Der nackte Wahnsinn (Noises Off
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A comedy by Michael Frayn
Translated into German by Ursula Lyn
Revival
Tuesday, 09.10.2012, 19.30 h
Kleines Haus
Running time 2 hours 20 minutes. One intermission.

DirectorCaroline Stolz
Set and costume designerLorena Díaz Stephens, Jan Hendrik Neidert
DramaturgyAnika Bárdos
With:
Dotty Otley / Mrs. ClackettMonika Kroll
Garry Lejeune / Roger TramplemainWolfgang Böhm
Brooke Ashton / VickiMagdalena Höfner
Frederick Fellowes / Philipp Brent / ScheichMichael Birnbaum
Belinda Blair / Flavia BrentEvelyn M. Faber
Selsdon Mowbray, EinbrecherUwe Kraus
Lloyd Dallas, RegisseurMichael Günther Bard
Poppy Norton-Taylor, Regie-AssistentinFranziska Werner
Tim Allgood, InspizientFabian Stromberger
Theatre doesn’t get any better – or worse – than this! Director Lloyd Dallas and his ensemble are about to premiere their latest play, but the production is far from ready. Every line needs to be delivered perfectly, every prop in place, every entrance correct if they want to get the boulevard comedy ready to appeal to a broad audience in time for their national tour. But the performers are still missing their entrances and forgetting their lines, doors are sticking and props are missing. To top it all off, a feud of epic proportions has begun to bud among the ensemble members driven by jealousy, the need for attention and sheer incompetence – and no trick seems to be too dirty for them.

The story is revealed to the audience in three stages. In each stage, the first act of the play within the play is performed, each time from a different perspective. But with each performance, the troupes’ attitudes become bleaker, the production more pathetic: Just as they had fought at the beginning to keep up appearances and put on a good show, by the last stage – months after the premiere – they are willing to use all means necessary to fight against each other. The performers try to get each other thrown out of the production, the stage managers are pitted against their assistants, the director is pulling out his last remaining hairs and no one knows who is in charge anymore.

‘Noises Off’ is one of the most successful farces of the 1980s. A clever and turbulent comedy, it is a tongue-in-cheek declaration of love for the ‘snake pit’ that is theatre, with its oh so kind and endearing people. In exceptionally delightful ways, this play shows us that life behind the scenes is by far not as glamorous as it may seem.

Caroline Stolz heads the Wartburg, where she has directed plays such as Kristof Magnusson’s ‘Shelter for Men,’ Hitchcock’s ‘The 39 Steps,’ Marco Ferreri’s ‘La Grande Bouffe’ and Tobias Bungter’s ‘Shopping Queens’. In 2011 she brought ‘The Black Rider’ by Wilson/Burroughs/Waits to the stage of the small venue Kleines Haus as well as an adaptation of the Hal Foster comic ‘Prince Valiant.’
Weil die mit vielen winzigen, aber überaus wirkungsvoll platzierten Gags gespickte Inszenierung von Caroline Stolz ganz auf ein durch und durch lustvoll agierendes, perfekt choreographiertes Ensemble setzt, ist es ungerecht, einzelne Akteure hervorzuheben. Wie die Wiesbadener das dargestellte Chaos beherrschen und als blitzschnell sich drehende Rädchen ihren Part spielen, ist durchweg meisterlich und macht aus diesem Bühnenspaß ein Theaterfest von höchstem Unterhaltungswert.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.11.2011


So wie die Schauspieler im Laufe ihres Slapstick-Spiels immer mehr in Fahrt kommen, so werden auch die Lachmuskeln des Zuschauers im Laufe des Abends immer mehr angestrengt, bis er sich zuletzt, das verlegen darüber, über derart flache Scherze zu lachen, der Inszenierung ergeben muss.

Frankfurter Rundschau, 28.11.2011


Das wird der Renner der Saison. Es ist die Geschichte einer Eskalation, die Caroline Stolz, Regisseurin und Leiterin der Wartburg, fürs Kleine Haus auch als solche in Szene setzt, was dem Haus jubelnden Applaus beschert. Türen knallen auf, Türen knallen zu; Tempo und Timing stimmen. Dabei gelingen der Inszenierung hübsche eigene Akzente. In zwei Stunden rattert das Stück dahin wie ein gut geöltes Räderwerk, in dem die Schauspieler außer Rand und Band agieren. In Wiesbaden kommt der zweite Akt beinahe dezent daher; erst im dritten Akt erreicht die Farce hier ihren Gipfel. Dabei gelingt Caroline Stolz mit eigener Handschrift ein weiterer Lacherfolg an diesem an Lacherfolgen nicht armen Theater.

