Daniela Musca

Musikalische Leitung
Daniela Musca studierte in ihrer Heimat Rom, in Basel und an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. Sie war Korrepetitorin für Júlia Várady und Dietrich Fischer-Dieskau und begleitete unter anderem Meisterkurse mit Cecilia Bartoli. Als Dirigentin stand sie am Pult des Berliner Sibelius Orchesters und der Brandenburger Symphoniker. Daniela Musca war Mitarbeiterin der Staatsopern in München und Berlin, der Deutschen Oper Berlin und der Salzburger Festspiele, wo sie unter anderem mit Sir Simon Rattle, Kent Nagano und Daniel Barenboim zusammenarbeitete. Seit 2014 ist sie in Wiesbaden engagiert und dirigierte bereits »Don Pasquale«, »Die Dreigroschenoper«, „Der Liebestrank“, »Der Graf von Luxemburg«, „La Traviata“ und „Eugen Onegin“. In der neuen Saison steht sie bei den Wiederaufnahmen von „Der Liebestrank“, „Otello“ und „Norma“ am Pult.

Produktionen

Musikalische Leitung in »Der Liebestrank«
Musikalische Leitung in »Otello«
Musikalische Leitung in »Norma«

Pressestimmen

Christoph Marti sorgt als charismatischer Fürst, der auf arthritischen Freiersfüßen wandelt, für die besten Momente. Lachsalven gibt es endlich, wenn Gräfin Stasa ihn mit Stromstößen aus dem Defibrillator zurück in ein Restleben holt in dem er erkennen muss, dass ihm statt Jugend in Gestalt  der Sängerin Angele nur noch die ergraute Jugendliebe der alten Gräfin beschieden ist.
Andreja (»Fräulein«) Schneiders herrlich slawisch akzentuierte Stasa könnte unter ihrem hochtoupierten Haarberg aus dem prallen Kurstadtleben gegriffen sein.
Star des Abends ist die junge Dirigentin Daniela Musca, die schon mit »Don Pasquale« aufhorchen ließ und nun temperamentvoll in jeder Lehár-Phrase mitgeht. Den melodischen Charme der Musik strahlt sie selbst bis in die elegant bewegten Fingerspitzen aus.
Erfreulich ist neben dem von Albert Horne einstudierten Chor auch die Besetzung des Abends jenseits des Kabarettisten-Trios: Thomas Blondelle gibt seinen Ohrwürmern tenorales Format und hat mit Siphiwe McKenzies Angele eine starke Partnerin. Katharina Konradi wertet die Figur der Juliette mit beseelt-brillantem Sopran auf.
Wiesbadener Kurier, Volker Milch, 19.10.2015
Was im Staatstheater aus der kompakten, heiteren, eingängigen Fünf-Personen-Oper „Don Pasquale“ geworden ist, kann sich sehen, vor allem aber hören lassen. Bei der Premiere der Neueinstudierung bot diese Ausstattung samt ihren Bienchen, Blümchen oder huschenden Hecken weiterhin eine liebevolle Kulisse für das eigentliche Ereignis dieser Wiederaufnahme in den Wiesbadener Spielplan. Musikalisch ist durch „Don Pasquale“ nämlich ein richtig frischer Wind gegangen. Den Rahmen dafür bereitet Dirigentin Daniela Musca, die das Hessische Staatsorchester in passend schlanker Besetzung immer punktgenau mit den fünf Solisten schwingen, federn lässt und dabei, wo nötig, Drive, immer aber Präzision ins Spiel bringt. Humor im frühen Cello-Solo, Würze in den luftig-leichten Bläserstimmen: Das Staatsorchester zog motiviert mit, und die frisch zu Spielzeitbeginn nach Wiesbaden engagierte Korrepetitorin machte neugierig auf ihre Neueinstudierung von Lehárs Operette „Der Graf von Luxemburg“ kommende Saison.

Als Don Pasquale ging Patrick Carfizzi zu aller vordergründigen Clownerie erfreulich deutlich auf Distanz. Sein satter, perfekt fokussierter, tragender und dabei enorm beweglicher Bassbariton brachte Esprit in diese Partie, in der er in Wiesbaden zugleich debütierte. Norina, die sich ihm bald als Horror-Ehefrau entpuppt, wird dabei von Gloria Rehm herrlich überdreht, agil und wunderbar schnell in der Höhe gegeben. Auch Ernesto, Norinas wahrer Liebhaber, den Onkel Pasquale gerade frisch enterbt hat, findet in Ioan Hotea einen angenehm leichten, aber nicht leichtgewichtigen, hoch kultiviert und kontrolliert strahlenden Tenor von betörendem vokalem Charme.Weil zu all dem Benjamin Russell einen soliden Haus-Doktor Malatesta, Monte Jaffe einen ganz gesetzten Notar gibt und der Chor mit hörbarer Feinarbeit von Albert Horne einstudiert wurde, spielt und musiziert sich diese Neueinstudierung spritzige zweieinhalb Stunden der heiteren Auflösung und dem beflügelten Beifall entgegen.
Wiesbadener Kurier, Axel Zibulski, 19.06.2015