Marion Eckstein

Alt
Marion Eckstein wurde in Bernkastel-Kues geboren und wuchs auf einem Weingut an der Mosel auf. In Stuttgart studierte sie Germanistik, Schulmusik und Gesang. Als Konzertsängerin machte sich die Altistin rasch einen Namen auf den großen europäischen Musikpodien und bei Festspielen in Berlin, Hamburg, Wien, Amsterdam, München, Stuttgart und Zürich. Dabei arbeitete sie mit Dirigenten wie Ivor Bolton, Rafael Frühbeck de Burgos, Enoch zu Guttenberg, Florian Helgath, René Jacobs, Gustav Kuhn, Helmuth Rilling, Jukka-Pekka Saraste, Christoph Spering und Yutaka Sado. Ihr vielseitiges Repertoire reicht von frühbarocker Literatur über die großen Oratorien J. S. Bachs und Händels bis hin zum romantischen Repertoire. So sang sie in Brahms` Alt-Rhapsodie in der Münchner Philharmonie, die »Kindertotenlieder« von Gustav Mahler im Berliner Konzerthaus sowie dieses Jahr in Beethovens 9. Sinfonie in Japan und China und im Oratorium »Der Sieg des Glaubens« von Ferdinand Ries im Rahmen des Beethovenfestes 2018. Sie wirkt regelmäßig bei Uraufführungen zeitgenössischer Musik mit. Partner sind dabei beispielsweise das European Chamber Orchestra, das Freiburger Barockorchester, Concerto Köln, die Orchester des Gewandhauses und der Züricher Tonhalle sowie die Rundfunkorchester des WDR und SR.
Eine langjährige intensive Zusammenarbeit verbindet Marion Eckstein mit dem Dirigenten Thomas Hengelbrock (Bachs h-Moll-Messe, Bachfest Leipzig; Mendelssohns »Walpurgisnacht«, Tonhalle Zürich; »Elias«, Gewandhaus Leipzig). Eine szenische Realisation von Purcells »Dido and Aeneas« unter seiner Leitung führte Marion Eckstein zu den Salzburger Festspielen, dem Rheingau Musikfestival und nach Hamburg.
Zunehmend erscheint Marion Eckstein auch auf der Opernbühne. Ebenfalls unter Thomas Hengelbrocks Leitung sang sie im Teatro Real Madrid die Stimme von oben und ein Blumenmädchen in der vielbeachteten historisch informierten Aufführung von Wagners »Parsifal«; in Aachen trat sie in der vergangenen Spielzeit in Puccinis »Suor Angelica« auf und im Sommer bei den Tiroler Festspielen Erl in Wagners »Ring«.
Unter ihren zahlreichen Einspielungen wurde die CD »Lotti-Zelenka-Bach« mit dem Gramophone Award in der Kategorie »Baroque-vocal« ausgezeichnet. Am Hessischen Staatstheater gibt Marion Eckstein 2018.2019 ihr Hausdebüt mit der Partie der Bradamante in »Alcina«.

Produktionen

Bradamante in »Alcina«

Galerie

Foto: Schelpmeier