Am Donnerstag, den 8. Dezember, um 19:30 Uhr lädt die Schauspielsparte gemeinsam mit der Gesellschaft der Freunde des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden e. V. zum Schauspielforum zur Deutschsprachigen Erstaufführung von Martin McDonaghs Komödie »Hangmen« ins Studio ein.
 
Neben Tom Gerber, dem Darsteller des Pubbesitzers und Henkers a.D. »Harry«, und Katharina Gerschler, der stückbegleitenden Dramaturgin, wird Frau Gisela Friedrichsen mit ihrem ganz speziellen Expertenblick auf Stück und Inszenierung die Diskussion bereichern. Die langjährige profilierte Gerichtsreporterin des Magazins Spiegel zeichnet sich für ihre kenntnisreichen Reportagen aus, die Gesellschaftsanalyse, Mentalitäts-, Kultur- und politische Zeitgeschichte bieten. Der Abend wird moderiert von Helmut Nehrbaß.
 
Donnerstag, 8. Dezember 2016
19:30 Uhr
Studio
Eintritt 3 Euro
 
Karten sind an der Theaterkasse, telefonisch unter 0611.132 325 oder unter www.staatstheater-wiesbaden.de erhältlich.

Damit der Familienausflug erschwinglich bleibt, gibt es jetzt ein besonderes Angebot des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden: In Begleitung mindestens eines Erwachsenen erhalten Kinder und Jugendliche bis einschließlich 16 Jahre freien Eintritt für »Aschenputtel« (empfohlen ab sechs Jahren), »La Bohème« (Altersempfehlung ab acht Jahren) und »Shockheaded Peter« (empfohlen ab zehn Jahren). Ob romantische Oper, Märchenballett oder spaßig-gruseliges Musical – für jeden Geschmack ist etwas dabei.
 
Das Angebot ist ab sofort beim Kartenkauf an der Theaterkasse und je nach Verfügbarkeit erhältlich.
 
Alle Vorstellungstermine und weitere Informationen sind auf www.staatstheater-wiesbaden.de zu finden.

Konzert mit »Silencio« im Kleinen Haus & Salón Tango im Foyer
 
Am 3. Dezember lädt Tanzlegende und Choreograf Gabriel Sala zu einer großen Tango-Nacht im Hessischen Staatstheater Wiesbaden ein.
 
Um 20:00 Uhr gibt das Tango-Orchester »Silencio« ein Konzert im Kleinen Haus. Im Anschluss an das Konzert ab 21:45 Uhr begleitet »Silencio« die Tanzpaare sowie die Zuhörerinnen und Zuhörer weiter in die Nacht beim Salón Tango im Theaterfoyer.
 
Die Gruppe »Silencio« wurde 2001gegründet, spielte bereits nach wenigen Jahren auf Tango-Festivals in ganz Europa und entwickelte sich zu einem der berühmtesten Tango-Orchester, die auf dem europäischen Kontinent gegründet wurden. Die außergewöhnliche und mitreißende Live-Performance von »Silencio« ist fast schon legendär. Das Orchester lässt den typischen Sound aus der Goldenen Ära des Tangos der 30er bis 50er Jahre aufleben. Doch »Silencio« verleiht diesem eine persönliche, zukunftsweisende Note: Dies gelingt dank der überragenden Musiker des international besetzten Orchesters, allen voran Roger Helou als Pianist und Orchesterleiter sowie Jose-Luis Betancor als Bandoneonist – beides Musiker, die für eine traditionsbewusste, gleichzeitig innovative Weiterentwicklung des Tango Argentino stehen.
 
 
Die Große Tango-Nacht am 3. Dezember
 
Konzert »Silencio«
20:00 Uhr bis 21:30 Uhr
Kleines Haus
Eintritt 18 Euro
 
Salón Tango
Ab 21:45 Uhr bis 1:00 Uhr
Foyer
Eintritt 14 Euro
 
Das Kombiticket für beide Veranstaltungen 28 Euro nur an der Theaterkasse erhältlich
 
Karten sind erhältlich auf www.staatstheater-wiesbaden.de, telefonisch unter 0611.132 325 oder an der Theaterkasse.

