Ballett

Residenzen

Das Hessische Staatsballett lädt ein
Neben den Gastspielen fällt unter das Label »Das Hessische Staatsballett lädt ein« auch ein Residenzprogramm zur Förderung frei arbeitender Tanzschaffender aus der ganzen Welt. Für Choreografinnen und Choreografen, die keine eigenen Probenräume besitzen oder nicht an ein bestimmtes Haus gebunden sind, stellt die Beschaffung geeigneter Räumlichkeiten meist eine große finanzielle und organisatorische Herausforderung dar. In den Residenzen werden sowohl aufstrebenden als auch noch unbekannten Künstlerinnen und Künstlern für mehrere Wochen der Ballettsaal und die Strukturen des Theaters als Ort für Neukreationen zur Verfügung gestellt, damit sie ihren Fokus ganz auf die künstlerische Arbeit legen können. Das Hessische Staatsballett leistet so einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung und Stärkung des zeitgenössischen Tanzes. Zugleich eröffnet es die Möglichkeit künstlerischen Austauschs, sammelt neue Impulse und schafft neue Formen der Kooperation zwischen festem Ensemble und freien Gruppen.

Für die Zuschauerinnen und Zuschauer wurde in diesem Zusammenhang das Format »Work in progress« entwickelt. Am Ende der jeweiligen Residenz öffnen die Choreografinnen und Choreografen die Türen des Ballettsaals für eine Präsentation und geben Einblick in ihren Arbeitsprozess. Ausgewählte Werke werden außerdem in der Folgespielzeit wahlweise auf den Bühnen der Staatstheater Darmstadt oder Wiesbaden präsentiert. Ähnlich wie bei den Gastspielen werden in diesem Jahr auch bei den Residenzen Gäste ausgesucht, die sich durch eine starke choreografische Handschrift und einen gesellschaftlich relevanten Arbeitsansatz auszeichnen.