Oper

Così fan tutte

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Opera buffa in zwei Akten | Libretto: Lorenzo da Ponte
Uraufführung: 1790 in Wien
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
So, 21.01.2018
WiederaufnahmeGROSSES HAUS19:30 - 22:50
Foto: Karl & Monika Forster
Am Anfang steht eine dumme Männerwette über die (Un-)Angreifbarkeit weiblicher Treue. Schneller als gedacht stehen die beiden Fräulein in verbotenen Liebesflammen, allerdings finden sich auch diejenigen, die die Grube gegraben haben, alsbald selbst darin wieder. Der Dünkel der Herren Offiziere (uns wird man nicht untreu) und der (Aber-) Glaube der Mädchen (unsere Liebe hält ewig) entpuppen sich als klare Selbsttäuschung, ja Selbstüberschätzung. Bisherige Gefühle und Partner machen sich selbständig, und im Doppelspiel über Kreuz ist jede siegreiche Eroberung gleichzeitig eine Katastrophe. Statt der bisherigen sicheren Seelenruhe ziehen überflutende Liebes- und Schuldgefühle den Paaren den Boden unter den Füßen weg, und selbst am aufklärerischen Ende bleibt für alle vier offen, welchem Partner man sich zwischen Leidenschaft, Konvention und Gewissen gefühlsmäßig und ehevertraglich verbunden fühlt.
Mozarts und Da Pontes psychologisches und musikalisches Meisterwerk zeigt menschliche Abgründe und Höhenflüge, ohne dabei die Figuren moralisch zu werten. Eine wahre »Schule der Liebenden«, deren Absolventen bestenfalls alle ein bisschen erwachsener geworden sind. Und eine interessante Lektion über die Liebe auch für das Publikum – Oper kann nicht nur ins Herz treffen, sondern auch komisch und ernst zur selben Zeit sein.

Ungewöhnliche Perspektiven
Bei dieser Produktion haben einige Zuschauerinnen und Zuschauer die Gelegenheit, das Bühnengeschehen aus einem ungewohnten Blickwinkel zu verfolgen. Sie sitzen auf einer Tribüne direkt gegenüber den Zuschauerrängen im hinteren Bereich der Bühne und schauen mit dem schönen Saal im Hintergrund auf ein ganz besonderes Bühnenbild. Karten für die Tribüne erhalten Sie im Saalplan mit einem Klick auf »Zu den Bühnenplätzen«.

Besetzung

Musikalische Leitung Konrad Junghänel
Inszenierung Uwe Eric Laufenberg
Bühne Matthias Schaller
Kostüme Antje Sternberg
Licht Andreas Frank
Chor Albert Horne
Dramaturgie Regine Palmai
Fiordiligi Cristina Pasaroiu
Dorabella Silvia Hauer
Ferrando Ioan Hotea
Guglielmo Alexander Knight, Christopher Bolduc
Despina Stella An
Don Alfonso Thomas de Vries
Chor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

Termine

WiederaufnahmeGROSSES HAUS19:30 - 22:50
WiederaufnahmeGROSSES HAUS19:30 - 22:50
WiederaufnahmeGROSSES HAUS19:30 - 22:50
WiederaufnahmeGROSSES HAUS19:30 - 22:50
WiederaufnahmeGROSSES HAUS19:30 - 22:50
WiederaufnahmeGROSSES HAUS19:30 - 23:00
WiederaufnahmeGROSSES HAUS19:30 - 23:00