Die verkaufte Braut
picturepicture
picturepicturepicturepicturepicturepicturepicturepicturepicturepicturepicturepicturepicturepicturepicturepicturepicturepicture
 
Komische Oper in drei Akten von Bedřich Smetana
Libretto von Karel Sabina
In deutscher Sprache
Premiere
Samstag, den 26.01.2013, 19.30 Uhr
Großes Haus
Aufführungsdauer: 3 Stunden 10 Minuten. Eine Pause.

Musikalische LeitungWolfgang Ott
Inszenierung und BühneMichiel Dijkema
KostümeClaudia Damm
ChorleitungAnton Tremmel
DramaturgieKarin Dietrich
Mit:
KrušinaJoachim Goltz
LudmilaUte Döring
Marie Caroline Melzer
MichaAxel Wagner
HàtaJana Schmidt
WenzelErik Biegel
Hans Kor-Jan Dusseljee
KecalBernd Hofmann
Springer / DirektorBrett Carter
EsmeraldaSarah Jones
MuffJohn D. Holyoke
 
  Orchester, Opernchor, Extra-Ballett und Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden sowie und Akrobaten des Wiesbadener Jugendzirkus Flambolé
Ausführliche Informationen erhalten Sie hier
In einem böhmischen Dorf wird Kirchweih gefeiert. Die junge Marie jedoch ist nicht gerade in Festtagsstimmung. Sie soll den dummen, aber reichen Wenzel heiraten, den Sohn des Micha. Aber ihr Herz gehört Hans. Als sich Marie weigert, den Ehevertrag mit Wenzel zu unterschreiben, kommt es zu einem merkwürdigen Handel: Hans lässt sich vom Heiratsvermittler ausbezahlen und gibt vor, auf Marie zu verzichten, solange sie nur den Sohn Michas heiratet. Nicht nur Marie, sondern das gesamte Dorf ist empört über den Verkauf der Braut… zumal niemand weiß, dass Hans selbst ein Sohn Michas aus erster Ehe ist.

Mit der komischen Oper ‚Die verkaufte Braut‘ gelang Smetana ein Glanzstück. Er hatte sich Liszts Wunsch zu Herzen genommen, dass es an der Zeit sei, endlich wieder eine gute komische Oper auf die Bühne zu bringen und stellte sich mit dieser ‚Spielerei‘ bewusst gegen den Vorwurf, bloßer Wagnerianer zu sein. Die Verspieltheit zeigt sich schon in der furiosen Ouvertüre, die höchste Ansprüche an das Orchester stellt und zu Recht auch Einzug in das Konzertrepertoire gehalten hat. Während Smetanas tschechische Nationaloper zu Lebzeiten allerdings fast nur ein böhmisches Lokalereignis blieb, wurde ‚Die verkaufte Braut‘, die 1866 uraufgeführt wurde und in mehreren Fassungen vorliegt, um die Jahrhundertwende zu einer der meistgespielten Volksopern europaweit und ist es bis heute geblieben.

Regie führt Michiel Dijkema, der in Wiesbaden bereits mit ‚Der Barbier von Sevilla‘ für turbulente Unterhaltung sorgte und dessen Einfall, das Portal ins Wanken zu bringen, dem Hessischen Staatstheater den Wizard Award 2011 für die kreativste Bühnentechnik bescherte. Auch bei ‚Die verkaufte Braut‘ wird Dijkema, der mittlerweile in ganz Europa inszeniert, wieder für Regie und Bühnenbild verantwortlich sein.
Selten sieht man Chor und die vom örtlichen Jugendzirkus Flambolé unterstützte Statisterie des Hauses derart vollbeschäftigt und motiviert bei der Sache. Michiel Dijkema nimmt das Komische dieser Oper ernst und liefert Unterhaltung in Fülle. (…) Auch angesichts der sich überstürzenden Aktionen gelingt die Gestaltung der musikalischen Seite außerordentlich gut. Am Dirigentenpult fordert Wolfgang Ott hohe Tempi ein, besteht aber zugleich auf inhaltlicher Motivierung harmonischer Entwicklungen. (…) Auf der Bühne wird das Angebot zur Aufwertung der szenischen Komponente couragiert angenommen. Die Gesangskunst überzeugt, doch es sind die bewegten Bilder, welche sich nachhaltig ins Gedächtnis einbrennen.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.01.2013


Bildschwäche wird man dieser vom Publikum gefeierten Inszenierung (…) nicht nachsagen können. Es geht mit Bühnenmusi, Gauklern, Jongleuren und Akrobaten vom Wiesbadener Jugendzirkus Flambolé mindestens so bunt zu wie bei Asterix. Man kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus, seit der Chor in der ersten Szene aus einem riesigen Heuhaufen herauswächst. Immer wieder gelingen Überraschungen – wie die munterere, musikalisch differenzierte Polka, in der die Urgroßmutter (Dominik Totsche) den Urgroßvater durch die Luft wirbeln lässt (Choreografie: Matthew Tusa). (…) Das Staatsorchester zeigt sich nicht nur in der Ouvertüre, einem gefährlich transparenten Bravourstück, in Hochform. Im brillanten Ouvertüren-Getriebe gibt Ott Smetanas jäh aufblühendem Melos immer wieder den rechten Raum und führt die Sänger sicher über die Klippen des Komischen.

Wiesbadener Kurier/Tagblatt, 28.01.2013


Als Trapezkünstler ohne Netz steht Wolfgang Ott im Orchestergraben, er jongliert die Fugato-Bälle der rasanten Ouvertüre gefährlich schnell und mit vollem Risiko, überhaupt war die Orchesterartistik erfreulich.

Frankfurter Rundschau, 28.01.2013


Es zeigt sich wieder mal, wie toll Theater ist. Alles live. Überhaupt ist es ein runder Abend. Das Orchester unter Wolfgang Ott und der Chor mit Spielfreude und Präzision. Der bauernschlaue Hans (Kor-Jan Dusseljee) verkauft mit tenoralem Glanz seine Braut an sich selber. Heuhaufen werden lebendig, das Leben wird zum Zirkuszelt. Die Inszenierung von Michiel Dijkema ist wohltuend zurückhaltend, dabei witzig, folkloristisch bunt. Heftiger Applaus. Wertung: toll.

Bild, 28.01.2013


Das Hessische Staatsorchester Wiesbaden spielt unter der Leitung von Wolfgang Ott spritzig, rhythmisch mitreißend, geschliffen-temporeich und in vorzüglicher Abstimmung zur Bühne.

Frankfurter Neue Presse, 29.01.2013


Als knallbuntes Spektakel, passend zur Faschingszeit, kommt die Neuinszenierung von Friedrich Smetanas komischer Oper ‚Die verkaufte Braut‘ im Hessischen Staatstheater Wiesbaden daher. Die Premiere stieß auf einhellige Zustimmung.

Darmstädter Echo, 30.01.2013


[e]