Rigoletto
Oper in drei Aufzügen von Giuseppe Verdi
Libretto von Francesco Maria Piave nach dem Drama ‘Le roi s’amuse’ von Victor Hugo
In italienischer Sprache mit Übertiteln
Wiederaufnahme am 22. Dezember. 2009
Mittwoch, den 03.02.2010, 19.30 Uhr
Großes Haus
Aufführungsdauer: 2 Stunden 30 Minuten. Eine Pause
Mit:
Die Gräfin, seine Gemahlin
Maddalena, seine Schwester
Giovanna, Gildas Gesellschafterin
‚Rigoletto’ gehört neben ‚Il Trovatore’ und ‚La Traviata’ zur ‚trilogia popolare’, die den Weltruhm Verdis als Opernkomponist begründet hat. Auch im 1851 uraufgeführten ‚Rigoletto’ hat sich Verdi durch eine literarische Vorlage inspirieren lassen, um den musikalischen Formenreichtum der italienischen Belcanto-Oper einem komplexen psychologischen Musikdrama auszuweiten.
Rigoletto, der Hofnarr des Herzogs, verhöhnt den aufgebrachten Graf Monterone, dessen Tochter vom Herzog vergewaltigt wurde. Der Graf verflucht ihn.
Der von allen als Schandmaul verachtete Rigoletto ist durch diesen Fluch beunruhigt, denn er hat eine Tochter, Gilda, die er sorgsam bei sich versteckt hält. Durch eine List gelingt es den Höflingen, Gilda an den Herzog auszuliefern. Rigoletto muss erfahren, dass sie sich in ihren Verführer verliebt hat. Der verzweifelte Vater plant die Flucht mit seiner Tochter und beauftragt den Gauner Sparafucile, den Herzog zu ermorden.
Triumph für Marc Piollet
Vom satten Bläserton des Beginns bis zur ausgefeilten Gewittermusik breitet Piollet die kammermusikalischen Feinheiten der Partitur aus. Umso stärker wirken die dramatischen Höhepunkte. Gerade diese Oper, die oft in die einzelnen Ohrwürmer zerfällt, erreicht unter dem neuen GMD ein Höchstmaß an Dichte und Transparenz. Jubelnder Beifall.
Wiesbadener Tagblatt, 14.09.2004
Gleich das erste Ensemble Rigoletta/Gilda war eine orchestrale Offenbarung – wann hatte man in Wiesbaden zuletzt so akkurate Tremoli gehört, überhaupt einen so sauber und trennscharf aufgestellten Streicherklang? Gildas Arie Caro nome dann so überaus delikat in der rhythmischen Gestaltung, so präzise ausgearbeitet und dennoch nicht ohne Gefühl für den Bauch. (...)
Die Inszenierung von Hermann Schmidt-Rahmer gewann zunehmend an Format, nicht zuletzt auch, weil die Bühnenkonstruktion von Herbert Neubecker mit seinen Räumen, die von den Sängern selbst wie Schubladen aufgezogen werden, sich als Spielort gut bewährte. (...)
Als exzellent, spielerisch wie sängerisch, muss dabei der Koreaner Tito You als Hofnarr Rigoletto bezeichnet werden, er ist in Spott, Wut und Trauer gleich glaubhaft.
Frankfurter Rundschau, 14.09.2004
Zu einem Triumph wurde für Wiesbadens neuen Generalmusikdirektor die Pemiere von Giuseppe Verdis Oper ,Rigoletto‘ im Staatstheater. Der Kunst der Differenzierung im Orchestergraben entsprach eine detailscharfe Inszenierung. [...]
Wiesbadener Kurier, 14.09.2004
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