Bye Bye Birdie
Musical von Charles Strouse
Buch von Michael Stewart
Musik von Charles Strouse
Gesangstexte von Lee Adams
Originalproduktion von Edward Padula
Deutsch von Benjamin Baumann
Kleines Haus
Aufführungsdauer 2 Stunden 50 Minuten. Eine Pause.

| Musikalische Leitung | Frank Bangert |
| Musikalische Einrichtung | Jens Hunstein, Frank Bangert |
| Gesangseinstudierung | Andreas Karthäuser |
| Inszenierung und Choreografie | Iris Limbarth |
| Bühne | Reinhard Wust |
| Kostüme | Heike Ruppmann |
| Video | Aleman Stekic |
| Dramaturgie | Stefanie Momper |
| Mit: |
| Rosie Alvarez | Felicitas Geipel, Anna Heldmaier |
| Kim MacAfee | Karen Müller, Charlotte Katzer |
| Mrs. Doris MacAfee | Katrin Gietl |
| Mrs. Mae Peterson / Glenda | Kathrin Pattensen, Christina Blum |
| Gloria Rasputin / 1. Reporter | Leonie Just |
| Ursula Merkle | Marielle Simon, Anna-Katharina Follrich |
| Margie | Ann-Kristin Lauber |
| Penelope Ann | Johanna Bischoff |
| Helen | Mira Keller |
| Nancy | Juliane Back |
| Suzie | Charlotte Katzer, Karen Müller |
| Frau des Bürgermeisters / Kate | Carolin Kascha |
| Mrs. Merkle / Wanda | Constanze Kochanek |
| Dorothy | Christina Blum, Kathrin Pattensen |
| Janet | Anna Heldmaier |
| Phyllis / Maskenbildnerin | Geraldine Wunderlin, Mariella Köhlert |
| Albert Peterson | Rainer Maaß, Tim Speckhardt |
| Conrad Birdie | Jan-Philipp Rekeszus |
| Mr. Harry MacAfee | Daniel Kegler, Andreas Kaun |
| Hugo F. Peabody | Fabian Gallmeister, Bernd Hofmann, Norman Hofmann |
| Randolph MacAfee / Freddie | Alexander Chico-Bonet, Marcel Herrnsdorf |
| Charles F. Maude / Karl / Kameramann | Benjamin Geipel |
| Der Bürgermeister / Bill | Julian Leithoff |
| Harvey Johnson / Kunde | Joshua Hien |
| Mr. Johnson / Ed Sullivan / Schaffner | David Jost |
| 2. Reporter / Aufnahmeleiter / Robert | Dwayne Gilbert Besier, Jan Diener |
| Richard | Marcel Herrnsdorf, Alexander Chico-Bonet |
| Michael | Tim Speckhardt, Dwayne Gilbert Besier |
| Lee / Regisseur / Polizist | Simon Klug |
| Band: |
| Dirigent / Keyboards | Frank Bangert |
| Keyboards | Claus Weyrauther, Andreas Karthäuser, Elisabeth Maranca |
| Bass | Hansi Malolepssy |
| Gitarre | Patrick Hoss |
| Schlagzeug | Holger Dietz |
| Trompete | Joachim Braun |
| Reeds | Bodo Christmann, Jens Hunstein, Stephan Völker |
Das Leben des jugendlichen Rockidols Conrad Birdie weist einige erstaunliche Parallelen zum Leben des wahren King of Rock’n Roll – Elvis Presley – auf: Nicht nur im prüden Amerika der späten 50er Jahre, sondern weltweit löst der rebellische junge Rockstar Massen-Hysterien unter den weiblichen Teenagern aus. Doch Conrad Birdie muss zum Militärdienst nach Europa. Sein verschuldeter Agent Albert ist verzweifelt, doch dessen Sekretärin und Dauerverlobte Rosie hat eine rettende Idee. Albert soll einen Song für Conrad komponieren mit dem Titel ‚One Last Kiss‘. Aus einer Million Conrad-Birdie-Fans wählt sie ein Mädchen aus, das Conrad zum Abschied am Bahnhof küssen soll. Das Ganze natürlich live und werbewirksam im Fernsehen. Die Wahl fällt auf Kim McAfee aus der Kleinstadt Sweet Apple, Ohio. Diese sensationelle Nachricht verbreitet sich wie ein Lauffeuer und sorgt für einige Turbulenzen: Kims Freund Hugo ist eifersüchtig und will das Ganze verhindern. Kims Vater ist zunächst nicht sehr erfreut, dass dieser jugendliche Rüpel sich in seinem Haus breit macht. Aber als er hört, dass er dafür ins Fernsehen kommt, nimmt er alles in Kauf. Rosie hofft, dass Albert nach diesem genialen Coup endlich das Showgeschäft aufgibt und mit ihr ein ruhiges, biederes Leben als Englischlehrer beginnt. Das versucht Alberts herrische Mutter zu verhindern...
‚Bye Bye Birdie‘ gehört zu den erfolgreichsten und meistgespielten Musicals in den USA. 1960 uraufgeführt, nahm es mit liebevoller Ironie die neu entstandene Medien-Versessenheit, die aufbegehrende Jugend und die damalige Elvis-Presley- Hysterie auf die Schippe. Es gewann sechs Tony Awards, unter anderem als bestes Musical, erlebte zahlreiche Revivals und wurde mehrfach erfolgreich verfilmt. Seine witzige Handlung und die großartige Musik trugen zu dem Erfolg wesentlich bei. Die exzellente Partitur von Charles Strouse deckt die ganze Bandbreite ihrer Zeit ab, von Swing über Jazz bis hin zum legendären Rock’n Roll im Stil Elvis Presleys.
Das Musical ‚Bye Bye Birdie‘ ist Liebeserklärung wie Satire auf die Zeit der 50er- und 60er Jahre.
Wie immer setzt die Regisseurin und Choreografin Iris Limbarth mit ihrem Ensemble zum Saison-Auftakt einen Musical-Tusch.
Der Abend wirkt nicht nur musikalisch inspirierter und abwechslungsreicher als manch anderes Musical, es swingt, rockt und groovt gehörig, sondern unterhält auch zweieinhalb Stunden lang mit vielen Lachnummern.
‚Bye Bye Birdie‘ erweist sich nicht nur als ungeheurer Spaß, sondern auch als Entschädigung für einen weiteren verregneten Tag.
Wiesbadener Kurier/Tagblatt, 29.08.2011
Nun ist der King zurück und schwingt im Staatstheater Wiesbaden die Hüften. Doch halt – es ist gar nicht Elvis, sondern Conrad Birdie, der dort die Herzen der Teenager-Mädchen bricht und sich die gegelte Haartolle zurechtrückt.
Unter der Regie von Iris Limbarth hat das junge Ensemble erstaunlich professionelle Choreografien eingeübt und nimmt mit viel szenischem Witz die rigide Moral der 50er Jahre aufs Korn.
Frankfurter Rundschau, 29.08.2011
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