Michael Helmrath

Musikalische Leitung
Zunächst Solo-Oboist der Münchener Philharmoniker, gründete er als Dirigent das Philharmonische Kammerorchester München. 2003-2015 war er Generalmusikdirektor der Brandenburger Symphoniker. Er arbeitete u. a. mit der Staatskapelle Dresden, den Nürnberger Symphonikern, Dresdner und Stuttgarter Philharmonikern, dem Rundfunksinfonieorchester und Deutschen Kammerorchester Berlin, Gürzenich-Orchester Köln, in Jerusalem und China. Er leitete Uraufführungen von Werken u. a. von Moritz Eggert und Jörg Widmann. Nach »Hoffmanns Erzählungen« dirigiert er in Wiesbaden »Hänsel und Gretel«.

Produktionen

Dirigent in »6. Sinfoniekonzert«
Musikalische Leitung in »Die Fledermaus«
Musikalische Leitung in »Tosca«

Pressestimmen

Die liebevolle Aufführung von „Hänsel und Gretel“ im Staatstheater Wiesbaden wendet sich vor allem an Familien mit jüngeren Kindern. Märchenhaft wandert der nächtliche Wald in der neuen Wiesbadener Opern-Inszenierung. Er leuchtet, glitzert und verführt traumschön große und kleine Besucher im Staatstheater. Pünktlich zum vorweihnachtlichen Lebkuchenduft können bei dieser Aufführung die Eltern ihren Jugendträumen nachhängen – und ihre Sprösslinge die Verführungskraft von Musiktheater altersgerecht erfahren.

Zu bestaunen in Beka Savićs Inszenierung ist eine zart poetische Sicht auf Humperdincks Märchenspiel, die sich eng an die Vorlage hält. Wie auf Bettina Neuhaus‘ Bühne ein spektakulärer Riesenmond aufgeht, wie leuchtende Schattenumrisse auf Baumstämme projiziert werden und sich Waldtiere zu engelsgleich leuchtenden Fabelwesen wandeln, ist große Theaterkunst.

Mezzosopranistin Franziska Gottwald ist als Hänsel eine spektakuläre Besetzung, der Stella Ans Gretel mit lyrisch feinem Sopran zur Seite steht. Margarete Joswig legt ein brillantes Mezzo-Debüt als Mutter Gertrud hin, die in Thomas Jesatkos Bayreuth-erfahrenem Bassbariton als Peter Besenbinder einen idealen Partner hat. Während Katharina Konradi Sand- und Taumännchen glockenhell zelebriert. Das Dirigat Michael Helmraths gelingt farbenreich und anmutig, besonders innig zelebriert er das Abendgebet im Zauberwald. Nicht nur die Kinder gehen von Anfang an voll mit, auch den großen hat es famos gefallen.
Bettina Boyens, Frankfurter Neue Presse, 17.11.2015