Live-Hörspiel-Krimiklassiker von Patrick Hamilton
Mit Chris Pichler & Klaus Krückemeyer
Musik & Geräusche Timo Willecke
 
Am 29. November und am 6. Dezember lesen Chris Pichler und Klaus Krückemeyer jeweils um 20.00 Uhr die mysteriöse Geschichte um das Ehepaar Manningham als Live-Hörspiel mit Musik und Geräuschen von Timo Willecke im Kleinen Haus. Das Kriminalstück »Gaslicht« von Patrick Hamilton gehört zu den bekanntesten Werken der Kriminalliteratur. Der Krimiklassiker wurde 1938 in London uraufgeführt und mehrfach verfilmt. U. a. 1944 von Regisseur George Cukor unter dem deutschen Titel »Das Haus der Lady Alquist« mit der jungen Ingrid Bergman in der Rolle der Bella, für die sie den Oscar als Beste Hauptdarstellerin erhielt.

Ein düsteres Haus in London. Das Ehepaar Manningham ist vor kurzem dort eingezogen und es geschehen mysteriöse Dinge. Gegenstände verschwinden und tauchen wieder auf. Das Gaslicht flackert zu später Stunde und im unbewohnten oberen Stockwerk sind unheimliche Geräusche zu vernehmen. Birgt das Haus ein düsteres Geheimnis oder leidet Bella an Wahnvorstellungen? Bella durchlebt einen Albtraum des Schreckens. Und wieder flackert das Gaslicht...
 
Dienstag, 29. November & Dienstag, 6. Dezember 2016
Jeweils um 20.00 Uhr
Kleines Haus
18 Euro / ermäßigt 12 Euro
 
Karten sind an der Theaterkasse im Großen Haus telefonisch unter 0611.132 325 oder auf www.staatstheater-wiesbaden.de erhältlich.

Mit der Gründung des Hessischen Staatsballetts im Sommer 2014 wurden die Gagen der Tänzerinnen und Tänzer deutlich angehoben gegenüber den bis dahin bezahlten Ballettgagen in Darmstadt und Wiesbaden. Aus Sicht des Ballettensembles waren die Gagen dennoch für die gewünschte hohe tänzerische Qualität noch nicht angemessen. Die Theaterleitungen haben dies verstanden und in mehreren Verhandlungsrunden eine finanzierbare Lösung gesucht. Dabei konnte nun eine Einigung erzielt werden. Das Angebot der Theaterleitungen beinhaltet eine Anhebung der Gagen um rund 130 Euro monatlich in dieser Spielzeit und um jeweils 100 Euro monatlich in den nächsten zwei Spielzeiten. Dies wurde vom Ballettensemble begrüßt und so angenommen. Damit wird die hohe Leistung des Hessischen Staatsballetts gewürdigt, der Belastung der Tänzerinnen und Tänzer durch die Bespielung zweier Theater Rechnung getragen und zu erfolgreichen Rahmenbedingungen für die Arbeit des Hessischen Staatsballetts beigetragen.

Bernd Fülle (Geschäftsführender Direktor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden) dazu: »Unser Ballett ist ein sehr wichtiger und erfolgreicher Teil unseres Spielplanangebotes und es ist uns ein Anliegen durch angemessene Anerkennung und Unterstützung dazu beizutragen, dieser Sparte eine gute Entwicklungsmöglichkeit ihres Erfolges zu sichern.«

Karsten Wiegand (Intendant Staatstheater Darmstadt): »Aufgrund einer jahrzehntelangen Fehlentwicklung liegen die Gagen für Solisten mittlerweile manchmal unter den Tarifgagen in Chor und für Gruppentanz. Ich bin froh, dass wir in unserem Ballettensemble diese Fehlentwicklung nun umkehren können. Bernd Fülle gebührt großer Dank für die konstruktiven Verhandlungen. Die Einigung würdigt die wunderbare Qualität und den Erfolg unserer Ballettkompagnie und wird dazu beitragen, gute Tänzerinnen und Tänzer beim Hessischen Staatsballett halten zu können und neue zu gewinnen.«

U. a. mit Uwe Eric Laufenberg, Husamuddin Martin Meyer, Sandro Zehner und der ganzen Stadt. Moderiert von Stefan Keim
 
Am Dienstag, den 22. November, um 19:30 Uhr lädt das Hessische Staatstheater Wiesbaden gemeinsam mit der Initiative »Die offene Gesellschaft« zu einer Debatte unter der Leitfrage »Welches Land wollen wir sein?« ins Theaterfoyer ein: ohne lange Reden und ohne Podium, sondern im parlamentarischen Rund und auf Augenhöhe. Denn durch Schweigen wird die demokratische, nüchterne, vernunftorientierte Mehrheit die offene Gesellschaft nicht verteidigen können. Darüber muss geredet werden – wann wenn nicht jetzt?
 
