Historie

Staatstheater
Das Hessische Staatstheater Wiesbaden unter der Intendanz von Manfred Beilharz gehört zu den erfolgreichsten Bühnen im deutschsprachigen Theaterraum. In der Besucherstatistik des Deutschen Bühnenvereins zählt das Haus mit seinen fünf Sparten in der Spielzeit 2010/2011 mit 330.606 Besuchern zu den zehn bestbesuchten Theatern in Deutschland. Aus Hessen sind nur die Städtischen Bühnen Frankfurt und das Staatstheater Wiesbaden in den Top Ten vertreten. Dem Staatstheater Wiesbaden ist damit zum wiederholten Mal das Kunststück gelungen, als einziges Theater in einer Stadt mit weniger als 300.000 Einwohnern in die Top Ten zu kommen und deutlich mehr Zuschauer als Einwohner ins Theater zu locken. Mit mehr als 900 Vorstellungen pro Spielzeit ist das Staatstheater eines der produktivsten Theaterunternehmen überhaupt. Rund 40 Neuinszenierungen aus Oper, Schauspiel, Ballett, Konzert, Junges Staatstheater und jugend-club-theater bieten in jeder Spielzeit ein großes kulturelles Angebot, das sowohl klassische Werke als auch modernes Musiktheater sowie Uraufführungen dramatischer Gegenwartsliteratur umfasst. Zusätzliche interessante Programme tragen zur Bereicherung des Spielplans bei, so z.B. die Veranstaltungen der ‚musik-theater-werkstatt‘, die Liederabende im festlichen Foyer des Großen Hauses, Lesungen und literarische Veranstaltungsreihen im Kleinen Haus und Studio und die Schultheatertage und Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche des Jugendreferates. Aber auch eine Vielzahl von Probenbesuchen, Diskussionen und Einführungsveranstaltungen mit Regisseuren, Solisten und Dramaturgen. Darüber hinaus ist das Staatstheater Wiesbaden ein bedeutendes Festivalunternehmen: Die Internationalen Maifestspiele füllen jedes Jahr mit hochwertigen Gastspielen aus Oper, Tanz, Schauspiel und Entertainment über 20.000 Plätze im Freiverkauf. Die Theaterbiennale ‚Neue Stücke aus Europa‘, das weltweit größte Festival für europäische Gegenwartsdramatik, findet seit 2004 im Zweijahresrhythmus in Wiesbaden statt.

Kurhaus / Friedrich-von-Thiersch-Saal
Im festlichen Friedrich-von-Thiersch-Saal des Wiesbadener Kurhauses gibt das Hessische Staatsorchester Wiesbaden pro Spielzeit acht Sinfoniekonzerte und ein Chorkonzert mit dem traditionsreichen Chor der Stadt Wiesbaden. Die Konzeption des Konzertprogramms liegt in Händen des Generalmusikdirektors Zsolt Hamar.

Geschichte
Kaiser Wilhelm II. initiierte und finanzierte den Neubau des Wiesbadener Theaters, das von den bekannten Wiener Architekten Ferdinand Fellner d. J. und Hermann Helmer im neobarocken Stil errichtet und am 16. Oktober 1894 in Anwesenheit des Kaisers eröffnet wurde.
Im Jahr 1902 konnte auch der prächtige Foyeranbau des Wiesbadener Stadtbaumeisters Felix Genzmer seiner Bestimmung übergeben werden. In den Jahren 1975-78 hat Wolfgang Lenz (Würzburg) den Zuschauerraum des Großen Hauses mit seinen Halbplastiken, Stuckaturen und dem prächtigen Deckengemälde originalgetreu wiederhergestellt.
Während sich das Theater unter dem preußischen Generalintendanten Georg von Hülsen (1893-1903) noch mit dem Großen Haus als einziger Spielstätte begnügen musste, verfügt es heute neben diesem Großen Haus (1041 Plätze) über ein Kleines Haus (272 Plätze), ein Studio (89 Plätze) und die Außenspielstätte Wartburg (154 Plätze) an der Schwalbacher Straße.