Der kleine Horrorladen (Little Shop of Horrors)
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Music by Alan Menken
Buch und Liedtexte von Howard Ashman
Deutsche Fassung von Michael Kunze
Nach dem Film von Roger Corman
Drehbuch von Charles Griffith
Uraufführung 27. Juli 1982, Orpheum Theatre, New York
Kleines Haus
Running time 2 hours 10 minutes. One intermission.
Musical directorMichael Geyer
Director and choreographerIris Limbarth
Set designerBritta Lammers
Costume designerHeike Ruppmann
DramaturgyIris Limbarth, Stefanie Momper
With:
SeymourRainer Maaß, Tim Speckhardt
AudreyAnke Budau
Mr. MushnikAndreas Kaun, Norman Hofmann, Rainer Maaß
Orin / Wilk Wilkinson / Mrs. LuceDaniel Kegler
Audrey 2Felicitas Geipel
Penner / Mr. Bernstein / Bob / Patrick Martin / Agent / PatientJan-Philipp Rekeszus, Marcel Herrnsdorf, Marcel Herrnsdorf
CrystalKatrin Gietl, Karen Müller
RonnetteChristina Blum, Charlotte Katzer
ChiffonAnna Heldmaier, Charlotte Katzer
Penner / Chinese / PflanzenspielerBenjamin Geipel
Band:
PianoMichael Geyer
BassHansi Malolepssy
ReedStephan Völker
DrumsHolger Dietz, Detlev Biedermann
 
  Doppelbesetzung in alphabetischer Reihenfolge
Mushniks Blumenladen, Downtown Manhattan an der Skid Row im ärmlichen Stadtteil Lower Eastside. Der Laden geht schlecht, vor der Tür lungern Penner herum. Die Leute dort haben kein Geld und so ist auch die Auswahl im Laden stark eingeschränkt. Eines Tages entdeckt Mr. Mushniks schüchterner Angestellter Seymour Krellborn eine exotische Pflanze. Er benennt sie nach der einzigen anderen Angestellten im Laden und Frau seiner Träume ,Audrey Zwo’. Seymour stellt die neue exotische Pflanze ins Fenster und plötzlich stürmen die Kunden den Laden, das Geschäft floriert. Seymour wird zur Berühmtheit und die Pflanze wächst und wächst. Audrey und Seymour verlieben sich. Was aber niemand weiß: Seymour muss die Pflanze mit Blut füttern, zunächst reichen einige Tropfen aus seinen Fingern. Die Pflanze fängt an zu sprechen und fordert größere Opfer, als Gegenleis­tung verspricht sie ihm Ruhm und Audreys Liebe. Seymour lässt sich auf den ,Faust’schen Pakt’ ein. Aber ,Audrey Zwo’ kriegt nicht genug, Seymour fasst einen verzweifelten Entschluss: die Pflanze muss vernichtet werden. So wird aus dem florierenden Blumenladen ,Der kleine Horrorladen’.

Wunderbare, ironische Popballaden (,Somewhere that’s green’), fetzige Rocksongs (,Mean green mother from outer space’ oder ,Dentist’) wechseln sich ab mit Songs im Stil typischer Girlstrios der 1960er Jahre, wie ,Skid Row’ oder dem Titelsong ,Little Shop of Horrors’. Alan Menken, der Gewinner zahlreicher Oscars, Grammys, Olivier Awards und Golden Globes und Howard Ashman haben zahlreiche Hits zusammen geschrieben, unter anderem die Songs für ,Arielle, die Meerjungfrau’ und ,Die Schöne und das Biest’. Sie haben mit ,Der Kleine Horrorladen’ ein Kultmusical geschaffen, dass seinen Siegeszug durch die ganze Welt antrat und ähnlich wie ,The Rocky Horror Show’ bis heute nichts von seinem Charme verloren hat.
Kleiner Horror ganz groß. Krachender Applaus und stehende Ovationen für die Premiere ‚Der kleine Horrorladen’ in der Wartburg. Regisseurin und Choreografin Iris Limbarth hat das Kultmusical mit ihrem Jugendclub-Ensemble gekonnt schwungvoll in Szene gesetzt. Das junge Team singt, tanzt und spielt sich durch den Abend, setzt schöne Pointen. Allen voran ist da Tim Speckhardt zu nennen, der den hinreißend hilflosen Angestellten Seymour mit dicker Brille und Hochwasserhosen beseelt verkörpert. Besondere Erwähnung verdient aber auch die schön gemachte Pflanze, der wir beim Wuchern zuschauen dürfen. Die live aufgespielte Band (Michael Geyer, Holger Dietz, Stephan Völker und Hansi Maloleppsy) tut ihr Übriges dazu.

Wiesbadener Tagblatt, 21.12.2009


Tim Speckhardt ist von Kopf bis Fuß Seymour, der alles richtig machen will, sein teils seliges, teils heimtückisches Duett mit Mr. Mushnik, Andreas Kaun, ist der choreografische Höhepunkt des Abends. Audrey, Anke Budau, wäre gern Marilyn Monroe, Daniel Kegler genießt die Rolle des fiesen Zahnarztes Orin unverhohlen. Mit Laientheater hat das weniger zu tun als manches von Schauspielern bestrittene Musical. Der Jux entsteht gerade im Verein mit einer handwerklich perfekten Umsetzung.

Frankfurter Rundschau 21.12.2009


Die kultige Horrorkomödie (…) überzeugt in einer gelungenen Inszenierung des Hessischen Staatstheaters. Anke Budau ist optisch kaum von der Film-Audrey zu unterscheiden und auch die Pflanze steht ihrer Filmversion, die immerhin den Oskar für die besten Effekte einheimste, in nichts nach. Die schauspielerisch und insbesondere gesanglich großartigen Hauptdarsteller (…) schaukeln das begeisterte Publikum mithilfe von einigen ebenfalls stark besetzten, durchgeknallten Nebenrollen durch einen lustig-schrägen, sanft gruseligen (…) Abend. Kurzum: Super Musik, super Ausstattung, super Inszenierung, bitte wiederholen!

STUZ, 11.01.2010


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