3. Sinfoniekonzert
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‚Hommage à Mozart‘
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Sinfonie D-Dur KV 297 ‚Pariser‘

Jacques Ibert (1890-1962)
Konzert für Flöte und Orchester

Jacques Ibert
‚Hommage à Mozart‘

Wolfgang Amadeus Mozart
Sinfonie Es-Dur KV 543
Mittwoch, den 07.11.2012, 20.00 Uhr
Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal

Mozarts Musik ist uns allgegenwärtig, nicht nur im Konzert, sondern auch im Alltag begegnen wir ihr auf Schritt und Tritt. Braucht der größte Genius aller Zeiten also überhaupt eine ‚Hommage‘? Und können wir noch etwas Neues über seine Musik aussagen? Aus dem Blickwinkel des 3. Sinfoniekonzerts ganz gewiss, denn wir erleben neben zwei großen Mozart-Sinfonien, KV 297 und KV 543, auch eine ‚Hommage à Mozart‘ des französischen Komponisten Jacques Ibert. Während die ‚Pariser‘ D-Dur Sinfonie KV 297 mit dem Aufenthalt Mozarts in der französischen Hauptstadt eine Phase des Übergangs markiert, gehört die Es-Dur-Sinfonie KV 543 zur Trias der berühmten ‚letzten‘ Sinfonien, die den Höhepunkt von Mozarts Schaffen bilden.

Jacques Ibert (1890-1962), Impressionist und Neoklassiker, schrieb seine musikalische Huldigung für ein Orchester in kleiner Mozart-Besetzung 1956 zur Feier des 200-jährigen Geburtstages Mozarts und spiegelt den virtuosen und strahlenden Geist Mozarts mit den Mitteln des 20. Jahrhunderts. Auch in seinem Flötenkonzert von 1934 verbeugt sich Ibert tief vor der musikalischen Kunst des 18. Jahrhunderts: des klassischen Solistenkonzerts. Das Flötenkonzert kann sogar als letztes ‚Juwel‘ dieser virtuosen Gattung angesehen werden und erfreut sich seit der Uraufführung großer Beliebtheit bei Solisten wie beim Publikum. Virtuos und technisch anspruchsvoll bis ins letzte, leicht und tänzerisch, voller Anmut und großem Melodienreichtum bei durchaus modernen Rhythmen verbinden sich 18. und 20. Jahrhundert auf harmonische Weise.

Michael Martin Kofler wurde schon während des Studiums Soloflötist im Gustav-Mahler-Jugend-Orchester unter Claudio Abbado, und 1987 berief ihn Sergiu Celibidache in gleicher Position zu den Münchner Philharmonikern. Er ist Preisträger internationaler Wettbewerbe und hat seit 1983 mit über 80 namhaften Orchestern Solokonzerte, Recitals und Kammermusikabende gegeben. Unter den Dirigenten, mit denen er gearbeitet hat, finden sich Namen wie James Levine, Sir Neville Marriner, Herbert Blomstedt, Frans Brüggen, Dimitrij Kitajenko, Jonathan Nott und Hans Graf. Michael Martin Kofler ist seit 1989 Professor an der Universität Mozarteum Salzburg und wird als Jurymitglied zu bedeutenden Wettbewerben sowie als Dozent zu Meisterklassen in Europa, Korea, Japan und Amerika eingeladen.

Gérard Korsten ist ein Mozart-Interpret par excellence. Er studierte Violine u.a. beim legendären Sándor Végh in Salzburg und wurde später Konzertmeister und stellvertretender Musikalischer Leiter der von Sándor Végh gegründeten und geleiteten Camerata Academica Salzburg, die über Jahrzehnte einen exemplarischen Mozart-Klang kultivierte. Von 1987 bis 1996 war er Konzertmeister beim Chamber Orchestra of Europe. Seither ist er ausschließlich als Dirigent für Oper und Konzert tätig, bekleidete Chefpositionen in Uppsala (Schweden), am Opernhaus von Pretoria (Südafrika) und war von 1999 bis 2005 Musikdirektor am Teatro Lirico in Cagliari (Sardinien), wo er mehrere italienische Erstaufführungen leitete. Gérard Korsten arbeitet an großen europäischen Opernhäusern wie dem Teatro alla Scala Milano, der Opéra National de Lyon, dem Königlichen Opernhaus in Stockholm und beim Glyndebourne Festival. Seit Herbst 2005 ist Gérard Korsten Chefdirigent des Symphonieorchesters Vorarlberg.
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