Als Experten werden die Diskussion mit ihrer fachlichen und persönlichen Perspektive u. a. befruchten:
Uwe Eric Laufenberg (Intendant des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden), Husamuddin Martin Meyer (Verein für islamische Bildung, Integration und Seelsorge, Gefängnisseelsorger) und Sandro Zehner (Bürgermeister von Taunusstein).
Es moderiert Stefan Keim (Kulturjournalist und Moderator, u. a. WDR, Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur).
 
Die Initiative »Die offene Gesellschaft« ist eine bürgerschaftliche, überparteiliche Bewegung aus inzwischen über 1.500 Einzelpersonen, Vereinen und Verbänden, die sich für eine offene Gesellschaft in Deutschland und Europa einsetzt.
Mit der Debattenreihe »Welches Land wollen wir sein?« hat die Initiative in einem guten Jahr bereits über 8.000 Besucherinnen und Besucher in über 50 Veranstaltungen von München bis Flensburg und von Aachen bis Schwedt / Oder zusammengebracht – auch in Frankfurt und Mainz, jedoch bislang noch nicht in Wiesbaden. Sie bietet die dringend benötigte Plattform für einen echten, offenen, unhysterischen und fairen Austausch über die Grundfrage, die im Angesicht der zunehmenden Polarisierung der Gesellschaft und dem abnehmenden Interesse an Fakten und echten Argumenten so drängend im Raum steht: Welches Land wollen wir sein?
 
Donnerstag, 22. November 2016
19:30 Uhr
Foyer Großes Haus
Eintritt frei
Werke von Claudio Monteverdi, Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart & Roland Vanecek
 
Beim 3. Kammerkonzert am Sonntag, den 20. November, um 11.00 Uhr im Theaterfoyer stellen Roland Vanecek, Tubist des Hessischen Staatsorchesters Wiesbaden, Komponist und Improvisations-Virtuose sowie junge Akademistinnen und Akademisten des Hessischen Staatsorchesters ein kontrastreiches Kammermusikprogramm unter dem Motto »Überraschungen mit Tuba« vor. Musik des Barock und der Frühklassik trifft auf die Gegenwart. Das Konzert ist Richard Hörnicke gewidmet, dem im April dieses Jahres verstorbenen, langjährigen Vorsitzenden der Volksbühne.
 
Tuba Roland Vanecek
Akademistinnen & Akademisten des Hessischen Staatsorchesters
Violine Ediz Yaslicam Violine Nu Lee Joung Viola Isabel Bond Violoncello Seoyeon Hong Kontrabass Iopang Ho Schlagzeug Theresia Seifert
 
Sonntag, 20. November 2016
11:00 Uhr
Foyer Großes Haus
Eintritt 12 Euro / ermäßigt 6 Euro
 
Karten sind erhältlich an der Theaterkasse, telefonisch unter 0611.132 325 oder auf www.staatstheater-wiesbaden.de

Ludwig van Beethoven »Egmont« | Ouvertüre für Orchester
Max Bruch Konzert für Klarinette, Viola und Orchester
Gustav Mahler Sinfonie Nr. 1
 
Im 3. Sinfoniekonzert am Mittwoch, den 23. November, um 20:00 Uhr im Kurhaus steht der designierte Generalmusikdirektor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, Patrick Lange, erstmals in einem Konzert am Pult des Hessischen Staatsorchesters. Eine Besonderheit ist auch, dass sich mit dem Konzert für Klarinette, Viola und Orchester von Max Bruch zwei Solisten des Hessischen Staatsorchesters präsentieren können: Heiner Rekeszus, seit annähernd 40 Jahren Solo-Klarinettist in Wiesbaden, und Thomas Hoffmann, Solo-Bratschist des Hessischen Staatsorchesters.
Einen Schwerpunkt des 3. Sinfoniekonzerts stellt Gustav Mahlers 1. Sinfonie dar, eine frühe Komposition des Österreichers, die jedoch bereits alle Charakteristika der reiferen Werke aufweist: Die enge Verbindung zum Lied, der freie Umgang mit der sinfonischen Form und der mannigfaltige, Grenzen überschreitende emotionale Ausdruck der Musik.
 
