besucher beim Kauf eines Tickets das zweite dazu.

Die Vorstellungstermine der Aktion im Überblick
Donnerstag, 13. April  »I love you, you're perfect, now change« | 20.00 Uhr | Studio
Freitag, 14. April  »Judas« | 19.30 Uhr | Kleines Haus
Samstag, 15. April   »Terror« | 19.30 Uhr | Kleines Haus
Sonntag, 16. April   »Ungeduld des Herzens« | 19.30 Uhr | Kleines Haus
Montag, 17. April   »Auerhaus« | 19.30 Uhr | Kleines Haus



Überraschung im Theater-Osterei
 
In den Theater-Ostereiern, die es für 15 Euro zu kaufen gibt, sind zwei Tickets einer höheren Preisgruppe für eine Veranstaltung bis zum Ende der Spielzeit am Hessischen Staatstheater Wiesbaden erhalten. Für welche Vorstellung die Tickets gelten, bleibt eine Überraschung. Der Umtausch ist ausgeschlossen.