Wiesbadener Kurier/Tagblatt, 28.11.2011


Regisseurin Caroline Stolz macht den Untergang zum komödiantischen Sieg. Der typisch britische schwarze Humor blüht und aktiviert auch deutsche Lachmuskeln. Trotz vieler konstruierter Gags kommt Frayns Stück ‚gelebt‘ über die Rampe. Es ist eine Liebeserklärung an das Theater, wo trotz allen Zaubers auch das Haifischbecken lauert, wo es mitunter zum Krampf wird, immer das Beste geben zu wollen. Doppelbödigkeit, die Caroline Stolz im Balanceakt durchblitzen lässt. Heiterkeit und Klamotte begeistern nicht nur die Zuschauer, sondern auch das von der Leine gelassene Team.

Frankfurter Neue Presse, 28.11.2011


Bei Caroline Stolz im Kleinen Haus ist das Stück in besten Händen. Ihre neun Darsteller, die abgehalfterte Schauspieler in einer billigen Boulevardkomödie spielen, sind großartig. Monika Kroll herrlich dämlich. Wolfgang Böhm fällt unnachahmlich die Treppe runter. Magdalena Höfner macht als dumme Tusse in Unterwäsche gute Figur. Ein irrer Spaß. Wertung: Toll

Bildzeitung, 01.12.2011


Timing und Tempo müssen stimmen, und wenn dann noch die Charaktere der Schauspieler durch ihre Rollen durchscheinen, wenn die Verletzlichkeit dieser Bühnenmenschen sichtbar wird und ihre Sehnsucht nach Anerkennung oder gar Liebe, kann daraus ein großer Spaß werden. Die Wiesbadener Regisseurin Caroline Stolz kommt diesem Ideal sehr nahe, und ein begeistertes Publikum hat erkennbares Vergnügen an den Verwirrungen, die in weniger als zweieinhalb Stunden angerichtet werden. Indem die Inszenierung verhalten beginnt, schafft sie großen Raum zur Steigerung, und je aberwitziger die Geschichte aus den Fugen gerät, desto lustvoller lässt es dieser Abend krachen – da liefert Wolfgang Böhm einen spektakulären Sturz vom Oberstock bis vor die erste Parkettreihe, lässt Evelyn Faber ihr Dauerlächeln immer angestrengter aussehen, lässt Michael Birnbaum den Lebemann in Weinerlichkeit zerfließen, Monika Kroll rafft auf anrührende Weise die Würde der gealterten Diva zusammen, die von der Angst begleitet wird, einen Fehler zu machen. Sie alle sind untereinander in Koalitionen aus Liebe und Hass eng verflochten, und alle sind abhängig vom Regisseur, den Michael Günther Bard erst als raffinierten Diktator porträtiert, bis man merkt, dass auch er im Geflecht der emotionalen Abhängigkeit festgezurrt ist. Das stärkste der Porträts aber kommt aus der kleinen Rolle der Regieassistentin Poppy: Sie hat nicht viele Sätze, aber Franziska Werner spielt das unentbehrliche, aber häufig übersehene Geschöpf mit tragikomischer Größe in den Vordergrund.

Darmstädter Echo, 08.11.2011


Die Zuschauer erwartet eine unterhaltsame Aneinanderreihung von Gags, teilweise mit atemberaubendem Tempo. Wer sich im Theater einen unterhaltsamen Abend machen will, derb witzige Dialoge (‚Das ist mein Text, du Schlampe) liebt und schon immer einmal wissen wollte, wie es beim Theater hinter der Bühne aussieht, der ist hier goldrichtig.

Pepper, 09.12.2011


Blitzschnell fügen sich die einzelnen Gags zusammen, in dem die Schauspieler zu Hochform auflaufen.

Wiesbadener Kurier/Tagblatt, 16.12.2011


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