Dirigent Patrick Lange
Klarinette Heiner Rekeszus
Viola Thomas Hoffmann
Hessisches Staatsorchester Wiesbaden
 
Mittwoch, 23. November 2016
20:00 Uhr
Kurhaus
Einführungsvortrag um 19:00 Uhr im Friedrich-von-Thiersch-Saal des Kurhauses
 
Karten sind erhältlich an der Theaterkasse, telefonisch unter 0611.132 325 oder auf www.staatstheater-wiesbaden.de

Das beliebte Märchenballett »Aschenputtel« von Tim Plegge steht in dieser Spielzeit wieder auf dem Spielplan des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden. Der Repertoire-Workshop am Samstag, den 12. November, von 13:45 bis 15:30 Uhr richtet sich an Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren mit Tanzerfahrung. Unter der Anleitung von Tänzerinnen und Tänzern des Hessischen Staatsballetts erlernen sie eine Sequenz aus der Originalchoreografie und üben gemeinsam die Schrittfolgen der Profis. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden gebeten Trainingskleidung mitzubringen.
 
Samstag, 12. November
13:45 bis 15:30 Uhr
Treffpunkt ist 15 Minuten vor Kursbeginn am Bühneneingang des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden (Am Warmen Damm)
Teilnahmegebühr 8 Euro
 
Die Buchung des Workshops ist auf www.staatstheater-wiesbaden.de, telefonisch unter 0611.132 325 oder an der Theaterkasse möglich.

Wagners Gesamtkunstwerk und die Folgen II
Mit Studierenden der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt
Szenische Einrichtung Anne Kapsner, Gesamtleitung Prof. Lucas Fels

Mauricio Kagel (1931 – 2008)
»MM 51« für Klavier und Metronom (1976)
»Siegfried P« für Violoncello (1971)
»Rezitativarie für singende Cembalistin« (1971 / 72)
dazwischen Auszüge aus »Repertoire« aus »Staatstheater« (1967 – 70)
 
Am Sonntag, den 13. November, um 15.00 Uhr im Theaterfoyer findet die zweite Folge des Musik-Theater-Labors der Spielzeit 2016.2017 mit Stücken von Mauricio Kagel statt. Das Programm dieser Saison steht ganz im Zeichen gegenwärtiger künstlerischer Konsequenzen aus Richard Wagners »Der Ring des Nibelungen«.
 
»Das Avancierteste, was ich je geschrieben habe.« Mauricio Kagel über sein Konzertstück »Repertoire«
 
Im Zentrum des Programms steht Kagels szenisches Konzertstück »Repertoire« aus »Staatstheater«. Es besteht aus 100 oft nur sekundenlangen Aktionen. So wird dem Publikum eine Verdichtung des für Kagel typischen naiv-bösartigen, vieldeutigen, bizarren und oft absurden Mikro-Kosmos aus Klang und Bewegung geboten. »Repertoire«, sagt Kagel, »stellt die höchsten Ansprüche an die Musikalität der Zuhörer.« Es verlangt nämlich, dass sie die Vorstellung überwinden, »dass das alles keine Musik sein kann«.
 
Das Komponieren von Mauricio Kagel war nie auf die rein akustische Komponente beschränkt. Bewegung in Zeit und Raum sowie das Spiel mit dem Licht – diese beiden Aspekte sind bei Kagel Teil der Musik. Als »Instrumentales Theater« hat er seine Arbeit schon früh bezeichnet. Die Musiker sind dabei nicht nur Erzeuger von Tönen, sondern Akteure, denn ihre Mimik und Gestik spielen ebenso mit wie ihre jeweilige Position im Raum. Sie können wandern, die Plätze tauschen, sie können eine Fabel mit konkretem Inhalt darstellend erzählen, eventuell ohne sich überhaupt akustisch zu äußern.
 
Zu diesen eher formalen Kriterien von Kagels Arbeiten kommt dann die andere, inhaltliche Seite. Kagel besaß die seltene Begabung, nicht nur über sich und seine Umwelt, sein und unser Tun zu reflektieren, sondern die gewonnenen Erkenntnisse auch in seinen Kompositionen darzustellen. Er war damit ein politischer Musiker, der mit den Mitteln der Verfremdung die Wirklichkeit entlarvt, der die Gegenstände, Zustände, Reaktionen, Empfindungen aller üblichen Ambiente beraubt, sie sozusagen nackt, isoliert, ungeschminkt vorzeigt und damit durchschaubar macht und in diesem Sinne als konkretisierender Nachfolger Richard Wagners zu verstehen ist.
 
Sonntag, 13. November
15.00 Uhr
Foyer
Eintritt 10 Euro